Flöten-Wander-Wohlfühltage 14.-18.06. 2017

- diesmal in der Schweiz , ganz im südlichen Zipfel im Tessin in Castel S.Pietro.
- Annemarie Wild hat die ganze Gruppe in ihr Haus eingeladen, wo vor vielen Jahren das erste Treffen stattgefunden hatte und die Idee der alljährlichen FWW-Tage geboren wurde.
- Am späten Nachmittag des 14.07. waren alle Teilnehmer eingetrudelt. Annemarie hatte ihr Anwesen mit bewundernswerter Umsicht auf die Invasion vorbereitet. Wir hatten uns auf weitestgehende Selbstversorgung eingerichtet, jeder packte seinen Beitrag auf den großen Tisch und wunderbarerweise war auch alles Notwendige dabei, die Grundversorgung hatte Annemarie ohnehin abgesichert. Da das Wetter gut mitspielte, konnte alles Beisammensein auf dem malerischen Hof stattfinden. Für das Wohlfühlen war also gesorgt.
- Für das Musizieren hatte Annemarie einen hellen großen Raum im Gemeindehaus der Kirche angemietet, der Kirchplatz mit schattenspendenden Kastanien gestattet einen schönen Ausblick über den Ort und die angrenzenden Täler. Das Musizieren in größerer Besetzung war dann wieder ein besonderes Erlebnis. Für mich war es sehr erleichternd, dass Ilse eine größere Auswahl bereits bekannter Musikstücke eingeplant und allen Teilnehmern mitgeteilt hatte, so dass ich mich etwas vorbereiten konnte. Ein lustiger Zwischenfall: plötzlich erklangen da Töne, die nicht in der Partitur vorgesehen waren. Von draußen hatte sich jemand eingemischt, immer, wenn wir anstimmten legte er auch los. Ich kenne mich mit Vogelstimmen nicht aus, aber er entwickelte eine erstaunliche Lautstärke. Ich gehe davon aus, dass es nicht Protest war, sondern dass er durch unsere Melodien inspiriert wurde.
- Das Wandern stand diesmal programmgemäß nicht im Mittelpunkt, aber die Spaziergänge in die nähere Umgebung, speziell in den Abendstunden waren sehr reizvoll. Und schließlich hatte Annemarie noch einen Ausflug mit dem Postbus in eine idyllisch gelegene Berggaststätte organisiert, auf deren luftiger Terrasse wir unser Mittagessen mit beeindruckender Aussicht genießen konnten. Dieter und Fam. Schaller ließen es sich trotzdem nicht nehmen, noch einen Gipfelsturm in das Programm aufzunehmen, der ziemlich anstrengend wurde, zumal der Rückweg wegen des Abschlussmusizierens in der Mittagshitze absolviert werden musste.
- Der traditionell Ausklang in der uralten kleinen "Roten Kirche" wurde dann noch ein schöner Höhepunkt, zumal auch Katharina, die die Augsburger Teilnehmer so sicher nach Castel S. Pietro chauffiert und sich dann gleich zu Begin des Treffens ein übles Unwohlsein zugezogen hatte, wieder munter dabei sein konnte.
- Ich möchte allen an der Organisation des Treffens Beteiligten meinen Dank für das schöne Erlebnis aussprechen, wobei meine besondere Bewunderung der Annemarie gilt für den Aufwand und die Umsicht bei der Vorbereitung.

Gerhard Kiesler

Ticino: Zurück zu den Wurzeln

unsere Reise ins Tessin 2005 zu Annemarie Wild mit 9 Leuten in drei PKWs, mit Flöten und Dampftopf im Gepäck - das war der ungeplante und ziemlich spontane Start zu den folgenden jährlichen Flöten-Wander-Wohlfühltagen. Die 13. FWW-Tage sollten auf Annemaries und unseren Wunsch wieder in Castello San Pietro stattfinden, diesmal mit 14 Teilnehmern aus D, A und CH, von Annemarie liebevoll geplant und organisiert, aber nicht weniger vergnüglich.

Ilse Benning

 

Bambusfrühsommer in BERLIN - unterwegs mit Ursula, Gerhard und Brigitte, Gloria, Julia, Tobias, Barbara, Martin und Kristin

Im Mai musizierten wir auf dem evangelischen Kirchentag: beim Abend der Begegnung - einem Abend mit Straßenfest im Zentrum - spielten wir auf einer Bühne am Potsdamer Platz. Es erklangen Renaissancelieder und die "Sieben Todsünden" in der Besetzung zwei Bambusflöten, Gesang, Barockvioline und zwei Gamben.
Und gleichzeitig wurden in einem Pavillion unter der Anleitung von Gerhard Kiesler unzählige Kuckucksflöten gebaut bis tief in die Nacht. Sogar ein bekanntes Gesicht hat uns im Gewühl gefunden - Elisabeth Hämer schaute vorbei und konnte sich vom Gewimmel überzeugen...
Ein Abendgottesdienst in der Zionskirche - die Thomasmesse, wurde musikalisch umrahmt durch eine Trionsonate von Angelo Corelli für 2 Bambusaltflöten, Cello und Orgel. Es folgten Improvisationen während der Zeiten für Gebet, Segnung und Gruppengespräch. Einige Texte, die ich zum Thema "Du siehst mich" fand und denen ich ein Gruppenangebot widmete, folgen für Euch.

Am Samstag, den 10.6. probierten Ursula und ich den Bambuspavillion neben dem Bambusturm auf der IGA - der internationalen Gartenausstellung in Marzahn - aus:
wir spielten Duette und boten dort dem Laufpublikum Kuckucksflötenbau an. Es war wunderschön, der Klang in der Natur, bei Sonne, Wind und Salbeiduft und es kamen sehr, sehr viele Kinder.
Zum Kirchweihfest der Sophienkirche am 18.06. musizierten wir noch einmal das lustige Renaissanceprogramm - dieses Mal im Hof bei hochsommerlicher Temperaturen, brachten das Publikum zum lachen und staunen und wurden selbst durstig von so viel Weinliedern.

Herzliche Grüße aus Berlin sendet

Frieda Hartmann

 

komplexauge

einer
braucht
den anderen
im facettenreich
des lebens

jedes
einzelauge
trägt bei
zur gesamtsicht

wer sich
als teil
des ganzen
begreift
besitzt auch
die fähigkeit
zu sehen

-Silke Kühn-



Ich kann dich noch sehen

Ich kann dich noch sehen: ein Echo,
ertastbar mit Fühl-
Wörtern, am Abschieds-
grat.

Dein Gesicht scheut leise,
wenn es auf einmal
lampenhaft hell wird
in mir, an der Stelle,
wo man am schmerzlichsten Nie sagt.

- Paul Celan/1967 -


Du öffnest
mir
die Seele
für das
was nicht zu sehen
ist

- Hans-Christoph Neuert/2000 -


Der Engel in dir

Der Engel in dir
freut sich über dein
Licht

weint über deine Finsternis

Aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen

Er bewacht
deinen Weg

Lenkt deinen Schritt
engelwärts

- Rose Ausländer -



Just look into my eyes

Look into my eyes
Tell me what you see
It won't be happy
It won't be pretty

The way I act
Makes me seem happy
It makes me seem fine
But look into my eyes

There you will see
See the hurt
See the hate
In my eyes I will seem distant

Look into my eyes
There you will see everything
Everything I hold inside
There you will see me

- Bryan Rankin/2009 -

 

Weimar: Nachwuchs auch in Weimar

Pia ist seit einigen Jahren Schülerin im Fach Blockflöte und hat in meinem Raum aber auch zu meinen Vorspielen die Bambusflöte gesehen und gehört.
Ich frage sie: "Warum wolltest du bauen?"
Pia: "Es macht Spaß etwas herzustellen und dann auch selber zu benutzen. Ich spiele schon ganz lange bei dir Flöte und wollte gerne etwas Besonderes mit dir machen. Ich arbeite gerne mit Werkzeug, habe auch meinen eigenen Werkzeugkasten."
Auf die Frage: "War es anstrengend?" antwortet Pia: "Nein gar nicht, es hat einen Riesenspaß gemacht."
"Wie alt warst du im März 2016 - beim Start?" - "acht Jahre".
"Was war schwierig beim Bauen und was hat dir besonders gefallen?" Sofort kommt die Antwort: "Es war gar nichts schwierig. Du hast mir gezeigt wie es geht. Das Feilen hat mir besonders gefallen, weil alles glatt wird und die Flöte sich so schön anfühlt."
Da denke ich doch, bei so viel Freude und Begeisterung hat sie doch bestimmt jemandem die Flöte gezeigt und frage: "Hast du mal jemandem deine Flöte gezeigt?"
Es kommt eine Antwort, ganz anders als erwartet: "Nein, noch nicht, erst wenn sie ganz fertig ist. Meine Mama und meine Schwester sehen sie jedoch beim Bauen. Meinem Musiklehrer in der Schule hab ich davon erzählt. Er findet das ganz toll! Die Blockflöte nehme ich auch in die Schule mit und spiele zu Geburtstagen "Happy Birthday" vielleicht auch bald auf der Bambusflöte."
Da die noch nicht ganz fertige Flöte eine sehr schöne Hülle hat, erfrage ich den Hersteller: "Wer hat deine Hülle gemacht?"
Sehr stolz antwortet Pia: "Meine große Schwester näht gerne und sie hat mir die Hülle mit meinen Lieblingsfarben genäht, damit meine Bambusflöte immer gut geschützt ist."

Anneliese Lenke

 

 

Aus der Kollekte vom Benefizkonzert am 10.12 2016 in der Golgatha-Kirche in Berlin Mitte erhalten die SOS-Kinderdörfer weltweit für die Arbeit mit syrischen Kindern über 900 Euro Spende. Vielen Dank an alle Mitwirkenden und SpenderInnen!


Dime Maria DimeMaria.mp3


Adoracíon al niño Jesús AdoracionalninoJesus.mp3


Adorar al niño Adoraralnino.mp3

 

 

Berlin: Du siehst mich - Hier ist der Kuckuck los!

Wir freuen uns darauf die Kirchgemeinde am Weinberg am Abend der Begegnung mit einem Stand, an welchem Kuckucksflöten gebaut werden können, zu vertreten. Dazu werden viele helfende Hände benötigt. Als Dankeschön gibt es bis zu 6 vergünstigte Kirchentagskarten (26 Euro).
Zudem ist unser musikalisches Mitgestalten gefragt: als Weckmusik in unseren verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften und/oder bei der Thomasmesse am Freitagabend in der Zionskirche. Ihr seht es gibt einiges zu tun und natürlich viel zu erleben. Herzliche Einladung!
In den Mitteilungen zum Deutschen Evangelischen Kirchentag Berlin Wittenberg 2017 ist zu lesen:
"Alle zwei Jahre zieht der Kirchentag eine Stadt fünf Tage lang in seinen Bann. über 100.000 Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft kommen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken und zu diskutieren. Der Kirchentag lädt ein, sich einzumischen. Er gibt nicht vor, was richtig oder falsch ist, sondern eröffnet einen offenen und streitbaren Dialog - wie gegenwärtig zu Weltwirtschaft und sozialer Gerechtigkeit. So ist der Kirchentag ein gesellschaftliches Forum der Diskussion und Gemeinschaft.

Die Teilnehmenden sind das Herz des Kirchentages.

Sie schätzen vor allem das Gemeinschaftserlebnis und die Begegnungen miteinander. Aber es spielt auch eine große Rolle, Kirche in einem anderen Kontext zu erleben und neue Impulse für das eigene Leben mitzunehmen. Die Erfahrungen beim Kirchentag sind so individuell wie die Teilnehmenden selber. Rund 5000 von ihnen kommen aus dem Ausland, aus ca. 80 verschiedenen Nationen und unterschiedlichen Konfessionen. Damit trägt der Kirchentag nicht nur zur ökumene sondern auch zur Völkerverständigung bei. Und - der Kirchentag ist jung. über die Hälfte der Teilnehmenden sind unter 30. Die Jugend mischt sich ein, redet und gestaltet mit. Ob im eigenen Zentrum Jugend, als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer oder auf einer der zahlreichen Veranstaltungen.
Der Abend der Begegnung am 24. Mai 2017 ab 19 Uhr ist ein großes Straßenfest in Berlins Mitte mit tausenden Besucherinnen und Besuchern. Er findet im Anschluss an die Eröffnungsgottesdienste statt und bietet Gelegenheit zu flanieren, an zahlreichen Bühnen mitzufeiern, angebotene Köstlichkeiten zu schlemmen und bei Spielen und Mitmachangeboten dabei zu sein. Der Abend gleicht dabei einem kreativen Schaufenster, bei dem Kunst, Kultur und Kulinarisches einen Einblick in die Vielfältigkeit der Region bieten. Für die Gemeinden aus der gastgebenden Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) bietet sich beim Abend der Begegnung die Gelegenheit, ihre Gäste zum Kirchentag in Berlin willkommen zu heißen und zu den vielen weiteren Besucherinnen und Besuchern Kontakte zu knüpfen. Gemeinden anderer Konfessionen sowie Vereine, Verbände und Institutionen sind eingeladen, sich mit Gemeinden der EKBO zusammen zu tun und sich beim Abend der Begegnung der öffentlichkeit zu präsentieren. Dies stärkt das Miteinander und schafft nachhaltige Beziehungen nach innen und nach außen. Die beim Abend der Begegnung entstehenden Bilder besitzen für die Stadt und die Menschen eine große Symbolkraft und die Stimmung der Gastlichkeit, des Miteinanders und des Austauschs wird mit in die Folgetage getragen."
Eine Reise nach Berlin lohnt sich in diesem Frühling in mannigfaltiger Hinsicht und wir erwarten gerne eure baldige Anmeldung (bis spätestens zum 27.2.). Bitte schreibt unter Bemerkungen, an welchen Bambusflötenaktivitäten ihr euch gerne beteiligen würdet, damit wir uns koordinieren und für euch die ermäßigten Kirchentagskarten reservieren können.

Anmeldung per Telefon, FAX, e-Mail oder schriftlich bis zum 27.2. an Ursula Rothen, Brunnenstr. 35, 10115 Berlin, Tel / Fax 030 46 06 85 16, e-Mail: bamburk@gmx.de

Ursula Rothen und Team

 

 

 

Augsburg: 13. Flöten-Wander-Wohlfühltage

Die 13. Flöten-Wander-Wohlfühltage vom 13. bis 18.06. 2017 finden - wie angekündigt - bei Annemarie Wild in Castel San Pietro im Tessin statt. Das "Weihnachtliche Musizieren" im Seniorenheim St. Anna in Lechhausen musste aus hausorganisatorischen Gründen kurzfristig abgesagt werden. Dafür sind wir für eine "Frühlingsmusik" am 17.03. 2017 gebeten - jetzt arbeiten wir am neuen Programm...
Meine etwas andere Baumethode "halberweiterte Flöten zielsicher bauen" (saubere Mollerz, überblastöne bis in die Quarte mit einheitlichen Griffen auf allen Flöten) wurde von der Niederländischen Baukommission ausprobiert mit dem Ergebnis "wir sind begeistert" - mein Kommentar: gut' Ding braucht Weile!

Ilse Benning

 

 

Güstrow: 75. Geburtstag des Bambusflötenchores

Am 16. Januar 2017 feierten wir den 75. Geburtstag des Bambusflötenchores in Güstrow. Wie immer trafen wir uns zum Kaffeetrinken, zu einer Andacht und zum Musizieren. Auch für dieses Jahr gibt es schon Pläne. Wir sind eingeladen zum Musizieren in einem Kindergarten in der Nähe von Güstrow und möchten wieder regelmäßig Gottesdienste in der Güstrower Pfarrkirche gestalten.

Birgit Schaub

 

 

Berlin: Märchen und Musik

Am 11.11. 2016 fand wieder die musikalische Märchenstunde in der Bibliothek am Luisenbad im Bezirk Wedding statt. Diese Veranstaltung hat schon eine 8 jährige Tradition und ist innerhalb der Berliner Märchentage ein "highlight"! Der historische Puttensaal, den wir meist mit Tüchern, Blumen und Kerzen schmücken, bildete auch am vergangenen Martinstag den festlichen Rahmen. Da Ursula Rothen in der Bücherei, wozu auch dieser ehemalige Tanzsaal gehört, schon seit vielen Jahren regelmäßig als Vorleserin engagiert ist, erhält die Bambusflötengilde diesen Saal für ihre Veranstaltungen kostenlos. Das Thema der 27. Berliner Märchentage war: Dornröschen erwacht...! Mädchen und Frauen in Märchen und Geschichten.
Ursula hatte Musikstücke von den Komponistinnen Tera de Marez Oyens und Hanneke Cator aus den Niederlanden und Betty Fernley aus Großbritannien ausgesucht und das Bambusflötenensemble hatte seit vielen Monaten fleißig geübt. Die Gruppe, die von der isländischen Cellistin Kirstín Lárusdóttir begleitet wurde, spielte zu Beginn den 2. Satz aus "Snapshots" um die Zuhörer in die Märchenstimmung einzuführen, damit sie ihre Herzen und Ohren weit öffnen.
Wir hatten die Veranstaltung auf unseren Flyern unter das Motto gestellt: " Wie Mädchen mit Güte und Schläue ein gutes Ende in Geschichten finden." Es wurden folgende Märchen erzählt: "Mascha und der Bär"
"Die drei Pomeranzen"
"Die drei roten Nelken"
"Der Glücksvogel"
Am Ende blieben die Zuhörer sitzen und wollten eigentlich, dass diese Veranstaltung noch weiter andauert. Doch wir mussten sie auf nächstes Jahr vertrösten.
Wieder ein zu Herzen gehender Abend! Dank an alle die dies ermöglichten!

Brigitte Schaller

 

Erntedankfest in der Zionskirche - Flötenmusik zum Herbst

Der Sommer ist vorbei, und ehe alles wieder so richtig zum Laufen gekommen und Routine geworden ist im neuen Schuljahr, hat Ursula Rothen Kern uns schon für ihr erstes Projekt gewonnen. D.h., um ehrlich zu sein: Nicht gleich und sofort. Aber dazu später. Das Projekt: Ursula hat etwa 20 Schüler, einen Riesenbekanntenkreis und... die musikalische Gestaltung des diesjährigen Erntedankgottesdienstes übernommen. Drei Stücke galt es zu proben. Mit "Il cantico delle creature" sollten die Gottesdienstbesucher begrüßt werden, in der Mitte des Gottesdienstes folgt der englische Folksong "Ripest apples" und schließlich zum Ende des Gottesdienstes der wunderschöne native American Song "The River". Zwei Wochen hatten wir Zeit. Der 2. Oktober fällt ins "Einheitswochenende", an dem traditionell halb Berlin verreist ist. So schrumpft die Zahl möglicher Mitstreiter rasant dahin. Während unser jüngerer Sohn eher übermotiviert war, ist unser älterer Sohn zunächst sehr gebremst motiviert. Die erste Woche üben beide Kinder strikt getrennt. Jeder möchte die Stücke gut können, keiner möchte mit dem anderen spielen. Nicht wirklich gute Voraussetzungen für den ersten Auftritt innerhalb eines großen Ensembles. Dann folgt ein Treffen im Unterrichts-Studio an der Brunnenstraße.
Jetzt realisiert auch mein älterer Sohn, wie schön es ist, mehrstimmig und miteinander zu spielen - Wendepunkt des Projektes! Ab sofort waren also beide Kinder dabei. Es wurde morgens vor der Schule geflötet, es wurde abends im Bett geflötet, jeden Tag. Beim nächsten Treffen klingt das ganze schon so vielversprechend, dass die Motivation weiter auf hohem Niveau erhalten bleibt. Die erste Probe in der Kirche, die Stimmung, die vielen Instrumente. Der spontane Applaus einer zufällig hereingeschneiten Besuchergruppe.
Für die Kinder, auch für mich, ein großes Erlebnis. 22 Musiker ganz unterschiedlichen Alters und Könnens spielen zusammen. Und zur allgemeinen Verwunderung klappt das Zusammenspiel dieses bunt gewürfelten Haufens nach ganz kurzen Startschwierigkeiten hervorragend. Und ab sofort spüren die Kinder volle Verantwortung für das Gelingen des Projekts. Jetzt war es nicht mehr Ursulas, jetzt war es ihr, nein unser aller Projekt! Und was für ein Erlebnis. Der siebenstimmige Satz bei "The River", eine wunderschöne Melodie - immer wieder neu aufgegriffen und rhythmisch unterlegt. Bei den Kindern ein ganz großes Staunen, über die Schönheit der Musik und das Erleben des miteinander Musizierens. Und Stolz sicherlich auch!
Der Gottesdienst. Um fünf vor 10:00 noch fast leer, um Punkt 10:00 randvoll, vorab noch hektisches Proben, um über unser Spiel hinaus hier und da noch akustisch den Gottesdienst zu unterlegen. Die Kinder sind hochkonzentriert bei der Sache. Und tatsächlich: Trotz oder gerade wegen der Aufregung - der siebenstimmige Satz klang bei keiner der Proben so schön, wie während des Gottesdienstes. Auch in der Gemeinde war ein großes Erstaunen zu spüren, über die vielstimmige Schönheit der Musik, über den satten, warmen Klang der Bambusflöten, die das große Schiff der Zionskirche ganz zu füllen vermögen. Und zu schauen gab es ja auch noch etwas: Jedes Instrument, individuell nicht nur gebaut, sondern auch gestaltet. Viele wunderschöne, bunte Instrumente vereint in einem Ensemble - ein farbenprächtiger, ein (viel)stimmiger Auftakt für den Herbst.

Rike Stoffregen

 

Bericht von Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung

Nach zwei Jahren fanden gemäß Satzung in diesem Jahr wieder Vorstandssitzung und Mitglieder-versammlung der deutschen Bambusflötengilde statt. Für das erste Oktoberwochenende hatte die Vorsitzende Ursula Rothen Kern in ihr Unterrichtsstudio nach Berlin eingeladen.
An der Vorstandssitzung nahmen 4 Personen teil, und zur Mitgliederversammlung kamen leider nur insgesamt 6 Personen, darunter zum ersten Mal ein Mitglied aus Güstrow: Birgit Schaub. Mit großem Interesse folgten wir ihren Ausführungen. Sie hatte die Anfänge der Bambusflötenarbeit vor Ort seit 1942 erforscht und dokumentiert. Nun ist sie dabei, die alten Traditionen (musizieren nach Zahlen-Partitur) zu pflegen und eine neue Bambusflötenarbeit aufzubauen.
Des Weiteren ist von der Mitgliederversammlung zu berichten, dass der Gilde zur Zeit 56 Mitglieder angehören und dass der Kassenstand ein leichtes Plus zu verzeichnen hat.

Im Mittelpunkt unseres Treffens stand das gemeinsame Musizieren zum Erntedankfest in der Zionskirche. Fast drei Stunden probten wir mit 22 Musikanten am Samstag. Es waren nicht nur Bambusflöten von Sopran bis Großbass vertreten sondern auch Harfe, Gitarre, Cello und Perkussionsinstrumente.
Die von Ursula ausgewählten Stücke * waren klangvoll und nicht zu schwer, so dass auch 7 Kinder mitspielen konnten. Am Sonntag lauschten dann viele GottesdienstbesucherInnen aufmerksam unseren Darbietungen. Alle waren erfreut über den schönen Klang der Musik, und wir verabschiedeten uns zufrieden bis zum nächsten gemeinsamen Musizieren mit Menschen aus Nord-, West-, Süd- und Ostdeutschland.

Elisabeth Hämer

 

Märchen und Musik

Alle Jahre wieder: herzlich Willkommen am 11.11. 2016 18 Uhr zu Märchen und Musik in der Bibliothek am Luisenbad, Travemünderstr. 2 13357 Berlin Tel. 901 84 56 10
Wie Mädchen mit Güte und Schläue ein gutes Ende in Geschichten finden, erzählen Blanca Murillo und Brigitte Schaller in: "Mascha und der Bär", "Die drei Pomeranzen" und anderen Geschichten. Dazu erklingen Kompositionen für Bambusflöten von englischen und niederländischen Komponistinnen. Leitung: Ursula Rothen

Zudem möchten wir 2018 oder 2019 zu einem Internationalen Symposium nach Berlin einladen und hoffen so neue Menschen für unsere wertvolle pädagogische Arbeit zu gewinnen.

" The river is flowing, flowing and growing, the river is flowing back to the sea.
Mother Earth carry me, a child I will always be. Mother Earth carry me back to the sea."
haben wir in der Zionskirche zum Erntedankfest gesungen. "Die Flüsse, sie fließen, fließen und fließen. Die Flüsse, sie fließen alle ins Meer.
Mutter Erde sorgt für mich, Mutter Erde sorgt für dich, Mutter Erde sorgt für uns wir sind ihre Kinder." singen junge BerlinerInnen.

Ursula Rothen Kern

 

Der Chor der Bambusflöten lebt wieder auf

Es sind einzigartige Klänge: In Güstrow probt ein Bambusflöten-Chor einmal im Monat. Der Chor hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich - und eine jahrzehntelange Pause.

Nur eine der noch heute zusammen Musizierenden hat die Gründung der Bambusflötengruppe am 6. Januar 1942 selbst miterlebt: Ilse Russow. Damals wurden mit Charlotte Schulz erstmals Flöten gebaut und darauf gespielt. Charlotte Schulz hatte in Jena studiert und an vielen Orten in Deutschland bis dahin Weiterbildungen im Bambusflötenspiel durchgeführt. Als die Lehrerin in Güstrow kriegsdienstverpflichtet wurde, arbeitet sie halbtags auf dem Finanzamt, pflegte ihren Vater und kümmerte sich um junge Chormitglieder, die auf der Bambusflöte spielten.
"Sie hatte einen straffen Knoten, der ihr krauses Haar zusammen hielt und immer eine Brottasche um", erinnern sich die Damen, die damals als Kinder von Charlotte Schulz zum Flötenspiel auf der Bambusflöte angeleitet wurden. Zuerst habe sich jeder eine Flöte selbst herstellen müssen. War kein Bambus vorhanden, nahm man einfach Sonnenblumenrohr. Da das Spiel auf der Bambusflöte nach Zahlen unterschiedlicher Farben erfolgt, ist es recht schnell erlernbar. Ein Ton nach dem anderen wurde erlernt, bis man alle Stufenzahlen vier- und fünfstimmig spielen konnte. Bis heute werden übrigens Bambusflöten per Hand hergestellt.

Musik gegen Essen
Auch Sieglinde Wintzer gehörte damals zu den Kindern, die Charlotte Schultz zum Musizieren zusammen holte. "Sie hat uns Rhythmik beigebracht und biblische Geschichten mit Laienspiel untermalt. Diese Laienspiele hat sie alle selbst geschrieben", erinnert sie sich. Jedes Jahr habe die Musiklehrerin ein Musik-Lager organisiert, bei dem die Teilnehmer morgens mit Flötenklängen geweckt wurden. Auf dem Boden einer Pfarrscheune wurde geschlafen. Und schließlich spielten sie unter anderem bei Bauern vor, um etwas zu essen zu bekommen. Charlotte Schulz hatte in ihrer Arbeit eine Nische gefunden. Denn kirchliche Jugendarbeit war zur Zeit des Nationalsozialismus verboten, aber Kirchenmusik nicht. Ilse Russow, die heute auch noch dabei ist, hat damals oft gekocht.
"Nach 1948 waren wir 250 Leute im Chor", erzählt die heute 83-Jährige. Dabei haben sich viele Aktivitäten um den Bambusflötenchor gedreht. Beispielsweise sind sie am Morgen des ersten Advents mit ihrer Leiterin singend durch die Stadt gezogen. "Bis es die Polizei verboten hat", sagen die, die es miterlebt haben. Die Kinder haben nicht nur zusammen musiziert. Viele andere Aktionen wurden von Charlotte Schulz angeregt. "Wir haben den Heidberg kennengelernt, Blumen gesammelt und gepresst", berichtet Wibke Diehl aus Mühl Rosin. Ein Höhepunkt war 1956 eine Fahrt zu Auftritten in den "Westen".
Irgendwann hatten sich viele der Gruppe aus den Augen verloren, weil jeder seinen Weg in eine andere Richtung einschlug. Einige wenige trafen sich bei Ilse Russow in der Wohnung. Doch 2002, zum 60. Chorgeburtstag, ergriff Sieglinde Wintzer die Initiative. Sie bemühte sich, ehemalige Flötenspieler wieder zu finden. Zu diesem Jubiläum waren zahlreiche Gäste gekommen, auch aus dem Ausland. Das war für sie Grund genug, sich weiterhin regelmäßig zu treffen. Die Wohnung wurde bald zu eng, denn immer mehr kamen dazu. So hielten sie Ausschau nach jemandem, der die Leitung der Gruppe übernehmen könnte.

In Planung: Auftritte im Gottesdienst
Birgit Schaub wurde 2012 gefragt, ob sie sich dies vorstellen könnte. "Wenn ich das mache, dann muss ich auch eine Ausbildung dafür absolvieren", sagte die zweifache Mutter aus Güstrow. Zwei Jahre setzte sie sich in Berlin auf die Schulbank und ist nun Bambusflötenbauerin und -lehrerin.
So treffen sich die Mitglieder einmal im Monat, inzwischen in den Gemeinderäumen der Pfarrkirche, wo Charlotte Schulz einst die Arbeit begonnen hat. "Ich freue mich immer sehr darauf. Die Musik ist einfach schön", sagt Gerda Magholder, die immer aus Bad Kleinen anreist. Und noch immer finden sie mal wieder einen, der zu dieser Gruppe gehört hat. Erst kürzlich erfuhr Edgar Heldt mehr zufällig, dass sich die Gruppe wieder trifft und kommt seitdem dazu. "Wir möchten auch gern wieder regelmäßig Auftritte im Gottesdienst planen", erzählt Birgit Schaub. Dafür brauchen sie auch Helga Manske, die auf Plakaten die dafür notwendigen Zahlen aufschreibt.
Die Gruppe würde sich sehr über Nachwuchs freuen. Wer Interesse hat, erfährt immer im aktuellen Gemeindebrief der Pfarrkirchengemeinde, wann sich die Gruppe das nächste Mal trifft.
Mehr und mehr Bambusflötenspieler finden sich in den Gemeinderäumen der Pfarrkirche zusammen.
Es erklingt ein Choral - mit einem kaum nachzuahmenden Klang, denn hier wird auf Bambusflöten gespielt. Einmal im Monat treffen sich unter der Leitung von Birgit Schaub etwa 15 Musik liebende Menschen. Die 45-Jährige hält seit zwei Jahren die Gruppe der Bambusflötenspieler zusammen.

Sieglinde Seidel, Juni 2016

Birgit Schaub wird am 29.10.2016 13.30-17.30 in der Schule Hochfeld - Bern, CH ein Referat mit Musikbeispielen über Charlotte Auguste Schulz und ihre Bambusflötenarbeit in Güstrow halten unter dem Titel: Dieser Riesenchor klang irgendwie überirdisch schön.

 



Internationales




Internationaler Bambusflötenkurs in der Schweiz

In der 1. Augustwoche trafen sich ca. 150 BambusflötenspielerInnen aus 12 Nationen in Immensee (Zentralschweiz). Aus Deutschland waren 6 Teilnehmende dabei.
Bambusflöten Schweiz hatte für uns eine Internatsschule oberhalb der hohlen Gasse ("Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg führt nach Küßnacht", so sprach Wilhelm Tell, als er dem Fronvogt Geßler auflauerte) reserviert und dort alles perfekt organisiert.

Wir verbrachten in herrlicher Umgebung eine wunderschöne Woche mit vielen Begegnungen, viel Musik, Tanz, Flötenbau sowie mit Schweizer Brauchtum.
Nach dem Frühstück ging es in der Turnhalle los, um unter der Leitung von Andres Joho im Orchester zu musizieren. Er hatte für uns eine "Tell-Suite" komponiert. Sie bestand aus 6 Sätzen mit unterschiedlichem Charakter und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Viel Freude machte es, mit dem engagierten und humorvollen Komponisten die Musik zu erarbeiten. Am Samstag war dann die Uraufführung in der Kapelle des Internats. Zahlreiche Gäste aus der Umgebung hörten uns zu und waren ebenso begeistert wie wir von der gelungenen Aufführung.
Vormittags und nachmittags wurden insgesamt 30 verschiedene Workshops angeboten vom Flötenbau über Musiziergruppen bis hin zum Dirigieren, Komponieren, Jodeln u.a.m.
Jeden Abend lud uns Ineke van Gelder zum Chorsingen ein. Unter ihrer fröhlichen und mitreißenden Leitung machten wir launige Stimmbildungsübungen ("miau, wau, wau" usw.), und sangen Kanons und mehrstimmige Lieder aus vielen Ländern.
Anschließend gab es ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, wurden wir von 11 Alphornbläsern und 3 Fahnenschwingern überrascht. Ihren kunstvollen Darbietungen sahen und hörten wir aufmerksam und begeistert zu.
An anderen Abenden hörten wir Schweizer Volksmusik, Bambusflötengruppen aus verschiedenen Ländern, Jodelgesang...
Schnell verging die Woche, und am Sonntag verabschiedeten wir uns - mit herzlichem Dank - vom Organisationsteam und mit Vorfreude und Hoffnung auf ein Wiedersehen 2021 in den Niederlanden zum nächsten internationalen Kurs.
Im Gepäck: Viele Eindrücke, neue Musik, neue Noten, neue Anregungen und auch neue Flöten.

Sandra Stoltenhoff und Elisabeth Hämer



Stimmen aus England (aus dem "Autumn newsletter" der britischen Gilde)

Without a shadow of a doubt, my experience in Immensee was made by the pipers I met there. As someone who was so used to playing in small groups of up to 15 players with the British Guild, often all familiar faces, I think what I enjoyed most about the Swiss international course was the sheer quantity and variety of participants.The collective sound of the individual voices rehearsing during orchestra was greater than anything I had heard before. What's more, being an international kind of guy, the many nationalities, stories and varied experiences of piping were music to my ears...

Luke Jackson

 

The joy of meeting old friends - good music - the kindness of people bringing a chair so I could sit - waking up to see the sunlight on the top of the mountain across the lake.

Ted Drake

 

The celebrations on Swiss National Day were a highlight for me. The sound of the massed alphorns was hauntingly beautiful.

Rose Atkinson

 

 

 

 

 

Aktivitäten in Augsburg

Wie immer regelmäßiges Musizieren in vier verschiedenen Gruppen, vierzehntägig.

Der von mir und Katharina angebotene Baukurs in den Osterferien hat mit vier Teilnehmerinnen und ohne Katharina in meinem Wohnzimmer stattgefunden. Ergebnis: zwei Sopranflöten, eine Tenorflöte und ein A-Alt, so wie es vor Zeiten üblich war. Annemarie Wild wollte sich einen Sopran bauen. Weil das Rohr aber lang genug war und in der Länge so besonders schön geklungen hat, ist es eben eine so besondere Altflöte geworden Für Annemarie kein Problem, sie besitzt schon alle Flöten und wollte nur meine Bauweise kennenlernen. Es hat sie erstaunt, wie schnell wir vorangekommen sind, mein "zielsicheres" Bausystem macht das halt möglich.

Eine Ausstellung über die "7 Todsünden" hat eine meiner Gruppen auf die Idee gebracht, Wim Burhouwts "Karakters" mit den sieben Sätzen Superbia (Hochmut), Gula (Völlerei), Luxuria (Wollust), Ira (Zorn), Avaritia (Geiz), Acedia (Trägheit), Invidia (Neid) an einem Sonntag zwei mal im Augsburger Diözesan Museum aufzuführen - ein guter Anlass, die Stücke gründlich zu studieren !

Die 12. FWW-Tage vom 25. bis 29. Mai sind die nächste wichtige Aktivität - die Schwestern in Oberschönenfeld freuen sich schon aufs Wiedersehen und Wiederhören!

Ilse Benning

 

 

Oberschönenfeld: Flöten-Wander-Wohlfühltage (FWW) vom 25.-29.05.2016

Endlich war es soweit, die FFW-Tage standen vor der Tür, und wir trafen uns das 3. Mal im Kloster Oberschönenfeld zum gemeinsamen Spiel, aber auch zum Kennen lernen und zur Entspannung. Neben altbekannten Gesichtern durften wir heuer drei neue Teilnehmerinnen begrüßen, worüber wir uns besonders freuten. Ilse Benning hatte viele Noten von zu Hause mitgebracht, Annemarie aus dem Tessin ebenfalls einige Musikstücke zum gemeinsamen Erlernen vorbereitet. Zusammen bemühten sie sich gekonnt um ihre "Schäflein", und wir konnten mit den Ergebnissen zufrieden sein.
In der Freizeit nahmen wir wie üblich unseren Dieter Benning als Wanderführer in Beschlag, der uns durch die herrliche Natur in der Umgebung begleitete und uns ganz nebenbei geografisches und geschichtliches Wissen vermittelte.
Abends dann beim "Stell dich ein" gab's viel Spaß bei Leckereien und einem Glas Wein.
Wieder vom Ausflug zurück heißt es jetzt, die gesammelten Anregungen und Erfahrungen im Alltag einzusetzen und uns die Freude am musikalischen Tun zu bewahren. Angesichts des Plans, die nächsten FWW-Tage in der Schweiz abzuhalten, wird uns das sicher nicht schwer fallen!
Dank an alle, die dabei gewesen sind und uns diese gewinnbringenden Tage ermöglichten.

Gaby Habermeier

Die gespielten Stücke:

An hellen Tagen Giovanni Gastoldi
Die beste Zeit im Jahr ist Mai'n Melchior Vulpius
Captains Morgan's March
Le Jardin Extraordinaire Charles Trenet/ P.Y.Le Tortorec
Lets all sing like the birdies Tolchard Evans/ Anneke Swaak
Jetzt kommt die Zeit Melkendorfer Flötenbüchlein
Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuss geh'n Melkendorfer Flötenbüchlein
Im Wald, im hellen Sonnenschein Satz Theo Warttmann
Wach auf, mein's Herzen Schöne Satz Theo Warttmann
Wacht auf, ihr schönen Vögelein A.Gumpelzhaimer
Ein Männlein steht im Walde
* Kuckuckskonzert Franz Stetka * mit Gitarrenbegleitung
* Tram,Tramp,Tramp amerikanische Volksweise
* Gopack russische Volkstanzweise
* Polka Franz Steka
* Bin nacht'n stad aussiganga österreich / H. Derschmidt
* Deux chansons Israeliennes Chansons populaires/ Nicole Clement
Ihr kleinen Vögelein Werner Gneist
The Cockoo and the Donkey Satz Renate Warner
Auf, du junger Wandersmann Melkendorfer Flötenbüchlein
Die güld'ne Sonne Satz R.Doppelbauer
Questa dolce sirena Giovanni Gastoldi
* La balle au mur Jaques Vivant * mit Annemarie Wild einstudiert
* La corde a sauter Jaques Vivant
* Les billes Jaques Vivant
Sommer ist ins Land gekommen englischer Kanon
Good night sweethart Anneke Swaak
Bajubaju Russisches Wiegenlied/ Renate Warner
Come with me my love Yolan Trabsky
Der Tag, mein Gott Clement Coterill Scholefield

 

 

Musik in der Zionskirche Jade Jade.mp3

Pfingstsonntag in Berlin - ein Abendgottesdienst mal anders: das ist seit vielen Jahren die Thomasmesse. Sie trägt im Titel ihre Adressanten: "für Skeptiker, Zweifler und andere gute Christen". Es soll ein Angebot sein für Menschen, die nicht so oft oder gar nicht in Gottesdienste gehen. Es gibt Zeit, um Kerzen anzuzünden, Gebete zu schreiben, sich salben zu lassen oder etwas Kreatives zu gestalten.

In diesem Jahr stellte sich die Vorbereitungsgruppe das Thema "WORAUF WARTEST DU - NOCH?" und wünschte sich meditative Klänge. Die Bassbambusflöten - gespielt von Ursula und Frieda - bildeten den Klangteppich für den Abend. Sequenzen wurden mit einer Klangschale gestaltet. Die Komposition "Jade" von P.O. Ferroud von 1921/22, die auch hier auf dieser Seite zu hören ist, bewegt sich in der Pentatonik und setzt freie Klänge dem rhythmischen Mittelteil gegenüber. Über Bambusbassklängen musizierten wir diese Komposition mit Altbambusflöte, später Querflöte. Wie viel Gleichklang und Wohlklang ist möglich? Wann ermüden unsere Ohren und möchten etwas Neues hören? Wie lange fließt eine Musik kraftvoll ohne beliebig zu werden? Wir stellten uns dieser Herausforderung: Im Laufe des Abends konnten wir den Pfingsthymnus "Veni creator spiritus" hineinimprovisieren.

Im roten Scheinwerferlicht - im Kerzenschein und mit etwa 100 Gästen wurden am Ende sogar rote Rosenblätter aus der Gewölbeöffnung über dem Altarraum herabgestreut. Als Dank für die Bambusflötenmusik erreichten uns folgende Worte: "Die Menschen suchen meditative Angebote, sie haben große Sehnsucht nach sinnlichem Erleben von Spiritualität. Ihr habt den Klang der Herzen getroffen."

Im kommenden Mai laden wir wieder ein zur Thomasmesse während des Kirchentages - Freitagabend nach Himmelfahrt - in der Zionskirche. Kommt doch vorbei!

Frieda Hartmann

 

 

 

Halberweiterte Flöten erfolgreich und sicher bauen: Einladung zum Flötenbau-Wochenende in Augsburg

von Freitag 01. 04. ab 15:00 Uhr bis Sonntag 03.04. bis 13:00 Uhr in der Rudolf-Steiner-Schule

Eingeladen sind erfahrene Bambusflötenbauer/innen und solche, die es werden wollen, die neugierig und offen sind für meine etwas andere Bauweise für Bambusflöten

* mit sicherer Lochplatzierung ohne späteres Löcher versetzten
* mit garantierten überblastönen bis zur Quarte ohne Verengungen im Rohr (Adjustment)
* mit einheitlichen Griffen für die chromatische Tonleiter auf allen Flöten (und sauberer Mollterz)
* mit dem "Kuckuck" als erstes Intervall

Was kompliziert erscheint wird einfach, sobald man es verstanden und geübt hat....
Kursleitung: Ilse Benning, Lehrbefähigung der Schweizer Bambusflötengilde seit 1958, Katharina Baiter, Internationale Lehrbefähigung seit 2014

Kosten: 100 Euro plus Material - es können Flöten in jeder Stimmlage gebaut werden.

Anmeldung und Rückfragen an Ilse Benning, Gartenstr. 18, 86152 Augsburg, E-mail: idbenning@t-online.de, Tel.: 0821/512271
Anmeldeformular

 

 

Neuer Schwung und alte Geschichten beim Güstrower Bambusflötenchor

Seit einem Jahr trifft sich der 1942 von Lo Schulz gegründete Güstrower Bambusflötenchor wieder regelmäßig einmal monatlich zur Probe. Die zurzeit sechzehn aktiven Mitglieder musizieren auf selbstgebauten Bambusflöten, zum Teil noch aus der Anfangszeit des Chores. Natürlich werden bei Kaffee und Kuchen auch immer wieder Begebenheiten aus der langen Chorgeschichte erzählt. So beispielsweise vom damals traditionellen Adventssingen:

"...Wir mussten schon um fünf früh bei Lo sein. Wir haben uns heimlich ohne Frühstück raus geschlichen zu Hause. Wir kamen zu Lo, da mussten wir immer Schwarzbrot essen, das soll gut für die Stimme sein. Als wir durch die Straßen gewandert sind, wurden wir einmal geschnappt. Wir sind halb sechs los und wurden von der Polizei wegen Ruhestörung geschnappt. Das durften wir nicht, also sind wir in die Kirche gegangen, und erst um 6 Uhr losgezogen. Als wir dann überall geflötet und gesungen hatten, sind wir zurück zu Lo, dann hatte sie Frühstück gemacht. Da gab es Kakao und Weizenbrot mit Butter und Marmelade. Das war schön..."

Ein besonderer Höhepunkt war im vergangenen Jahr unser erster öffentlicher Auftritt beim Hausmusiknachmittag im Dom - Gemeindehaus in Güstrow am 7. 11.2015. Dort brachten wir vierstimmige Choral- und Volksliedsätze zu Gehör. Der sehr homogene, weiche Klang der Bambusflöten begeisterte die Zuhörer ebenso wie die traditionelle Spielweise nach einer Ziffernnotation von großen Plakaten.

Birgit Schaub

 

 

Hausmusik zur Adventszeit 2015

Im September 2015 entschieden wir uns, eine Freundin und ich, an einem der Adventswochenenden Hausmusik zu machen. Unsere Kinder gehen in die gleiche Klasse und wir wollten auch andere befreundete Kinder und deren Müttern dazu einladen. Weil wir beide berufstätig sind, mussten wir es immer wieder vor uns hin schieben, mit dem Proben anzufangen. Nur die Lieder standen schon fest: da ich in der Berliner Volkshochschule auch an einem Adventswochenende einen Villancicos-Abend anbiete, um spanische Weihnachtslieder gemeinsam zu singen, war ich schon damit beschäftigt, Musik auszusuchen und zu proben. Ich schlug einige bekannte Weihnachtslieder aus dem deutsch- und englisch-sprachigen Raum vor, damit die Kinder und andere Gäste mitsingen konnten.

Als wir mit den Proben anfingen, war es schon November. Wiederum war es wegen unseren vielen beruflichen und häuslichen Aufgaben schwer, freie Termine zu finden. Letztendlich haben wir zu zweit etwa drei Mal jeweils eine Stunde geübt. Zuerst spielten Verena auf dem Klavier und ich mit der Tenor-Bambusflöte. Gleich beim ersten Lied hatten wir Probleme mit der Tonart, so dass wir transponieren mussten. Als beim zweiten Lied das gleiche passierte, entschied sich Verena, auf die Querflöte umzusteigen.

Und endlich war der 13. Dezember da. Sieben Kinder zwischen 5 und 9 Jahren und vier Mütter kamen. Die Kopien mit Text und Noten standen bereit. Erstes Lied: die Kinder schrieen mehr als dass sie sangen. Die Querflöte klang jetzt so laut, dass meine Tenorflöte gar nicht zu hören war. Zweites Lied: die Kinder sangen etwas gemäßigter, meine Flöte war weiterhin sehr leise. Drittes Lied... da fand ein 9 jähriger die kleine Lerngitarre vom Hauskind und zupfte ein paar Noten aus "Kling, Glöckchen". Ja, das klang super: Lasst uns alle mitsingen!

Und genau das was nicht vorbereitet war, wurde der Knaller. Die Kinder übernahmen die Initiative. Arvid nahm die Gitarre, Daniel meine Tenorflöte, Paul die Triangel, Ferenz, Karel, Jonas und Nick die verschiedenen Percussions-Instrumente, die zu Verfügung standen, wie Tamburin, Maracas, usw. Es blieb mangels Textkenntnisse bei der ersten Strophe, aber die wurde dann mehrmals wiederholt, aus purer Freude. Das Ziel war erreicht: unsere Kinder musizierten aus eigenem Willen und unter eigener Leitung. Wir sangen mit und es machte allen Spaß.

Und wenn ich ein schönes Stück auf der Tenorflöte spielen will, so dass man es auch richtig hören kann, dann musiziere ich im Ensemble mit Ursula, Gerhardt und anderen immer am Mittwoch Nachtmittag, das ganze Jahr hindurch.

Blanca Murillo

 

 

Lateinamerikanische Weihnachtsmusik

Bei den zwei Auftritten in der Golgatha- und Zionskirche waren wir Bambusflötenspielerinnen nicht die einzigen, die auf selbstgebauten Instrumenten musizierten. Augusto Castro spielte die Musik aus den Anden auf seinem handgefertigten Charango und begleitete uns bei den Melodien aus Venezuela auf seinem eigenen landestypischen Cuatro, einem gitarrenähnlichen Instrument mit nur 4 Saiten.
So sprang der klangliche Funke erst recht auf die Zuhörer über und wir bekamen viel Applaus, eine stattliche Kollekte für SOS-Kinderdörfer mit dem Schwerpunkt Kinder auf der Flucht und die Anfrage, im nächsten Jahr wiederum beim Benefizkonzert mitzumachen. Mit Vergnügen!

Ursula Rothen

 

 

 

Berlin-Güstrow-Trio

Nach der Probe für zwei Auftritte in Rostock am 28.6. im 10 Uhr Gottesdienst der Nikolaikirche und zur ökumenischen Andacht um 15.30 Uhr im Weidendom auf dem ehemaligen BUGA-Gelände nahmen wir am 14. Juni, 15.30 Uhr das Engagement zu einem Konzert mit Lesung im offenen "Ostgarten" in Weißensee in der Nähe des jüdischen Friedhofes wahr. Wir suchten im naturnahen Hofgarten des Mehrfamilienhauses, der die Grundform eines Klostergartens hat, einen geeigneten Platz, damit die zahlreichen Gäste unser Programm mit Lyrik der Polnisch-jüdischen Nobelpreisträgerin für Literatur Wislawa Szymbanka und Triomusik von jedem Platz aus genießen konnten. In der schönen Anlage wachsen auf 250 qm einjährige Sommerblumen, Rosen, Stauden, Obst, Gemüse und Kräuter. Hochbeete aus alten Ziegeln und Steinen geben dem Garten Struktur und Höhe. Mehrere Sitzplätze laden zum Verweilen ein, umgeben von Pflanztöpfen und grüner Umfriedung. Der Garten wurde 2011 von der Grünen Liga Berlin prämiert. Ein wahrlich idyllischer Ort mit einem dankbaren Publikum.

Vielen Dank an Birgit Schaub, die den Weidendom-Auftritt koordinierte, an Frieda Hartmann für das eindrucksvolle Vortragen der Gedichte und die Stadtführung durch die "Studentenstadt" Rostock nahe der erfrischenden Ostsee.

Am 12. 12. 2015 sind um 16 Uhr in der Golgatha-Kirche Berlin-Mitte Bambusflöten im Rahmen des Benefizkonzertes für SOS- Kinderdörfer nebst Chor- und Instrumentalmusik zu hören.

Ursula Rothen

 

 

Märchenhafte Wort- und Flötenspiele am Musikalischen Panke-Parcours 2015

Am Samstag 12.9. dem Tag des Offenen Denkmals konnten wir nach der Kuckucksflötenwerkstatt im Hof - dank tatkräftiger Hilfe von Gerhard Kiesler - und der Mitmachmusik mit dem Berliner Kinder- Erwachsenenensemble im Foyer eine Märchenstunde mit Flötenklängen gestalten. Im hochherrschaftlichen Saal vom Luisenbad, der für uns jeweils während der Berliner Märchentage ein ganz besonderer Erzählort ist, erzählten Blanca Murillo und ich Märchen, die Martina Letz mit der Bambusflöte begleitete.
Da im Wedding auch Kinder und Erwachsene mit Migrationshintergrund zuhören, ließen wir verschiedene Sprachen in unser Erzählen einfließen. Once upon a time, il était une fois, eracé una vez - eine Mutter sagte das Gleiche auf Türkisch -. So erklangen unsere Geschichten vom Glücksvogel und der Elster, dem Fuchs und dem Triel (La urraca, el zorro y el alcaraván) und Martina ergänzte die Stimmung auf wunderbare Art mit ihrer Flöte.

Brigitte Schaller

Über unseren Auftrittsort, den wir am sonnigen Spätsommertag von 14-19 Uhr bespielten stand im Programmheft des KiezKlang-Teams:

"Die Bibliothek am Luisenbad, Travemünderstr. 2 befindet sich seit 1995 an diesem Standort nahe der Badstraße und wird als architektonisches Juwel im Ortsteil Wedding angesehen, das sich durch Transparenz und eine luftige, lichtdurchflutete Atmosphäre auszeichnet. Hier können Sie an zahlreich vorhandenen Tischen -im Sommer auch im Lesegarten- Platz nehmen und arbeiten oder lesen."

Herzlich Willkommen am 13.11.2015 18.00 Uhr zu Märchen und Musik im Puttensaal.

Wie im vorderen Orient ein Töpfchen einem armen Mädchen Glück und Reichtum beschert erzählt u.a. Brigitte Schaller. Dazu erklingt märchenhafte Musik für Bambusflötenensemble unter der Leitung von Ursula Rothen Kern.
Das Motto der 26. Berliner Märchentage, die vom 5. bis 22. November stattfinden, lautet: "Von Karawanen, Wüsten und Oasen- Märchen und Geschichten aus der arabischen Welt".

 

 

Hier werden nicht nur die Flötentöne beigebracht

Bambusflötenbau bei Martina Letz

Kaum zu glauben, aber jeder kann eine Flöte selbst bauen. Es braucht keine besondere Vorbildung, Lust zum kreativen Schaffen und ein bisschen Geduld genügen. Ungefähr zwei Tage dauert es, und ein schnödes Bambusrohr wird unter Anleitung von Martina Letz in eine wohlklingende Flöte verwandelt. Die erfahrene Flöten-und Klavierlehrerin war schon lange am Flötenbau interessiert. Vor drei Jahren eröffnete sich dann endlich für sie die Möglichkeit, diese Zusatzqualifikation zu erwerben.
Der Bambusflötenbau hat Geschichte. Er geht auf die Londoner Lehrerin Margret James zurück. Sie arbeitete zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Slums und wollte, dass ihre Schüler mittels eines Instruments auch praktischen Musikunterricht bekommen. Ab 1928 entwickelte sie das Bauen und Spielen von Bambusflöten. Dies war der Beginn der Bambusflötenbewegung, die sich später und bis heute Bambusflötengilde nennt. Sie ist in Europa, Japan und Amerika vertreten.
Aus Bambus lassen sich Tenorflöten, Sopranflöten und Altflöten bauen, je nach Dicke und Größe des verwendeten Bambusrohrs. übrigens, den Bambus besorgt Martina Letz im Baumarkt oder im Dekorationsgeschäft. Ursprünglich stammt er aus Indien, Sri Lanka und China.

Der erste Arbeitsschritt beim Flötenbau besteht in der Auswahl eines geeigneten Bambusstückes. Dann müssen die Knoten des Rohres durchbohrt werden. Hierbei sind Kraft und Geduld erforderlich, denn Bambus ist ein sehr harter Werkstoff. Anschließend wird mit Handbohrer, Feilen und einer kleinen Säge weitergearbeitet. Dabei ist das Bohren der Löcher etwas ganz Besonderes meint M.Letz, denn im Prozess der Abstimmung und überprüfung der Tonhöhe wird die Flöte ihrem Erbauer immer vertrauter. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Vorgang des Flötenbaus relativ entspannend, fast schon meditativ ist. Am Ende hält man dann seine Flöte in der Hand und empfindet die Art von Befriedigung, die sich nur nach handwerklichem Tun einstellt. Dann folgt die kreative Seite dieser Arbeit. Ganz nach Belieben kann das Instrument mit Farben und Motiven verziert werden.
Mit den Bambusflöten kann ebenso nach Noten gespielt werden wie mit einer traditionellen Flöte. Der Unterschied beider Flöten liegt einzig darin, dass die Bambusflöte aus einem Stück ist.
Es gibt beim Flötenbau ein großes Spektrum an Instrumenten. So entstehen durch unterschiedlich angeordnete Löcher Flöten mit ganz eigener Tongebung bzw. individueller Tonleiter.
Auch Obertonflöten und Einhandflöten kann man selbst bauen. Zur Erklärung, bei der Obertonflöte werden die Obertöne überblasen. Mit ihr lässt es sich nicht nach Noten spielen, jedoch eignet sie sich gut zum Improvisieren.
Einhandflöten stammen aus dem Mittelalter. Es gab damals Musikanten, die über der Schulter eine Trommel trugen, die sie mit einer Hand betätigten, mit der anderen Hand spielten sie auf einer Flöte mit drei Löchern, der Einhandflöte.
Für Kinder gibt es außerdem spezielle Flöten, wie zum Beispiel die Lotusflöten, bei denen durch Ziehen eines Stabs der Ton moduliert wird, es können Kuckucksflöten gebaut werden, die wie die Vogelstimme klingen oder die sogenannte "Sambagurke", ein perkussives Instrument, das die Form einer Gurke hat. Der weiche Klang einer Bambusflöte passt als Begleitung gut zu Saiteninstrumenten oder Trommeln. Auch das Zusammenspiel mehrerer Bambusflöten hört sich schön an. Dies ist dann auch ein toller Abschluss, wenn alle auf ihren selbstgebauten Flöten spielen.

Info : Martina Letz Tel. 832 62 23 oder E-Mail: letzmartina@yahoo.de

Christine Sugg

 

 

Die Bambusflöten-Wander-Wohlfühltage in der Zisterzenserinnenabtei Oberschönenfeld vom 3.-7.6.2015

 

In der wunderschönen, großzügigen Abtei, umgeben von Wäldern, Feldern und einem reizvollen See, in dem sich Kirche und Bäume spiegeln, verbrachten wir, 15 Teilnehmer(innen), wie ich fand, wahre Wonnetage (um das altmodische Wort zu gebrauchen).

Für mich als Quereinsteigerin, die mehr als 20 Jahre keine Flöte in der Hand hatte, waren diese Tage gerade zu paradiesisch.

Tänze und Liebeslieder aus dem Mittelalter und der Renaissance, Volkslieder aus österreich, Deutschland, der Schweiz, Israel, Trinidad, bis zur Muppet-Show waren unser breites musikalisches Spektrum.
Besonders beeindruckend für mich waren die Lebendigkeit, die Lebensfreude und Dynamik, die von dieser Gruppe ausgingen.
Das Wandern kam diesmal ein bißchen zu kurz, da die Hitze doch eher zum Verweilen am See oder in den ehrwürdigen Klostermauern einlud.
Dafür waren die geselligen Abende mit interessanten Gesprächen, Knabbereien, Sprudel oder einem Gläschen Wein, sehr wohltuend.


Zum Abschluss durften wir in dem wunderbaren, modernen, kreisrunden Meditationsraum ein kleines Abschluss-Konzert geben in Anwesenheit einiger Gäste und Schwestern.

Ich freue mich jetzt schon auf die Bambusflöten-Wandertage im nächsten Jahr !
Möge uns der liebe Gott Gesundheit und Lebensfreude erhalten.
Auf ein Wiedersehen und vielleicht neu kennenlernen freue ich mich.

Herzlichst Martina



Etwas abgekühlt, wortwörtlich gemeint, denke ich gerne an die heißen Musiziertage in Oberschönenfeld zurück. Wir haben viele neue Flötenstücke kennen gelernt und es wurde eifrig daran gearbeitet. Dass ich meine mitgebrachten Tänze (für Flöten und Gitarre) auch selbst dirigieren sollte, war nahe liegend, allerdings hatte ich nicht damit gerechnet. So war's für mich ein "bissl" eine Herausforderung, aber miteinander und mit bestem Willen von allen haben wir gut musiziert und es hat Spaß gemacht! Annemarie Wild aus der Schweiz hat mich tatkräftig unterstützt - sie hat die Gitarrenstimme übernommen. Als Abschluss gelang uns noch eine Musizierstunde in der Medidationskapelle des Klosters, bei dem auch einige Nonnen und Besucherinnen zuhörten. Sehr überrascht waren sie, als sie vom Selbstbau unserer Flöten erfuhren.

Ich danke allen, besonders Ilse und Dieter für das Gemeinschaftliche in diesen Tagen, das hat so viel zu meinem Wohlgefühl beigetragen!

Waltraut Nobis / Graz

weitere Photos

 



Nicht vergessen:
Die Anmeldung zum Internationalen Kurs 2016 ist bis spätestens am 20.12. 2015 an regina.ruegger@bambusfloete.ch zu schicken.
Der Kurs findet vom 31. Juli -7. August 2016 in Immensee statt.
Informationen und die Anmeldeformulare sind auf der Internetseite www.bambusfloete.ch zu finden.

 

 

 

Wie könnte die Überschrift zu folgender Abbildung lauten?



Wer dem Titel am nächsten kommt, gewinnt eine Bambusflöten-CD.

Lösung bis spätestens zum 15. September 2015 einsenden an Bambusgilde in Deutschland e.V., Brunnenstr. 35, 10115 Berlin oder direkt im Kontaktformular auf dieser Internetseite.



 

In Augsburg geht es weiter

 

Im letzten Jahr sind viele neue Flöten an der Rudolf-Steiner-Schule in Augsburg (Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) entstanden. 10 Kollegen zeigten großes Interesse, eine Flöte zu bauen. 6 Sopran- und 4 Tenorflöten sind bis zu den Sommerferien fertig geworden und haben jeden einzelnen überrascht, wie schön sie klingen. Eine Teilnehmerin, die versiert Flöte spielt, kümmert sich darum, Gelegenheiten im Schulalltag zu finden, an denen die neuen Flöten eingesetzt werden können. Bei den häufigen Schulfeierlichkeiten ist dies sehr willkommen.
Eine weitere 2. Klasse hat das Bambusflöten-Projekt begonnen: wiederum bauten die Eltern mit großer Begeisterung die Grundflöte (Mundstück, nicht gestimmte Flöte ohne Löcher) für ihr Kind. Die Lehrerin, die vor 2 Jahren ihre erst Flöte gebaut hat, spielt und übt regelmäßig mit den Schülern. Sie beschreibt, wie stolz jeder Schüler auf sein eigenes Instrument ist und wie gut es tut, dass jeder sich daran im Hören und Blasen einzeln übt. In den Weihnachtsferien stimmte ich die Flöten, auf den gemeinsamen Grundton ab. Dabei heftete ich das abgesägte Stück provisorisch wieder an, damit die Kinder die Wirkung der Verkürzung erleben und erproben können. So geht das fleißige üben jetzt weiter.
In der 4. Klasse konnte ich nun das 4. Loch bohren und auch hier wächst das Können und der Tonumfang allmählich weiter. Dies alles begleite ich aus dem fernen Emshorn bei Hamburg, wo ich seit September 2014 ein Musikstudium begonnen habe. Aber das Ganze kann sich nur fortsetzen dank der großen Begeisterung der beiden Lehrer und ihren Klassenteams, die die vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten durch die Flöten sehen und umsetzen wollen.
Beim Abstimmen der Flöten war ich wieder aufs neuste überrascht, wie doch jede einzelne ihren vollen Ton entfaltet und ein wohlklingendes Instrument wird. Das liegt fundamental und für mich völlig überzeugend an der klaren, übersichtlichen und zielsicheren Bauweise, die Ilse über die vielen Jahre in ihrer Flötenarbeit bis zum Grunde erforscht hat und in ihren Baukursen mit großem Erfolg vermitteln kann. Dir, liebe Ilse, sei an dieser Stelle ganz herzlich dafür gedankt. Ich freue mich und bin so froh, deine überzeugende Bautechnik weitergeben zu dürfen.

Katharina Baiter, Emshorn



Die erste Flöte

 

Als externer Musiklehrer unterrichte ich seit mehreren Jahren in den zweiten Klassen einer Grundschule das Blockflötenspiel im Klassenverband. Immer von neuem stellt sich mir die Frage:
Wie kann man Kinder mit den unterschiedlichsten motorischen und sensorischen Begabungen so zusammenschweißen, dass Musik, dass ein homogener Klassenklang entsteht.
Mir fällt auf, dass die Kinder im Lauf der letzten Jahrzehnte immer tiefer zu singen scheinen und dass gleichzeitig bei vielen Kindern eine "motorische Schulreife" nicht mehr vorausgesetzt werden kann. Wo also anfangen?
Bewegt von diesen Fragen bin ich auf die Bambusflötengilde gestoßen. Unter den erfahrenen Fittichen von Katharina Baiter und Ilse Benning habe ich im Herbst vergangenen Jahres eine halberweiterte Sopranflöte gebaut.
Aha, aus einem Stückchen Baumarktbambus entsteht durch Raspeln und Bohren ein Instrument, dessen wunderbar warmen Klang ich nur zu gerne einmal im Klassenverband hören möchte!
Die Aussicht, dass es eine Flöte gibt, die gemeinsam mit der motorischen Entwicklung der Kinder wächst, lässt mein didaktisches Herz höher schlagen. Dazu kommt, dass die ersten Bambusflötentöne problemlos singbar sind (es überfordert ja schon viele Kinder, ein h' zu singen, einer der ersten Töne einer "normalen" Blockflöte). Auch hier tun sich neue, für die Kinderstimme vielleicht "organischere" Wege auf.
Ich jedenfalls freue mich schon darauf, mit Ilses und Katharinas Hilfe weitere Flöten zu bauen und hoffe, irgendwann in den nächsten Jahren mit meinen Zweitklässlern eigene Flöten bauen zu können.

M.Cordes-Schmid



...wie immer vorweihnächtliche Auftritte im Casa Reha, beim Adventsgottesdienst des katholischen Frauenbundes (der Termin für nächstes Jahr steht schon fest und die Frauen freuen sich auf unser nächstes Programm..) und bei der Vorweihnachtsfeier der Senioren von St. Johannes in Augsburg- Haunstetten. Der Auftritt im Seniorenstift St. Anna musste leider ausfallen, weil unsere Tenor-flötenspielerin erkrankt war. Wir werden diesen aber im Frühling nachholen. Ein neuer Baukurs ist in den Osterferien geplant.

Ilse Benning



Bambusflöten - Chor - Geburtstag in Güstrow

 

Am 6. Januar 2015 traf sich der 1942 von Lotte Schulz ins Leben gerufene Güstrower Bambusflötenchor zu seinem 73. Geburtstag. 22 Frauen und Männer folgten der Einladung ins Gemeindehaus. Beim Kaffeetrinken wurden Erinnerungen wach und anschließend wurden die Flöten ausgepackt um gemeinsam alte Choralsätze zu musizieren. Ab Februar wird es wieder monatliche Treffen des Chores geben.

Birgit Schaub



Auch Holunderholz kann klingen

 

Eigentlich ist es ja nicht in Ordnung, dass sich ein Baumbusflötengildenmitglied an einem anderen Material zum Flötenbauen versucht, ich habe es trotzdem getan. Rein zufällig wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass sich auch aus Holunderholz Flöten anfertigen lassen, die in der Form den Bambusflöten entsprechen und im Klang sehr ähnlich sind. Da ich gern bastele, musste ich das unbedingt ausprobieren. In meiner Jugendzeit wurden ja Pfeifen aus Holunderholz hergestellt- Mark auspolken, schräges Fenster einkerben, abgeflachtes Rundholz einpassen- fertig ist die Pfeife. Erste überraschung: bei stärkerem Holz, wie es für gängige Flöten erforderlich ist, wird das Mark immer dünner, es muss also aufgebohrt werden, da nur ein dünnwandiges Rohr gut klingt. Da das Holz aber nie ganz gerade gewachsen ist, liegt darin die große Schwierigkeit. Nach mehreren untauglichen Versuchen habe ich jetzt eine funktionierende Lösung gefunden: ein Stück 8mm Rundeisen, circa 20 mm lang, wird spitz angeschliffen und dann die Spitze mit drei scharfen Kanten versehen. Auf eine 4 mm Gewindestange geschraubt lässt sich damit der weiche Kern entfernen. Zum Aufbohren verwende ich dann einen Flachholzbohrer, an dem ich vorn ein Führungsrohr befestigt habe, damit folgt der Bohrer immer dem Holundermark, und es lassen sich einigermaßen dünnwandige Rohre herstellen. Nach dem Entfernen der Rinde und dem Glätten entspricht die weitere Bearbeitung dem Bau einer Bambusflöte. Dass Einpassen der Korken ist etwas einfacher, da die Bohrung zylindrisch ist. Das Holz ist fest aber sehr gut zu bearbeiten, es ist sehr feinporig und splittert nicht. Der Klang der bisher von mir gefertigten Flöten ist sehr weich und leiser als eine entsprechende Bambusflöte. Da ich noch kein richtig abgelagertes Holz verwenden konnte gehe ich davon aus, dass sich die Tonlage noch verändern wird, bisher sind aber noch in keinem Fall Risse aufgetreten. Da die Holunderholzflöten doch einigen technischen Aufwand erfordern, passen sie aber leider nicht in das Konzept der Bambusflötenbewegung.
Mit besten Grüßen

Gerhard Kiesler



Berliner Flötenensemble

 

Im Rahmen der 25. Berliner Märchentage spielten wir im Puttensaal der Bibliothek am Luisenbad mit großem Vergnügen Musik der englischen Komponistin Betty Fernley: Arrangements zu den Volksliedern "The little turtle dove" und "Ripest apple" und das verträumte Stück "A reverie", welches besonders gut zu den kleinen Engelsfiguren an der Saaldecke passte. Dazwischen lauschten wir zusammen mit dem zahlreich erschienenen Publikum gespannt den Geschichten vom Faulen Hans und dem Mädchen, welches die Sterne vom Himmel holen wollte und anderen englischen Märchen.
Für die Auftritte im Advent in der Zionskirche und im Seniorenzentrum am Weinberg erarbeiteten wir neben den altbekannten Liedern aus der Quempas-Sammlung die im letzten Gildenbrief veröffentlichte mittelalterliche Weihnachtsmusik und "Dooiwater in een voorjaarstuin" aus dem Heft "Een hollands jaar" von P.D. van der Wateren (Ascolta Music Publishing 776).

Das Neue Jahr begrüßen wir nun saisongerecht mit Sätzen aus der "Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel (Zeitschrift für Spielmusik, Moeck 249) und freuen uns über alt-neue Gesichter in der wöchentlichen Ensemblestunde am Mittwoch 16.45- 18.15 Uhr an der Brunnenstr. 35.

Herzlich willkommen!

Ursula Rothen



 

Liebe Gildenmitglieder,

 

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu mit vielen neuen Bambusflötenkindern und dem erfolgreichen 2. Teil der Prüfung von Martina Letz aus Berlin und Birgit Schaub aus Güstrow.
HERZLICHE GRATULATION !

 

  BirgitundMartina  Zertifikatsfeier

 

 

Erfahrungen machen und teilen / Examen 2. Teil

 

Nachdem wir im Frühjahr und Sommer unsere praktischen Erfahrungen im Bambusflötenbau erweitert und uns noch an einigen übungsflöten versucht hatten und die Hausarbeiten zu unseren Erfahrungen mit der Bambusflöte eingereicht waren, nahmen wir Anlauf auf die letzten beiden Prüfungsteile, die wir am 11. und 12. Oktober 2014 in Berlin ablegten.
Am Samstag mussten wir in jeweils 30 Minuten eine uns fremde Spielgruppe anleiten und ein unbekanntes Spielstück einstudieren. Auch wenn nach der Kürze der Zeit noch kein aufführungs-reifes Ergebnis stand, konnten wir die Begeisterung der Musiker aufgreifen und ein erstes Klang-erlebnis vermitteln. Als Höhepunkt erschien zum Schluss noch ein junger Cellist, der die Bassstimme zum "Reigen der Huftiere" aus dem Heft "Szenen aus dem Zirkus" für Flötentrio und Cello op.186 von Hans Peter Graf übernahm.
Danach lud die Prüfungskommission, bestehend aus der Mentorin Ursula Rothen Kern (Berlin),Ilse Benning (Augsburg) und Hanni Müller Howald (Zollikofen bei Bern) sowie Hospitantin Katharina Baiter (Augsburg/ Hamburg), zu einem ausführlichen Prüfungsgespräch über Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsliteratur, Prinzipien der Gruppenleitung sowie Fragen zu unseren Hausarbeiten ein.
Am Sonntag schloss sich die Bautechnische Prüfung an. In fünf Stunden sollten je eine halb-erweiterte C- bzw. D-Flöte entstehen. Unter diesem Erfolgsdruck zu bauen erwies sich als nicht einfach und so offenbarten die Flöten doch noch einige Mängel. Dennoch konnten wir in der mündlichen Prüfung zur Bautechnik unsere Kenntnisse unter Beweis stellen und erhielten somit am Ende des Prüfungswochenendes unsere Zertifikate. Und wie es meist ist - die Prüfung ist erst der Beginn eines lebenslangen Lernens, und so wurde uns als Aufgabe gestellt, noch die "perfekte Flöte" zu bauen.

Martina Letz und Birgit Schaub

11.-12. Oktober: Prüfungslektionen und als Zugabe Duette: Martina Letz und Birgit Schaub spielten zum Abschluss des Wochenendes überzeugend einige Stücke aus der spieltechnischen Prüfung vom 19. Januar 2014
"Ich sage ade", Anonymus, 16. Jahrhundert, aus der Sonate von Charles Buterne, 1750, Allegro, Giga und "Café au lait Rag" von Uwe Heger, 2002.
Hoffnungsvoll hörten wir den wundervollen Bambusflöten zu. Mit Bravour wurden die Prüfungen bestanden. BRAVO! Auf dass noch mehr Musiker dieses schöne Instrument kennen lernen und bauen möchten.

Christian Kern

 

 

Bambusflöten erklingen wie alle Jahre in Rahmen der 25. Berliner Märchentage:

 

ONCE UPON A TIME - Märchen und Geschichten aus dem Vereinigten Königreich

Für Kinder von 3-5 Jahren am Montag, 10.11. 10.00 Uhr
in der Stadtteilbibliothek Kladow, Sakrower Landstr. 2, 14089 Berlin

"DIE STERNE AM HIMMEL"
Was ein kleines Mädchen anstellt, um die Sterne vom Himmel zu holen, und wie drei kleine Schweinchen Häuser bauen und den Wolf bezwingen, davon erzählt Brigitte Schaller.
45 min, Eintritt: frei, Voranmeldung erforderlich (Tel. 030 - 81 61 58 89)

Für Menschen von 3-99 Jahren am Freitag, 14.11. 18.00 Uhr
in der Bibliothek am Luisenbad, Travemünder Str. 2, 13357 Berlin

"MäRCHEN UND MUSIK"
Klaudio erzählt das Märchen vom Faulen Hans und Brigitte Schaller unter anderem vom Mädchen, das die Sterne vom Himmel holen wollte. Dazu erklingt Musik aus Großbritannien gespielt vom Bambusflötenensemble unter der Leitung von Ursula Rothen Kern.
60 min, Eintritt: frei, Spenden erbeten, Voranmeldung erwünscht (Tel. 030- 901 84 56 10)

Zudem spielen wir am 30. November, 1. Advent 10.00 Uhr beim Familiengottesdienst im wunderschönen Klangraum der Zionskirche in Berlin-Mitte zusammen mit dem Kinderchor und der Streichergruppe unter der Leitung von Susanne Blachny.
Herzliche Einladung!

Das Berliner Bambusflötenensemble

 

 

In eigener Sache

 

Der neue Gildenflyer ist gedruckt: ab sofort können sich Neuinteressierte im Faltblatt über unsere Arbeit informieren und durch den Beitritt zur Bambusflötengilde in Deutschland e.V. unter anderem den Unterricht mit Kindern, die Ausbildung neuer Lehrkräfte unterstützen und mit dem Gildenbrief Stücke aus der Bambusflötenliteratur erhalten.
Vielen Dank im Voraus für euren Beitrag zur Verbreitung der Bambusflötenmusik.

Ursula Rothen

 

 

 

Aktivitäten in Augsburg

 

Am 10. Februar im Pauline-Fischer-Haus , 28. April im Hospitalstift und 27. Mai im Sparkasse-Altenheim waren Ilse Benning (Sopran), Christiane Schiller (Alt), Dieter Benning (Tenor), Hermine Pfadler (Bass) und Marianne Rogall (Bass und Texte) mit dem Programm Musik für Bambusflöten und Texte von Heinz Erhard zu hören. Am 16. März spielten Ilse Benning (Sopran), Ursula Baer (Alt), Katharina Baiter (Tenor) und Norbert Rehm (Bass) an der Vernissage der Ausstellung "Aspekte der Aquarellmalerei" in der Schwäbischen Galerie im Volkskundemuseum Oberschönenfeld. In der Rudolf-Steiner-Schule bot Katharina Baiter im Rahmen des Fortbildungsprojektes für Kollegen als künstlerische Arbeitsgruppe einen Flötenbaukurs an. 10 Interessierte machten sich an die Arbeit und das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. 6 Sopran- und 4 Tenorflöten bedeuten viel Arbeit für Katharina und stoßen auf viel Begeisterung bei den Teilnehmern.

Ilse Benning

 

 

Viel Bewegung in Augsburg

 

Zu den Sommerferien werden die ersten Sopranflöten fertig. Wir haben sie im Herbst 2012 begonnen: 3 Schülerinnen und ein Schüler aus den Klassen 6 und 7, zwei davon mit Trisomie 21. Jetzt sind alle Löcher gebohrt. Der Stolz auf die eigene Flöte, die von vielen sehr bewundert wird, ist riesengroß. Einmal pro Woche, jeweils freitags in der Früh, haben wir uns zum Spielen und Bauen getroffen und übten zweistimmige Lieder aus dem selbst zusammengestellten Liederheft, die wir dann im großen Morgenkreis vor der ganzen Schulgemeinschaft vortrugen. Das Notenlesen fiel dem Schüler am leichtesten und der positive Anklang und Wohlklang beim Vorspielen war groß! In der jetzigen 3. Klasse sind die Schülerflöten bis zum "Fa" gebaut. Es zeigt sich immer mehr, wer mit der Feinmotorik der Finger doch allmählich an seine Grenzen gelangt - wir sind hier in der Heilpädagogik - aber der Weg in die Zweistimmigkeit bahnt sich auch hier an. Es werden nicht alle Kinder ihre Flöte weiterbauen, aber trotzdem eine eigene Stimme spielen können. Hier wird nun der Klassenlehrer, der von Anfang an mit großer Begeisterung dieses Projekt begleitet und aktiv unterstützt hat, mit meiner Assistenz von außen den Weg weitergehen. Die kommende 2. Klasse wünscht, sich im November ebenfalls - mit Hilfe der Eltern - auf die Abenteuerreise mit der Bambusflöte zu begeben. Auch in meiner Kollegenschaft ist die erste Flötengeneration entstanden: 10 KollegInnen haben seit dem Frühjahr an 3 Abenden und einem ganzen Tag, unter Ilses und meiner Anleitung ihre eigenen Flöten gebaut, 4 Tenöre und 6 Soprane sind entstanden. Der nächste Schritt ist nun, regelmäßig darauf zu spielen, was voraussichtlich in Ilses Regie liegen wird, da ich mich für einige Zeit nach Hamburg zu neuen Gefilden aufmachen werde. Aber auch diese meine Reise wird wieder in Augsburg enden, um hier der Bambusflöten-Bewegung mit frischer Brise viele neue Klänge und Töne zu entlocken!

Katharina Baiter, Rudolf-Steiner-Schule Augsburg

 

 

Berlin

 

Musizierstunde Am 9. Juli um 15.00 Uhr war es endlich wieder so weit: der alljährliche Musiziernachmittag in den Unterrichtsräumen an der Brunnenstraße 35 nahm seinen Anfang. Kinder, Jugendliche und erwachsene Schüler stellten ihr Können auf Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass-, gedacktem Kontratenor- und Bambusquerflöten unter Beweis. Als Gastmusiker begleiteten der peruanische Gitarrist David Sandoval und ich auf der Snare einige Vortragsstücke. Ich war erstaunt über die Disziplin und Spielfreudigkeit der vielen Schüler. Nach dem "offiziellen" Ende stürzten sich vor allem die Kinder auf das Buffet und veranstalteten anschließend mit vollem Magen eine Jamsession. Das Erwachsenenensemble ließ sich nicht lumpen und eiferte den Jüngeren nach, um für Erntedank in der Zionskirche und die Berliner Märchentage im Herbst fit zu sein. Das Treffen wurde mit einem abrupten Paukenschlag vom Himmel gekrönt.

Christian Kern

 

 

Flöten- Wander- Wohlfühltage 18.-22.06. 2014 im Kolping-Tagungshaus Reimlingen >> Photos (.doc)

 

 

Zum 10-jährigen Jubiläum der Flöten-Wander-Wohlfühltag

Bereits 10 Jahre sind es her
da sind ohn' größeres Malheur
die Flöten-Wander-Wohlfühlwochen
aus Ilses Phantasie gekrochen.
Und durch ihr Walten und ihr Schalten
da haben sie sich auch erhalten.
Ja sie entwickelten sich fort,
gewechselt wurde nur der Ort,
vergrößert hat sich die Vernetzung
und nebenbei auch die Besetzung.
Es kamen Neue und die Alten-
der Wohlfühlfaktor blieb erhalten,
und das an jedem neuen Platz.
Es strömt aus Ilses Notenschatz,
es wird gespielt, geübt, gesungen,
gewürzt durch tolle Wanderungen.
Man probt mit Ernst und auch mit Freude
Und findet lauter nette Leute.
So sei's auf viele Jahre noch!
Und Ilse lebe Hoch! Hoch! Hoch!

Beatrix Moos

 

Zum zehnjährigen Jubiläum der Flöten-Wander-Wohlfühltage wurde in diesem Jahr nach Reimlingen eingeladen. Trotz der etwas aufwändigen Anreise aus Berlin war ich doch seit meiner ersten Teilnahme an dieser Veranstaltung vor fünf Jahren jedes Jahr dabei, immer war es ein schönes Erlebnis. Das Spielen in der größeren Gruppe- am Ende mit 15 Teilnehmern- bringt andere Anforderungen aber auch anderer Erlebnisse, wenn z.B. das doppelchörige Spiel mal richtig klappt, für mich war das schon eine echte Herausforderung. In unserer kleinen Gruppe in Berlin ist es einfacher, sich in Tonhöhe und Rhythmus den Mitspielern anzupassen.
Aus Anlass des Jubiläums wurden wir mit einem lustigen literarisch-musikalischen Programm der Dienstagsgruppe aus Augsburg unterhalten, es gab viel zu lachen und viel zu schwatzen in abendlicher Runde bei einem Gläschen Wein, ich denke es hat Allen viel Spaß gemacht.
Das Treffen war ja diesmal gleichzeitig als Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung ausgeschrieben, in der Mitgliederversammlung konnten alle Protokollpunkte konstruktiv und zügig abgearbeitet werden.
Die von Dieter Benning exzellent vorbereiteten Ausflüge und seine sachkundigen Erläuterungen waren für mich ein besonderes Erlebnis. Das Tagungshaus liegt im Nördlinger Ries, dem Einschlagskrater eines Meteoriten, der vor 14 Millionen Jahren hier die Landschaft verwüstet hat. Im frühen Mittelalter war die Gegend das Stammland der Stauffer, viele Klöster und Burgen auf den Hügeln am Rande des Kraters zeugen noch von dieser Zeit. Der Ausflug zur Burgruine Niederhaus - der Name täuscht, sie liegt auf einem Berg- gestaltete sich fast zu einer anspruchsvollen Klettertour, aber alle haben ihn gut überstanden. Vom Burgberg aus wies uns Dieter auf ein Denkmal auf dem nahe gelegenen Albuch-Hügel hin, hier wurde während des 30-jährigen Krieges eine bedeutende Schlacht geschlagen.
Die Stadt Nördlingen mit ihrem wunderbar erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern haben wir uns von der Stadtmauer aus angesehen, ich konnte sie dann noch auf der Rückreise für mehrere Stunden genießen, einschließlich eines herrlichen Rundblicks über die Stadt und den gesamten Ries- Krater vom Daniel, dem Kirchturm der Sankt- Peterskirche aus.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle an der Organisation der Veranstaltung Beteiligten - ich würde mich freuen, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu können.

Gerhard Kiesler

 

 

Bericht von der Mitgliederversammlung am 21.6.2014

 

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand im Rahmen der "Flöten-Wander-Wohlfühl-Tage" in Reimlingen statt. An der Sitzung nahmen 13 Mitglieder teil.
Bei der Mitgliederversammlung wurde Ilse Benning erneut als 1. Kassiererin gewählt.
Katharina Baiter wurde als ihre Vertreterin gewählt und als kommissarische Beisitzerin benannt. Elisabeth Hämer wurde erneut als Schriftführerin gewählt.
Die nächste Mitgliederversammlung findet voraussichtlich beim internationalen Kurs in der Schweiz (31.7.-7.8.16) statt. Alternativ wurde der 1. Oktobersonntag 2016 in Berlin ins Auge gefasst.

Elisabeth Hämer




Musik auf Bambusflöten und Texte von Heinz Erhard

 

Es musizieren:
Ilse Benning S

Christiane Schiller A

Dieter Benning T

Hermine Pfadler Bass

Marianne Rogall B und Texte


am

10.02.2014 im Pauline-Fischer-Haus

am 28.04.2014 im Hospitalstift

am 27.05.2014 im Sparkasse-Altenheim

 

 

am 16.03.2014

 

Musikalische Umrahmung der Vernissage zur Ausstellung

"Aspekte der Aquarellmalerei"

in der Schwäbischen Galerie im Volkskundemuseum Oberschönenfeld


Auf Bambusflöten musizieren:

Ilse Benning S

Ursula Baer A

Katharina Baiter T

Norbert Rehm B



Die Flöten wollen "begriffen" sein / Examen 1. Teil

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Nachdem wir nach sechs Wochenend-Treffen bei Ursula Rothen Kern in Berlin und anderthalb Jahren Bautätigkeit einen ganzen Satz spielbereiter Flöten unser Eigen nennen können, trafen wir uns im Oktober 2013 zum Notensichten und Proben, und die Zeit der intensiven Prüfungsvorbereitung begann. Insbesondere die saubere Intonation und die bei jeder Flöte zum Teil unterschiedlichen Griffe waren eine Herausforderung. Aber die intensive Beschäftigung mit den selbstgebauten Bambusflöten brachte uns diese auch viel näher und wir erkannten, dass jede individuell "begriffen" werden möchte. So lernten wir unsere Flöten immer besser kennen und damit auch mehr schätzen.
Schließlich fühlten wir uns bereit und stellten uns am 19. Januar 2014 der Spieltechnischen Prüfung und der Prüfung der musikalischen Allgemeinbildung im Rahmen der Ausbildung für Lehrkräfte für Bambusflötenbau und -spiel. Mit einem abwechslungsreichen Prüfungs-programm quer durch die Musikepochen und Stile, angefangen bei Stücken aus dem 16. Jahrhundert über eine Sonata von Charles Buterne, Folklore aus China, Chile, Israel, Schottland bis hin zu modernen Kompositionen von Truus Siddré, Bernard Reichel und Jacques Vivant, wobei wir uns größtenteils abwechselnd auf Flöten, Klavier oder Trommel begleiteten, konnten wir unsere Prüfungskommission, bestehend aus Ursula Rothen Kern (Berlin) und Michael Stedman (Pinneberg), überzeugen. Dank unserer musikalischen Vorkenntnisse bewegten wir uns auch auf musiktheoretischem Terrain einigermaßen sicher durchs Melodie- und Rhythmusdiktat, Intervalle und Tonleitern, kleine Improvisationen und Variationen und das Blattspiel. Nun gehen wir mit frischem Mut an die noch ausstehenden Prüfungsteile, die wir voraussichtlich im Oktober dieses Jahres abschließen möchten. Also: Fortsetzung folgt.

Martina Letz und Birgit Schaub

Notenbeilage

Eine der Aufgaben des Harmonie- und Kompositionskurses mit Renilde Duif in Baarlo war die Vertonung eines Gedichtes von Annemarie de Waard.
Der englische Text lautet:

Pain is a song for those who understand
guiding principle for a symphonie
and finally merges into the breathing rhythm
a perfect melody.
Detachment,
harmony.

Als erstes habe ich eine Melodie zum Text komponiert, wobei die zwei letzten Worte - um die musikalische Form zu bewahren- wiederholt werden. Danach bestimmte ich die Harmoniefolge und stellte zum Schluss den "breathing rhythm" im Bass mit einem Rhythmus dar, in Anlehnung an die schon vorhandene Melodiestimme.
Hier sind nun zwei Versionen für erweiterte Altflöte, d-Tenor und Bass oder erweiterte Altflöte, c-Tenor und Bass.
Viel Vergnügen beim Musizieren wünscht

Ursula Rothen






Bambusflöten bei den Berliner Märchentagen in der Presse: Lausitzer Rundschau



Herbst/Winter 2013 in Augsburg

Auch bei uns hat sich wieder einiges getan im "Schwabenländle", hier ein kleiner Bericht über unsere Aktivitäten.

Im November wurde unser Bambusflötenquartett von der ehemaligen Leiterin des Gesundheitsamtes Aichach gebeten, ihren Vortrag "über das älterwerden" musikalisch zu untermalen. Der Auftritt vor ca. 60 Personen wurde ein voller Erfolg, die Gäste im Versammlungslokal des TSV Aichach spendeten viel Beifall für unser buntes Programm, das wir ausgewählt hatten, und wir waren stolz auf unseren Auftritt.

Die nächsten musikalischen Darbietungen fanden in zwei Seniorenheimen statt, wo wir versuchten, den Bewohnern die Zeit des Advents näher zu bringen.

Wir spielten bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder, und zwischendurch lockerten wir das Ganze durch Vortragen von kleinen Gedichten auf. Nicht bei allen Heimbewohnern kam unser musikalischer Vortrag so an, wie wir es uns gewünscht hatten, doch als beim "Stille Nacht..." einige glücklich mit sangen, da wussten wir, es war nicht umsonst gewesen!

Zum Abschluss des Jahres erhielten wir von Katharina Baiter die Einladung zu einem grossen Treffen aller Flötengruppen Augsburgs in der Rudolf-Steiner-Schule.

Katharina und Ilse Benning hatten viele Noten zum gemeinsamen spielen mitgebracht, wir anderen unter anderem Plätzchen und Glühwein. Wir hielten es fast drei Stunden aus, und es war total schön, alle einmal wieder zusammen um sich zu haben.

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit und allen, auch im Norden usw. ein gutes neues Jahr von

Gaby Habermeier



vom 18.06. bis 22.06.2014

10. FWW-Tage mit integrierter Mitgliederversammlung am 21.06. in Reimlingen bei Nördlingen

- es sind 16 Teilnehmer/innen angemeldet (Dieter und Ilse inbegriffen).

Wir freuen uns auf die Tage mit viel Musik, Kultur und Geselligkeit in einem besonders schönen Haus - spontane Anmeldungen wären noch möglich, es sind noch zwei Plätze frei!

Man kann auch nur zur Mitgliederversammlung angereist kommen und ggfs. über Nacht bleiben. Kontakt: 0173 1649083

 

 


Duos für Sopran- und Altbambusflöte und 2 Tenorbambusflöten   duos.mp3



Flöten-Wander-Wohlfühltage vom 29.05. bis 02.06.2013

Die Flöten-Wander-Wohlfühltage sind schon Tradition im Raum Augsburg. In diesem Jahr trafen sich 16 interessierte Bambusflöter-/innen im Kloster Oberschönenfeld. Gerhard kam eigens aus Berlin angereist, Sunna aus österreich und Annemarie aus dem Tessin. Sie hatte ihre Gitarre mitgebracht, mit der sie manche unserer Stücke bereicherte.
Wir waren eine harmonische Gruppe, die intensiv und mit viel Freude an der großen, vielseitigen Auswahl von Stücken arbeitete, von doppelchörigen Werken über Volkslieder, Stücke von Dowland und den Beatles-Song "Yesterday" bis zu israelischen Weisen. Es war ein abwechslungsreiches Programm, das unsere Leiterin Ilse Benning ausgesucht hatte, bei dem jeder etwas nach seinem Geschmack finden konnte. Interessant waren auch die drei Werke, die den Kuckuck zum Thema hatten und die Varianten des Abendliedes "Der Mond ist aufgegangen" von vier verschiedenen Komponisten. Im wahrlich "kühlen Maien" (wie es in einem Lied heißt) konnten wir unsere Herzen mit so viel schöner Musik erwärmen, meinte Annemarie - und dem stimmen wir wohl alle zu!

Sämtliche Flöten von Sopranino bis Kontratenor kamen zum Einsatz, dazu auch Gitarre und verschiedene Percussion - Instrumente aus der Werkstatt von Ilse, vor allem natürlich aus Bambus.
Unterstützt wurde unsere Leiterin von Katharina, die in diesem Sommer die Prüfung zur Bambusflötenlehrerin ablegen wird, und von Annemarie. Elke lud uns zu einer sehr wohltuenden Atem-Meditaion und zum Singen ein, So waren unsere Arbeitszeiten konzentriert, aber auch aufgelockert durch viel Entspannung. Unter Dieter Bennings ortskundiger Führung lernten wir die Schönheit der Westlichen Wälder kennen, die auch bei Regen Körper und Seele gut tat.
Das Zisterzienserkloster Oberschönenfeld war für diese Tage unser zu Hause. Die eindrucksvolle Klosteranlage, die prächtige Barockkirche, in der wir am Samstagvormittag unsere Flöten klingen lassen durften, die liebevoll mit alten Möbeln gestalteten Zimmer, die freundlichen Schwestern, die versuchten, möglichst alle unsere Wünsche zu erfüllen und nicht zuletzt das leckere Essen, zum Teil aus dem eigenen Klostergarten - das alles waren Voraussetzungen, die uns das Wohlfühlen leicht machten.
Für mich waren die Tage in Oberschönenfeld eine wunderbare Zeit, herausgehoben aus dem Alltag, in Gemeinschaft mit lieben Menschen, voller Musik und der Erkenntnis: auch Flöten können singen (vor allem die von Elke)!

Ingrid Gnettner


Herzlichen Glückwunsch

an Katharina Baiter - sie hat zu meiner großen Freude - während des Internationalen Lehrerkurses in Baarlo/NL die Internationale Prüfung zur Lehrerin für Bambusflötenbau und -spiel "excellent" bestanden - es hätte nicht besser gehen können! Sollte ich also ausfallen, ist meine Nachfolge gesichert.... Momentan trete ich aber noch nicht ab. Die regelmäßigen Übungsstunden in vier unterschiedlichen Gruppen haben mit Schulanfang wieder begonnen und die nächsten Flöten-Wander-Wohlfühl-Musiziertage sind geplant.
Sie werden vom Mittwoch, 18. bis Sonntag 22. Juni 2014 in Reimlingen bei Nördlingen stattfinden.
Ich schlage vor, die 2014 wieder fällige Mitgliederversammlung auch dorthin zu verlegen - Samstag/Sonntag, 21./22. Juni in Reimlingen - weil viele Mitglieder dann ja schon da sind.
Ich bitte um Voranmeldung bis zum Jahresende 2013, um die Reservation im Bildungshaus St.Albert vornehmen zu können. Genauere Angaben erfolgen im nächsten Gildenbrief.

Mit herzlichen Grüßen aus Augsburg

Ilse Benning


Baarlo: Internationaler Bambusflötenkurs vom 28.7. - 4.8. 2013

Der Glücksvogel    Der Glücksvogel.mp3

Eine wundervolle Woche mit Bambusflötenklängen vom Morgen bis zum Abend in einem märchenhaften Schloss in den Niederlanden liegt hinter mir, klingt nach und hat mein Leben bereichert.
Vielen herzlichen Dank an die OrganisatorInnen!
Wir haben musikalische Freunde gefunden, uns gefühlt wie eine glückliche Familie, die mit einem "Glücksvogel"- wie im gleichnamigen Märchen - gesegnet ist und freuen uns auf ein Wiedersehen in der Schweiz zum Internationalen Kurs in Immensee vom 31. Juli bis 7. August 2016.

Brigitte Schaller

Infos unter www.bambusfloete.ch und Voranmeldung unter immensee2016@bambusfloete.ch



Berlin

Manchmal nerven sie schon, die kleinen Biester: Jede Flöte, die transportiert werden will, braucht eine Hülle, und da ich gerne mit einer üppigen Auswahl an Blasrohren zum Musizieren anrücke, ist mein persönlicher Bedarf also besonders groß. Nun kann man als Frau ja durchaus zumeist stricken, und ich persönlich tue das auch gern. Gegen Regen nutzen solche handgearbeiteten Hüllen aber wenig. Deswegen machte ich mich zu Beginn des Jahres 2013 erstmals auf die Suche nach dem ultimativen Flötenschutz. Erste Anlaufstelle war für mich als Berlinerin der Laden India Instruments, denn dort verkauft man klasse Bansuris, und die kommen in vielen Größen daher. Doch im Laden gab es nur zylinderförmige Hüllen mit Platz für rund vier Flöten, die dann auch noch beim Transport gegen einander geschlagen hätten, wenn man nicht selbst noch irgendetwas Schützendes eingearbeitet hätte. Die zündende Idee brachte dann ein Aufenthalt in Istanbul. Dort verkauft jedes Musikgeschäft Neys, die ebenfalls in vielen Größen erhältlich sind. Doch nach Taschen forschte ich im ganzen Musikladenviertel Istanbuls vergeblich. Das Problem löste sich schließlich nach der Rückkehr nach Berlin. In der dortigen Adalbertstraße 87 liegt das Orientmusikhaus (betreibt auch Versandhandel), das ich bei der Internetrecherche fand. Dort verkauft man für Neys trapezförmige regendichte Taschen, in die 12 Flöten hineingehen. Man kann sie zum Transport in die Hand nehmen oder über die Schulter hängen. Die Taschen werden extra für den Kreuzberger Laden gefertigt und sind in zwei Größen erhältlich. Meine im Mai 2013 erworbene Tasche, mit der ich sehr zufrieden bin, bietet Platz für alles von der Tinwhistle mit einem Durchmesser von 1,3 Zentimeter bis zur Tenorbambusflöte mit einem Durchmesser von 3,8 Zentimeter. Die Flöten können Längen von 25 bis 85 Zentimeter haben. Sie werden durch zwei Reihen von 2,8 Zentimeter dicken Gummibändern gut gesichert. Tipp: Wer ein anderes Längenformat braucht oder dickere Flöten hat, sollte sich nicht scheuen zu fragen, ob man ihm eine Sonderanfertigung machen kann. Wen es interessiert, der Link lautet: www.orientmusikhaus.de

Ines Körver



Herzliche Einladung in die Bibliothek am Luisenbad


Puttensaal Travemünder Str. 2, 13357 Berlin-Mitte im Rahmen der 24. Berliner Märchentage am Donnerstag, 7.,14. +21. 11. 16.00 Uhr zu

Unanana und der riesige Elefant
Mit den Vorleserinnen von Lesewelt Berlin e.V. tauchen wir in die zauberhafte Märchenwelt des französischsprachigen Afrikas ein. Wir hören Geschichten aus ägypten, Guinea, Kamerun, Nigeria und dem Sudan und lauschen orientalischen und afrikanischen Klängen.
Und am 22.11. (am Tag der Hausmusik!) 18.00 Uhr zu

Märchen und Musik
Wie der Querpfeifenspieler mit Hilfe der Tiere sein Glück macht erzählt Brigitte Schaller und wird begleitet vom Berliner Bambusflötenensemble unter der Leitung von Ursula Rothen Kern. - Ab 5 Jahren, 60 min, Eintritt frei, Kollekte, Voranmeldung unter Tel. 901 86 56 10

Ursula Rothen Kern



Bambusflötenbau im Grünen

Vor einem Jahr lernten wir uns bei Ursula Rothen Kern in Berlin zum Bauen unserer ersten Instrumente kennen. Wir - das sind Martina Letz, Blockflöten- und Klavierlehrerin aus Berlin, und Birgit Schaub, Sonderschullehrerin und nebenberufliche Instrumentallehrerin aus Güstrow/Mecklenburg. Bald entdeckten wir viele Gemeinsamkeiten und beschlossen uns - ermutigt von Ursula - auf den Ausbildungsweg zur Lehrerin für Bambusflötenbau und -spiel zu begeben. Inzwischen konnten wir bei fünf sonntäglichen Bautreffen in Berlin schon einige praktische Erfahrungen sammeln und zahlreiche theoretische Ausführungen verinnerlichen.

Am 17. und 18. Juli trafen wir uns zu einem privaten Intensivworkshop in Güstrow. Bei herrlichem Sommerwetter hatten wir unsere Werkbank im Garten aufgestellt und arbeiteten an einer D-Sopran-Flöte sowie einem F-Bass. Immer wieder boten sich Gelegenheiten um praktische Probleme in konkreten Bausituationen zu klären, z.B. "Wie bekomme ich bei einer Bassflöte den Knoten, der 35 cm vom Rand entfernt ist, durch...?" oder "Wie verschönere ich die D-Flöte, wenn durch Fehlbohrungen der oberen Löcher (die vorhandenen Angaben waren falsch ) diese ein Doppelleben aufweisen?" Wir diskutierten auch über zukünftige Prüfungsfragen und stellten fest, dass uns noch Einiges an Wissen fehlt. Das Fachsimpeln und der Erfahrungsaustausch haben uns sehr gutgetan und neue Motivation für die weitere Ausbildung gegeben.


Martina Letz und Birgit Schaub

 

Flöten-Wander-Wohlfühltage vom 29.05. bis 02.06.2013

Die Flöten-Wander-Wohlfühltage sind schon Tradition im Raum Augsburg. In diesem Jahr trafen sich 16 interessierte Bambusflöter-/innen im Kloster Oberschönenfeld. Gerhard kam eigens aus Berlin angereist, Sunna aus österreich und Annemarie aus dem Tessin. Sie hatte ihre Gitarre mitgebracht, mit der sie manche unserer Stücke bereicherte.
Wir waren eine harmonische Gruppe, die intensiv und mit viel Freude an der großen, vielseitigen Auswahl von Stücken arbeitete, von doppelchörigen Werken über Volkslieder, Stücke von Dowland und den Beatles-Song "Yesterday" bis zu israelischen Weisen. Es war ein abwechslungsreiches Programm, das unsere Leiterin Ilse Benning ausgesucht hatte, bei dem jeder etwas nach seinem Geschmack finden konnte. Interessant waren auch die drei Werke, die den Kuckuck zum Thema hatten und die Varianten des Abendliedes "Der Mond ist aufgegangen" von vier verschiedenen Komponisten. Im wahrlich "kühlen Maien" (wie es in einem Lied heißt) konnten wir unsere Herzen mit so viel schöner Musik erwärmen, meinte Annemarie - und dem stimmen wir wohl alle zu!

Sämtliche Flöten von Sopranino bis Kontratenor kamen zum Einsatz, dazu auch Gitarre und verschiedene Percussion - Instrumente aus der Werkstatt von Ilse, vor allem natürlich aus Bambus.
Unterstützt wurde unsere Leiterin von Katharina, die in diesem Sommer die Prüfung zur Bambusflötenlehrerin ablegen wird, und von Annemarie. Elke lud uns zu einer sehr wohltuenden Atem-Meditaion und zum Singen ein, So waren unsere Arbeitszeiten konzentriert, aber auch aufgelockert durch viel Entspannung. Unter Dieter Bennings ortskundiger Führung lernten wir die Schönheit der Westlichen Wälder kennen, die auch bei Regen Körper und Seele gut tat.
Das Zisterzienserkloster Oberschönenfeld war für diese Tage unser zu Hause. Die eindrucksvolle Klosteranlage, die prächtige Barockkirche, in der wir am Samstagvormittag unsere Flöten klingen lassen durften, die liebevoll mit alten Möbeln gestalteten Zimmer, die freundlichen Schwestern, die versuchten, möglichst alle unsere Wünsche zu erfüllen und nicht zuletzt das leckere Essen, zum Teil aus dem eigenen Klostergarten - das alles waren Voraussetzungen, die uns das Wohlfühlen leicht machten.
Für mich waren die Tage in Oberschönenfeld eine wunderbare Zeit, herausgehoben aus dem Alltag, in Gemeinschaft mit lieben Menschen, voller Musik und der Erkenntnis: auch Flöten können singen (vor allem die von Elke)!


Ingrid Gnettner

Von den Niederlanden über Hessen nach Ägypten

Karin Posthumus schickt uns folgenden Artikel aus "SEKEM Insight", welcher ihren großen Einsatz an einer Waldorfschule im arabischen Raum beschreibt. BesucherInnen sind herzlich willkommen: www.SEKEM-reisen.de oder www.aventerra.de

Loch für Loch

Die Bambusflöten für Schulkinder der SEKEM-Schule werden mit dankbarer Unterstützung eines niederländischen Fördervereins hergestellt. Eveline Schindler, die die Bildungsarbeit SEKEM's durch ihr persönliches Engagement unterstützt, berichtet von der Zusammenarbeit:
Es war wieder einmal meine Neugier, die mich antrieb zu erfahren, warum und weshalb in der SEKEM-Schule Bambusflöten gespielt werden. So lud ich Karin Posthumus ein, welche sich seit vielen Jahren um die Versorgung der Schulkinder mit diesen Flöten sorgt, im März 2012 zu einem Gespräch ein. Dabei erfuhr ich "un-erhörte" Dinge.
Im Jahr 2001 hatte Frau Posthumus an einer ägyptenreise teilgenommen, gemeinsam mit Mitgliedern des holländischen SEKEM-Fördervereins. Natürlich war auch ein Besuch von SEKEM und der Schule vorgesehen gewesen. Dabei wurde ihr eindringlich deutlich: "Hier müssen Flöten hin!" Genauso empfand es ihre Begleiterin Mieke van Asbek, die Vorsitzende des Freundeskreises. Selbstverständlich war sofort klar, dass sie alles daran setzen würde, dass Flöten nach SEKEM kommen würden. Sie sprach mit Angela Hofmann, die den Flötenunterricht an dieser Waldorf-schule eingeführt hatte, und alle waren begeistert von der Idee.
Unterstützt vom niederländischen Verein kommt Karin Posthumus nun bereits seit 9 Jahren einmal im Jahr nach SEKEM und baut mit den Lehrern Bambusflöten für die Schulkinder. Viele von ihnen könnten sich selbst ohne diesen Einsatz niemals eine Flöte leisten. Diese werden nicht nur gebaut sondern auch instand gehalten. Manch eine fällt auf den harten Boden und bekommt einen Riss oder die Korken werden feucht und müssen ersetzt werden. Da wird gesägt, geschnitten, gefeilt, gebohrt, gebunden und geleimt bis jede Flöte schöne Töne von sich gibt. Die Werklehrer der Schule sind an diesen Arbeiten beteiligt und sind so nach und nach Spezialisten im Bauen und Reparieren von Bambusflöten geworden.
[...]
In der SEKEM-Schule wird durchwegs die Sopranflöte gespielt. Ein Fenster und sieben Löcher bilden die Grundlage für feine Töne. Die Bambusflöte ist weder schrill noch laut. Die Kunst besteht darin, der Flöte mit leisem Blasen den Ton zu entlocken. Dies fällt den Kindern oft schwer, weshalb ihnen die Flöte anfänglich noch ohne Loch angeboten und nur das Blasen geübt wird. Nach einer Weile wird das erste Loch gebohrt. Wenn die Kinder den Umgang beherrschen wird das zweite gebohrt. So wächst das Können Loch für Loch: Die Lehrer lernen dabei sogar mit, denn auch ihnen ist der produktive Umgang mit Musik oft noch fremd. Sie lernen ebenfalls Schritt für Schritt, sie Lernen Rhythmus, Takt und Tonhöhen unterscheiden. Wenn zum Schuljahresbeginn neue, junge Lehrer eingearbeitet werden müssen, verlangt das oft Geduld und Energie. Gespielt wird mit "Seele, nicht mit Körpereinsatz", betont Karin Posthumus. Eine wichtige Methode dabei ist: zuerst wird gesungen, was später auf der Flöte gespielt werden soll.
Es ist für die SEKEM-Schule eine Wohltat, das Geschenk der Bambusflöte jedes Jahr aufs Neue entgegennehmen zu dürfen. Daher sei an dieser Stelle den niederländischen Freunden herzlich gedankt. Wir hoffen, dass Karin Posthumus noch lange mit voll gepacktem Koffer zur Schule kommen und ihr Können und Wissen an die Lehrer und Kinder weitergeben wird.


Evelyne Schindler


Die Bambusflöte an der Rudolf-Steiner-Schule

Seit September 2012 baue ich mit 4 Schülerinnen und Schüler aus der 5. und 6 Klasse der Rudolf-Steiner-Schule die Bambusflöte. Ich bin an diesem privaten Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung als Musiktherapeutin und als Musiklehrerin seit 12 Jahren tätig. Durch meinen Neffen aus Bern habe ich vor ca. 9 Jahren die Bambusflöte kennen gelernt mit der pädagogischen Idee dahinter, sie selber zu bauen und spielen zu lernen. Mir machte dies damals schon total Sinn, das Instrument auch gerade in meinem Tätigkeitsfeld der Heilpädagogik zu etablieren. Nun erarbeite ich mir, Dank Ilse Benning's Anleitung allmählich das nötige Handwerk und die Fertigkeit dazu. Und wage meinen ersten Versuch mit 4 Schülerinnen und Schülern. Die Grundflöte war bald gebaut mit einigen Feilschliffen von mir nachgeholfen. Die Grundtöne waren alle verschieden, und höre da (sieh da!), eine Schülerin kann genau hören, welche Flöte zu tief und welche zu hoch klingt. Die abgesägten Ringe, die zur gestimmten Flöte führten, regte einen Schüler zu einem eigen erfundenen Spiel an: seinen Ring beim Spielen jeweils unten ranzuhalten und wieder weg zu nehmen. Nun üben wir schon einige Zeit mit dem Kuckuck die Notenschrift, Notenlänge und gute Artikulation. Nach den Faschingsferien sind wir dann alle soweit, mit neugieriger Spannung das nächste Loch endlich zu bohren.
Ich hätte nicht gedacht, dass diese Flöte so viele Überraschungen und Lernschätze in sich birgt, was ich mit keinem Instrument bisher so erleben konnte.


Katharina Baiter

Nachtzug nach Berlin

Die Idee einer Berlinreise kam mir nicht wie üblich bei der Lektüre eines Ferienmagazins: Ursula Rothens Teilnahme am Bauforum im September 2012 gab den Anstoss dazu. Hier führte sie, die wegen einer Klassenzusammenkunft in Bern weilte, ihre erweiterten Altflöten vor. Diese Instrumente faszinierten mich auf Anhieb: Ihr Umfang beträgt beinahe zwei Oktaven (bis e''), sie klingen durch alle Register schön, sind problemlos spielbar (von staccato bis legato) - und sie sind ohne Ajustement gebaut! Nach Ursulas Plänen baute ich mir kurz darauf eine Flöte und war mit dem Resultat mehr als zufrieden. Doch wollte ich gerne mit ihr zusammen meine neu gewonnenen Kenntnisse vertiefen. Auf meine Anfrage hin war sie spontan bereit, im Februar 2013 einen Wochenendkurs in Berlin durchzuführen. Und ebenso spontan meldete sich auch Vroni Senn noch zur Teilnahme an. Donnerstags Nachtzug nach Berlin, am Freitag Besichtigung der Innenstadt, Samstag und Sonntag Kurs im Atelier an der Brunnenstrasse 35. Hier bauten wir zusammen mit der 70jährigen Hildegard und der jugendlichen Laura in zwei Tagen unsere Instrumente. Mit grosser Freude konnte ich am Sonntagnachmittag beim Ausprobieren feststellen, dass auch diese zweite erweiterte Altflöte ohne Ajustement klanglich und spieltechnisch restlos überzeugt. Mit den wohlklingenden Instrumenten im Gepäck und der Erinnerung an herzliche Gastfreundschaft und tolle Kursleitung fuhren wir nach dem kurzen, aber unvergesslichen Berlin-Abstecher wieder heimwärts.

Zollikofen (CH), im April 2013


Hanni Müller-Howald



Bereits zum dritten Mal seit 2010 sind die Bambusflöten zum 3. Berliner Universitätsgottesdienst im Sommersemester in den schönen Klangraum der St. Marienkirche, Berlin-Mitte am Alexanderplatz eingeladen. Dem Programmheft unter der überschrift "paradise now" sind folgende Informationen zu entnehmen:

"Herzliche Einladung an alle, auch an die Skeptiker unter den religiös Interessierten.

Auch in diesem Semester freuen wir uns, dass wir für das Semesterthema "paradise now!" neben den Lehrenden der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität auch Gäste und Studierende als Predigende gewinnen konnten:
Claudia Ludwig ist Vorsitzende des Synodalausschusses "Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung" der EKBO und Wissenschaftliche Mitarbeiterin auf dem Gebiet der Byzantinistik an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sie wird am Sonntag, dem 16.06.13, zum Thema "Alles im grünen Bereich" predigen.
Zwei Gottesdienste werden in diesem Semester in Kooperation mit Prof. Wilhelm Gräb von Studierenden der Theologischen Fakultät gehalten. Am 23.06.13 werden Deborah Harder, Paul Harder, Sophia Schäfer und Grischa Schwiegk das Thema "Broken Paradise" in einem experimentellen Gottesdienst umsetzen. Am 30.06.13 werden Kristina Hagen und Jennifer Marcen zu "Ich will nicht ins Paradies" predigen.
Die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) mit Heike Steller-Gül und Holger Dannenmann trägt die Reihe der Berliner Universitätsgottesdienste mit und gestaltet selbst einige der Gottesdienste.
Der Kirchenmusiker Tim Oder ist wieder für die Musik verantwortlich und präsentiert paradiesische Klänge z.B. von Bambusflöten.

Die Gottesdienste finden in der St. Marienkirche am Alexanderplatz statt, in der Regel wie gewohnt um 18.00 Uhr. Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen!

Wilhelm Gräb

Semesterthema: paradise now!

Das Paradies zieht auch heute eine Fülle von Vorstellungen auf sich, mit denen sich die Imagination des Vollkommenen verbindet. Entweder ist es der unvordenkliche Anfang eines noch von allem Bösen freien, unbeschwerten Anfangs oder ihm gehört das Glück einer wunderbaren Zukunft, in der alles Leid und aller Schmerz endlich überwunden sein werden. Tief haben die biblischen Bilder vom Glanz der ersten Schöpfung wie dann auch die eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der kein Leid und Geschrei mehr sein werden, diese Paradiesvorstellungen geprägt. Immer noch sprechen sie die Sprache einer Sehnsucht, die alle Menschen teilen. Zugleich sind die Vorstellungen vom Paradies aber auch aus ihrem religiösen Kontext ausgewandert. Sie haben dabei nicht unerheblich ihren Charakter verändert. Denn es fehlt der Gott, mit dem sich die Erwartung ihrer Einlösung verbindet. An die Stelle des Glaubens, der die vergangenen Heilstaten Gottes erinnert und auf die Wiederkehr des Glanzes in die Welt hofft, ist der verzweifelte Schmerz der Bedrängten und das unbändige Glücksverlangen der Unersättlichen getreten. Der Religion hingegen begegnet der Verdacht, entweder auf eine rückwärtsgewandte leere Utopie oder eine bloße Jenseitsvertröstung gerichtet zu sein.

"paradise now!", das ist der Aufstand der Gegenwart gegen die religiöse Transzendenz. Im Film und in der Literatur, in der Popmusik und der Werbung begegnen wir allenthalben dem Versprechen der realen Einlösung des Glücks. Es gibt sie, so die Verheißung, die Schritte ins Paradies, ready to go. Zugleich ist aber allen klar, dass die Hochglanzbroschüren, die den direkten Weg ins Paradies zeigen, gar nicht halten können, was sie versprechen. Letztendlich artikuliert sich doch auch in ihnen wieder die allein religiös verständliche Sehnsucht nach dem Vollkommenen. Wie diese Sehnsucht im Licht der biblischen Texte religiös aufgenommen, vertieft und erfüllt werden kann, soll in den Universitätsgottesdiensten dieses Semesters zum Thema werden.

Der Organist

Tim Oder und die Musik
Jahrgang 1983, Diplom-Kirchenmusiker

Tim Oder ist eigentlich jeden Tag im Paradies unterwegs, denn er spielt Orgel. Dort hat er noch andere MusikerInnen getroffen und sie eingeladen diese Gottesdienstreihe mitzugestalten.
Wenn nun Bambusflöten und andere Instrumente die Marienkirche mit Klang erfüllen, könnt Ihr Euch sicher sein, auf dem richtigen Weg zu sein. Ebenso erklingt die historische Joachim-Wagner-Orgel von 1723 solistisch und zur Choralbegleitung.

Im Hören und Singen könnt Ihr mittun, um schon heute das Paradies auf Erden zu entdecken. Ihr seid herzlich eingeladen, einen Blick hinein zu werfen, denn "Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit." (EG 395)

Prof. Dr. Markus Witte, geboren 1964, ist Professor für Exegese und Literaturgeschichte des Alten Testaments an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und Leiter des dort angesiedelten Instituts Kirche und Judentum - Zentrum für christlichjüdische Studien.

MusikerInnen

Ursula Rothen Kern (Bambusflöte)
Tim Oder (Orgel)

Ursula Rothen Kern vertritt die Tradition des Bambusflötenspiels und baut ihre Instrumente selbst. Aus ihrem Konzept des pädagogischen Instrumentenbaus entsteht wunderschöne Musik.

Paradise to go

Irgendwo zwischen "Jenseits von Eden" und "ein Stück vom Himmel": da sind wir - auf der Suche nach Sinn und Liebe, nach Glück und Zufriedenheit. Rausgeworfen aus dem Paradies und doch immer wieder umgeben von neuem Leben. Bäume des Lebens: Sie sind kein ferner Zauberwald, sondern täglich neu zu finden. Das Paradies ist zum Greifen nahe, näher als die Früchte am Baum in der Mitte des Gartens - das wussten die Weisen Israels. Ihren Gedanken geht die Predigt am Sonntag Kantate nach. Textgrundlage: Sprüche Salomos 3,13-18.

Herzliche Einladung an alle Interessierten und FreundInnen der Bambusflöten!


Ursula Rothen





Der Winter ist zwar noch nicht vergangen und doch kommt schon bald die Zeit der Vogelkonzerte und Kuckucksflöten.
Hier findet ihr eine Anleitung zum Bau.

Herzliche Einladung zu den 9. Flöten-Wander- Wohlfühltagen im Zisterziensinnenkloster Oberschönenfeld und zu den Baukursen in Augsburg und Berlin. Noch immer besteht die Möglichkeit (auch für Nichtlehrer), sich zum Internationalen Lehrerkurs vom 28.7.-4.8. 2013 in Baarlo, Niederlanden anzumelden. Informationen dazu findet ihr auf der Niederländischen Internetseite.



9. Flöten-Wander-Wohlfühl-Tage

Die notwendige Verschiebung der 9.Flöten-Wander-Wohlfühl-Tage auf eine anderen Zeit und einen anderen Ort ist gelungen!
Da meine Kandidatinnen Elke und Katharina dabei sein werden, kann auch in Kleingruppen und einzeln musiziert werden - als Angebot für weniger geübte Spieler/innen. Das beigefügte Formular am besten gleich ausfüllen und an mich schicken!

Der nächste Baukurs ist in der VHS Augsburg angeboten, 13./14. April, bitte dort anmelden (Internet) Elke und Katharina sind eifrig dabei, sich auf die Internationale Prüfung als Lehrerinnen für Bambusflötenbau und -spiel am Internationalen Sommerkurs für Lehrer in Baarlo NL vorzubereiten. In den Faschingsferien werden sie sich Bassflöten bauen, die bei der internationalen Prüfung erwartet werden. Die MV 2014, die planungsmäßig von uns Augsburgern organisiert werden soll, beschäftigt uns schon jetzt: die so gut geeigneten Räume im Pfarrhaus der Barfüßergemeinde stehen nicht mehr zu Verfügung. Wir müssen einen Ersatz finden - und ein verlockendes Programm anbieten, denn wir hoffen auf regen Zuspruch. Augsburg ist eine Reise wert! Meine vier Musiziergruppen treffen sich wie gehabt alle 14 Tage, die Stücke werden anspruchsvoller, d.h., wir lernen dazu. Vorweihnachtliche Auftritte sind heuer weniger geworden (nur vier), das hat Stress vermieden und war uns recht. An Frühlingsprogrammen arbeiten wir aber schon. Ende Februar werde ich mit Jugendlichen des BUND Kühbach Kuckucksflöten à la Maipfeiferln bauen. Mal sehen, ob ich das so gut wie Ursula kann, lieber hätte ich sie dabei.


Ilse Benning




Berlin

Nach dem abwechslungsreichen Sternenmusik-Programm für die Märchentage mit vielen niederländischen Partituren, wandten wir uns im Ensemble wie in jedem Jahr dem Quempas- Quartett-Heft (Bärenreiter 6274) zu, um am 3. Advent zusammen mit einem ad hoc Chor in den Fluren eines Seniorenheimes aufzutreten. Mit Vergnügen spielten wir in der Weihnachtszeit auch Corelli's Pastorale aus dem Concerto grosso Nr.8, welches bei Heinrichshofen (N 777) für Flötentrio herausgegeben wurde. Im Moment beschäftigen wir uns mit Französischen Tänzen und Chansons.

Die nächsten Gelegenheiten Bambusflöten zu bauen sind am 16.-17. Februar (zusammen mit zwei Teilnehmerinnen aus der Schweiz!) und am 9.-10. März. Bitte rasch anmelden!
Die Flötenkinder bauen fleißig an ihren Sopran-, Alt- und Tenorflöten, verbessern ihr Spiel und freuen sich über die neuste Attraktion an der Brunnenstraße 35:
das Top eingerichtete Schlagzeugstudio im Gewölbekeller mit Unterrichtsangebot.


Ursula Rothen Kern




Güstrow: Charlotte (Lo) Schulz

Einige werden sich erinnern, dass im Gildenbrief Nr. 13 vom Herbst 2004 Beiträge über die Leiterin des Güstrower Bambusflötenchores "Dennoch" (1942-1980) zu lesen waren. Dank Birgit Schaub, Ausbildungskandidatin aus derselben Mecklenburgischen Stadt können wir nun die Bambusflöten-geschichte in Deutschland weiterschreiben.

Charlotte Schulz (1899-1992) stammte aus dem Haus Puppen-Schulz in der Mühlenstr. 58, in dem sich auch der berühmte Spielzeugladen befand, den ihr Vater Johannes Schulz 1890 gegründet hatte. Sie wurde in diesem Haus am 5. Mai 1899 geboren und lebte dort bis kurz vor ihrem Tode am 11. März 1992. Nach der Ausbildung als Kinderhortnerin besuchte sie die Blensdorf-Schule in Jena und die Dalcroze-Schule in Berlin, um rhythmische Erziehung und die Grundlage des Zahlen-systems zu studieren. Sie assistierte der Lehrerin Lotte Blensdorf beim 1. Flötenbaukurs mit 80 Pädagogen in Berlin. An der Humboldt-Universität Berlin absolvierte sie ihr Hochschulstudium für Musik mit dem Abschluss als "Freischaffender Musikerzieher - rhythmische Erziehung".
Durch ihr Wissen, Bambusflöten zu bauen und mit dem Zahlensystem zu arbeiten, bekam sie ihre erste Anstellung an der Musikschule in Rostock. Ab 1942 widmete sie sich 38 Jahre lang ganz dem Flötenchor und der Spielschar in ihrer Heimatstadt Güstrow.
Vor einigen Jahren erschien in der Zeitung Güstrow Express der folgende Artikel von Ursula Mahnke, Rechlin, der sehr gut widerspiegelt, was diese starke Frau für viele Jugendliche aus allen sozialen Schichten bedeutete:
"Wenn ich an meine Kinder- und Jugendzeit in Güstrow zurückdenke, so ist diese Zeit mit einem Namen verbunden, der wahrscheinlich mein ganzes Leben geprägt hat. Er gehört zu einer Frau, die ihre ganze Liebe jungen Menschen gab: Frau Lotte Schulz: In einer Zeit, in der alles einzustürzen drohte, da in vielen Familien der Vater durch den verlorenen Krieg fehlte und oft nur Schmalhans Küchenmeister war, verstand sie es immer wieder, uns jungen Menschen eine Aufgabe zu geben, die uns von der Straße holte. Wir waren ein Flötenchor, der auf selbstgebauten Bambusflöten spielte, mit Gesang und Flötenspiel den Kranken im Güstrower Krankenhaus Freude brachte und auch mit Laienspielen zu besonderen Feiertagen in der Pfarrkirche zu sehen war. Ihre Wohnung in der Mühlenstraße war immer ein Treffpunkt für junge Menschen. Auf dem Boden des Hauses hatten wir uns kleine Gruppenräume abgeteilt, die wir liebevoll Nest nannten. So geborgen wie in einem Nest fühlten wir uns dort auch. Die Gruppen hatten Namen nach den Anfangsbuchstaben des Chornamens "Dennoch": Drauf, Einig, Nur, Nüchtern, Offen, Cantica, Hell. Als das nicht mehr reichte, wurden Buchstaben von "Getreu" genommen wie Eifrig. Die Gruppen waren später nach Altersgruppen eingeteilt z.B. Hell: 13-15 Jährige Cantica: 16-19 Jährige und umfassten 8-10 Mitglieder. Unsere Chorproben fanden in einem Gymnastiksaal ihrer Schwester Elisabeth Schelten geb. Schulz (1907-1994), die dort orthopädisches Turnen unterrichtete in der Hageböckerstr.5 statt. Jedes Kind brachte eine Kohle oder etwas Holz mit, denn der Winter war kalt und wir heizten alleine. Eine große Aufgabe, die wir mit voller Hingabe erfüllten, fanden wir bei den alten Menschen, die damals, als die Altersheime in den kriegsgefährdeten Gebieten aufgelöst wurden, im Güstrower Schloss untergebracht waren. Jeder von uns betreute zwei bis vier Bewohner, die oft nicht mehr in der Lage waren, sich alleine zu waschen und zu kämmen. Wer sich an diese Zeit zurückerinnern kann, weiß noch, wie es in den großen, hohen Räumen, die im wahrsten Sinne des Wortes vollgestopft waren, aussah. Die Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Liebe zu alten Menschen, Ehrlichkeit, Treue und Toleranz wurden uns ohne erhobenen Zeigefinger mit auf den Weg gegeben. Lo, wie sie liebevoll genannt wurde, gehörte zum Bild der Stadt, von einigen Güstrowern häufig belächelt, wenn sie mit derben Sportschuhen, einer braunen Umhängetasche, ohne die sie nicht denkbar war, umgeben von einer Schar Kinder und Jugendlicher durch Güstrow und Umgebung zog. Manch ein junger Mensch, der später als Pastor auf der Kanzel stand, ist durch sie mit Gott und dem Glauben in Berührung gekommen. Sicher wird Lo Schulz auch Fehler gehabt und gemacht haben. Aber ich glaube, ein Mensch ohne Fehler wäre wohl kaum liebens-wert. Lo war immer der Mensch, der anderen etwas zu geben bereit war. Ich bin ihr heute noch dankbar für die Zeit, die ich unter ihrer Obhut verbringen durfte."


Berlin

Nach einer gut besuchten Musizierstunde am Ende des Schuljahres begann nach den Sommerferien der Unterricht auch mit den neuen Gruppen jeweils am Montag-, Mittwoch- und Freitag-nachmittag. An einem Augustwochenende trafen sich 2 Interessentinnen für die Ausbildung aus Güstrow und Berlin zum Bauen ihres ersten Instrumentes und kamen überein, von jetzt an einmal im Monat einen sonntäglichen Termin wahrzunehmen.
Anfang September hatte ich die Gelegenheit, am Bauforum in Bern teilzunehmen, an welchem nebst der Neuauflage des Werkbuches, die Arbeit in Kindergärten vorgestellt wurde. In Gruppen von 5-6 Kindern werden 6-Tonflöten (g''-e''') mit runden Fenstern gebaut und mehrheitlich nach Gehör oder mit Hilfe von Farben oder einer bildlichen Notation gespielt. Das Ziel neue Schüler für den Bambusflötenunterricht zu gewinnen wird aber kaum erreicht und es scheint mir, dass wir mit dem Bau von Kuckucksflöten und mit öffentlichen Auftritten eher Interesse für unsere Arbeit wecken können.
Am 3.-4. November findet an der Brunnenstr. 35, 10115 Berlin ein Bauwochenende statt, zu welchem ich gerne weitere Anmeldungen entgegennehme.
Unter dem Titel Sternenmusik-Sterntaler wird das Bambusflötenensemble mit seinen Klängen aus der Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat, erzählen und wird begleitet von der Märchenerzählerin Brigitte Schaller. Diese Märchenstunde findet am Freitag, den 23.11. um 18.00 Uhr im Puttensaal der Bibliothek am Luisenbad statt und wir freuen uns auf eine große Zuschauerschar von Kindern und Erwachsenen.


Ursula Rothen Kern

  Sehr produktive Monate in Augsburg!

Im April fing es mit einem Baukurs im Werkraum der Lechhausener Gemeinde St.Lukas an. Bestens mit Kaffee versorgt haben 6 Teilnehmer/innen unter der kompetenten Anleitung von Ilse Benning an einem Wochenende Flöten in allen Stimmungen gebaut.
Drei der Teilnehmerinnen waren so fasziniert, dass sie ganz schnell eine zweite Flöte wollten, also hielt Ilse schon im Mai den nächsten Kurs ab.
Angeregt von einer der Teilnehmerinnen, Fr. Elke Dünzl (Dipl.-Sängerin, Gesangspädagogin und Heilpraktikerin für Psychotherapie), die bereits zu diesem Zeitpunkt die Bambusflöte voll und ganz für sich entdeckt hatte, wurden weitere Interessierte gefunden und bereits Anfang August ein drittes Wochenende veranstaltet. Kurzerhand schlossen sich drei "neue" Bambusflötenspielerinnen zu einem Anfänger-Ensemble unter ihrer Leitung zusammen. Seitdem treffen sie sich regelmäßig zum kreativen Musizieren und angeregten üben.
An diesem August-Wochenende hatte eine weitere interessierte Teilnehmerin, Fr. Katharina Baiter (Musiktherapeutin), ihre erste Sopran-Flöte hergestellt und entdeckte sofort die umfangreichen Möglichkeiten, die Bambusflöte in ihre Therapien und ihren Unterricht zu integrieren. Ein weiteres produktives Wochenende fand schon Anfang September statt und das Bauen wurde weiter geübt.
Ilse Benning und alle Teilnehmerinnen sind äußerst erfreut über die Entwicklungen in Augsburg, und werden aller Voraussicht nach die nächsten Monate weiterhin sehr produktiv sein! Die nächsten Aktivitäten sind schon in Planung.
In Elke Dünzl und Katharina Baiter hat die Bambusflötengilde zwei engagierte Neu-Mitglieder für sich gewonnen, die beide die Lehrerprüfung anstreben und zum nächstmöglichen Zeitpunkt ablegen wollen. Sie werden Sich im nächsten Gildenbrief ausführlicher vorstellen und einen kleinen Einblick in ihre Arbeit geben.


Ilse Benning und Elke Dünzl, Augsburg



  Rios profundos...

...das heißt tiefe Flüsse, nach einem Roman des peruanischen Ethnologen und Dichters José Maria Arguedas.
Schon mehrmals haben Berliner Bambusflötenspielerinnen die multikulturelle Karnevalsgruppe "Rios perfundos" beim Spielen der Tarkas, einem traditionellen Instrument aus den Anden unterstützt. In diesem Jahr begleiteten wir die Tanzgruppe beim "Carnaval de Arapa" live mit 9 Flöten, Tarola, Bombo, Tinya (3 Trommeln) und "Shacshas" (Rasseln). Obschon die Musik für europäische Ohren ungewohnt klingt, freuen wir uns alljährlich auf die gemeinsamen Proben und den Auftritt am Pfingstsonntag. Beim Karneval der Kulturen in Kreuzberg war unser Motto: Lasst uns ein lebendiger Fluss werden und mit Fantasie & Freude das Recht auf Wasser verteidigen!


"Seamos un río, defiende la vida con decisión y alegría: Súmate a la fiesta del agua"

Hiermit machten wir auf das weltweite Problem der immer knapper werdenden Trinkwasserversorgung aufmerksam und solidarisierten uns insbesondere mit den vielen Peruanern, die seit Monaten um den Erhalt ihrer wunderschönen Lagunen kämpfen, die der Gold und Kupfergewinnung geopfert werden sollen. Im Programmheft schrieb "Rios Profundos" dazu:

Einer Legende nach wurde der Regen aus der Umarmung von Himmel & Erde geboren. Seither fließt das Wasser über Pachamama, um diese immer neu mit Leben zu befruchten. Doch Tag für Tag gehen uns wertvolle Wasserquellen verloren. Gründe bestehen oft in der gewissenlosen Ressourcenausbeutung, die massive Umweltverschmutzung zur Folge hat. Aber ohne Wasser kann es auf Erden kein Leben geben.

Warum tanzten und musizierten wir den Karneval von Arapa?
Der Karneval von Arapa wird jährlich an der Lagune Arapa (Nebensee des Titicacas) in der Region Puno getanzt. Es ist sowohl ein "erotischer" Tanz, bei dem sich die jungen Menschen auf neue Verbindungen vorbereiten, als auch ein Reinigungstanz. Mit den Fahnen werden Luft und Erde gefegt, sozusagen gereinigt, um alles neu entstehende bestmöglich auf das Leben vorzubereiten. Allgemein ist die Karnevalszeit im andinen Raum eine Zeit in der man ausgelassen der Fruchtbarkeit dankt und alles mit Wasserspielen begießt.
Der Wagen, der von der Jury prämiert wurde, war mit zwei eindrücklichen Figuren des in Berlin lebenden peruanischen Künstlers Edmundo Torres geschmückt. Sie stellten die Begründer der Inka-Zivilisation Mama Occlo und Manco Capac dar:

Der Legende nach wurden die beiden von ihrem Vater, dem Sonnengott Inti auf die Erde gesandt, um den Menschen Ordnung zu lehren. Sie landeten auf der Isla de Sol im Titicacasee, von wo sie, mit einem fruchtbaren Stab ausgestattet, los liefen. Dieser bohrte sich im heutigen Cusco (in der Nähe vom weltberühmten Machu Picchu) in die Erde, worauf sie sich dort niederließen und den "Nabel der Welt" gründeten.

Wie begründeten die Juroren Ann Besier (bildende Künstlerin) und Georg Jenisch (Regisseur, Puppenbauer und -spieler) unseren Preis?

"Sehr schön aufgebauter Wagen mit Figuren, die seitlich in detaillierte Bemalungen übergingen. Ein fahrbarer Berg und ein stilisierter Fluss wurden in die Tanzgruppe bestens integriert, wodurch das stimmige Gesamtkonzept aufging. Besonders überzeugt hat die Jury, die poetische Umsetzung der Umarmung von Himmel und Erde (Legende: Entstehung des Regens) und der Verweis auf die globale Bedeutung zur sinnvollen Nutzung von Wasserressourcen. Ein wichtiges und ernstes Thema, welches die Gruppe mit Leichtigkeit in ihrer Choreographie umsetzte. Die Performance war einheitlich gewinnend, die Kostüme begeisterten, der Funke sprang über. Es entstand eine umwerfende und einzigartige Atmosphäre."

Wir würden uns freuen im nächsten Jahr zum großen Fest, welches die Vielfalt und den kulturellen Reichtum Berlins feiert, Gäste empfangen zu dürfen mit Spaß am Mitmachen oder Zuschauen.


Ursula Rothen Kern 


  Oase Steinerskirchen
Die 8. Flöten-Wander-Wohlfühltage vom 14. bis 18. Mai 2012

Intensiv musizieren – wandern – sich erholen – und das alles in knapp vier Tagen??
Wer sich darauf einließ, entdeckte: Ilse Benning hat nicht zuviel versprochen. Vierzehn Musik-begeisterte fanden sich ein, nicht nur aus Augsburg und Umgebung, auch aus Berlin, aus österreich und aus der Schweiz: Profis, Learner, Fortgeschrittene und Gelegenheitsspielerinnen mit allen denkbaren Bambusflöten vom Großbass bis zur Sopranino.

Ilse überraschte uns täglich mit neuen oder bekannten Stücken aus mehreren Jahrhunderten (Hassler, Gastoldi, Schütz, Reger, Laburda, Porte u.a.) in unterschiedlicher Besetzung, teilweise fünfstimmig oder sogar doppelchörig. Mit ihrer Engelsgeduld und in kollegialem übungs- und Interpretationsstil wurden die Stücke gründlich erarbeitet, bis sich das Spiel von der Mühe zum Genuss wandelte. Annemarie Wild würzte das Repertoire mit Folkloremusik aus verschiedenen Ländern und sorgte mit ihrer Gitarrenbegleitung für den nötigen Schwung.

Dazwischen lockerte Ilse die Stimmung mit lustigen Kanons auf. Begeistert sangen wir immer wieder: "Viele Künste kann der Teufel, aber singen kann er nicht." Und wirklich, der Teufel hatte in diesen Tagen bei uns keine Chance. Niemand wurde überfordert, weder beim Flötenspiel noch beim Wandern. Unter der Regie von Dieter Benning durchstreiften wir im altbayrischen Donaumoos blühende und grünende Wiesen und Wälder, je nach Verfassung langsam oder schnell, auf bequemen Pfaden oder querfeldein. Dazu als Kontrastprogramm organisierte Dieter eine Kulturfahrt nach Neuburg an der Donau zum facettenreichen Schloss des Renaissancefürsten Ottheinrich mit der Gemäldegalerie seiner Nachfolger und zur barocken Hofkirche.

Das Haus OASE macht seinem Namen alle Ehre: Es ist wirklich eine Oase der Stille und Gastlichkeit, weit ab von Siedlungen und Straßenverkehr, inmitten von unterschiedlichsten Bäumen, ökologisch bewirtschafteten Wiesen und Feldern, von grasendem Jungvieh und singenden Vogelscharen. Wir waren bestens versorgt mit schmackhaftem, gesundem Essen, freundlicher Bewirtung und Beherbergung. Auch die geselligen Runden am Abend bei Hermines vorzüglichem Wein trugen zum Wohlfühlen bei.

Neugierig geworden? – Dann nichts wie aufnotieren und sich anmelden für das kommende Jahr!
Vom 17. - 21. Juni 2013 heißt es wiederum: Flöten, Wandern und sich Erholen.
Herzlich willkommen!

Beatrix Moos 

  Wunderbares Wochenende in Weimar

Am Wochenende nach Ostern waren alle Mitglieder und Freunde der deutschen Bambusflötengilde nach Weimar eingeladen zur Mitgliederversammlung, zum gemeinsamen Musizieren, zum Kennenlernen und zum Trip durch die Kulturmetropole. Leider konnten nur sechs Auswärtige der Einladung folgen, und so waren wir eine recht kleine Gruppe von insgesamt zehn Leuten.
Die Mitglieder der Weimarer Bambusflötenspielgruppe hatten bestens für alles gesorgt: JedeR bekam ein Nachtquartier, und in der Musikschule Ottmar Gerster durften wir musizieren und speisen aus den Schüsseln der Gastgeber.
Anneliese Scholz leitete mit viel Geduld, Ruhe, Freundlichkeit und Kompetenz unsere Proben.
Auf dem Programm standen frühbarocke Tanzlieder, Sätze aus der Rodrigo-Suite von Händel und "A Shy Smile". Im Laufe der Zeit gelang es uns immer besser, die musikalischen Vorstellungen der Dirigenten umzusetzen, so dass wir gut vorbereitet waren für unsere Mitwirkung im Gottesdienst am Sonntagmorgen. Der Samstagnachmittag war reserviert für einen ausgiebigen Stadtrundgang. Unsere 4 orts-kundigen Gastgeber nahmen uns mit zu einer sehr individuellen Führung: JedeR brachte seine Kenntnisse ein, und jede Frage wurde beantwortet.
Dabei trafen wir fast an jeder Ecke auf Goethes und Schillers Spuren, sowie auf Denkmäler, Inschriften, und Gebäude mit Namen bekannter Persönlichkeiten der deutschen Geschichte: Johann Sebastian Bach, Wagner, Liszt, Wieland, Schweitzer, Gropius, von der Velde, Herder, Cranach, Thälmann, Herzog Carl August, Anna Amalia u.a. Wenn man das 1. Mal in Weimar ist, ist man erstaunt über die Menge der bekannten Namen von Menschen, die alle in dieser Stadt gewohnt und gewirkt haben. Wir erlebten Weimar als eine freundliche, saubere Stadt, die überall mit bunten Frühlingsblumen geschmückt war. Dazu kam ein herrliches Frühlingswetter. Und das genossen wir dann auch bei einem langen Spaziergang durch den Ilmpark. Der Weg führte vorbei an Goethes Gartenhaus, dem Bienen-museum und der römischen Villa sowie vielen alten Bäumen, aus denen uns märchenhafte Gesichter und Figuren anschauten. Am Samstagabend nahmen die meisten von uns an einem Konzert im e-Werk teil, wo fünf Werke junger Komponisten von dem Jenaer Orchester uraufgeführt und von einer Jury bewertet wurden. Die Kompositionen entsprachen nicht alle unseren Hörgewohnheiten, aber trotzdem war es interessant, die neuen Kompositionen mitzuerleben, zu hören und die Aufführung zu beobachten.
Am Sonntagmorgen trafen wir uns in der Kreuzkirche und konnten dank der intensiven Proben erfolgreich in einem Taufgottesdienst mitwirken. Anschließend waren wir zu einem reichhaltigen Brunch ins Gemeindehaus eingeladen, bevor wir uns am Mittag verabschiedeten in der Hoffnung auf ein Wiedersehen anlässlich der nächsten Mitgliederversammlung in Augsburg im Frühjahr 2014.

BERICHT VON DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG AM 13.4. 2012

Vom 13. - 15.4.2012 fand in Weimar ein Treffen von Bambusflötenspielern und -spielerinnen statt. Bei der Mitgliederversammlung wurde Ursula Rothen Kern erneut als 1. Vorsitzende gewählt. Als 2. Vorsitzende wurde Anneliese Scholz aus Weimar gewählt. Der Posten des Beisitzers bleibt vorerst unbesetzt.
Die nächste Mitgliederversammlung mit anschließendem Musizierwochenende findet in Augsburg statt, wahrscheinlich Anfang Mai 2014.

Elisabeth Hämer 


  Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung 2012 am 13. April 2012 um 16.00 Uhr in Weimar (pdf)

 

  Einige Neuigkeiten

Eine erfreuliche Erfahrung bei einer Weihnachtsfeier in einem unserer Altenheime:
Wir sollten ca. 20 Minuten musizieren, eine "Stubenmusi" würde auch Musik machen, später sollten die Leute selber singen und wir sollten sie dabei begleiten. Erfahrungsgemäß eignet sich mehrstimmige Bambusflötenmusik nur schlecht als Liedbegleitung, also haben wir die vorgegebenen Weihnachtslider einstimmig geübt, (was sich als sehr gute, wichtige übung herausstellte). Trotz Kaffe und Plätzchen haben die Leute wirklich still zugehört. Wie dann das Singen dran war, hat die "Stubenmusi" - Zither, Hackbrett, Geige und Ziehharmonika. vorsichtig versucht, mitzuspielen - das war so nicht vereinbart - und wir haben wunderbar zusammengestimmt (sollten wir öfters machen) !

Für das Neue Jahr gibt es neue Ziele
Zu den Flöten-Wander-Wohlfühltage in Steinerskichen laden wir sehr herzlich ein - es gibt noch Plätze! Für "einsame" Bambusflöter/innen wäre das eine gute Gelegenheit, einmal ausgiebig in verschiedenen Besetzungen zu musizieren. Wer eine Bambusflöte gebaut hat und einfache Stücke vom Blatt darauf spielen kann ist bei uns richtig.
bitte baldigst anmelden!

- DRINGEND - gesucht - DRINGEND - gesucht - DRINGEND - gesucht - DRINGEND -

Menschen mit musikalischer Vorbildung und Spaß am Unterrichten, mit Geduld und handwerklichem Geschick, die sich zum Lehrer/in für Bambusflötenbau- und spiel ausbilden lassen möchten, werden dringend gesucht. Diese ganzheitliche Form der Musikerziehung ist in Deutschland noch wenig verbreitet und bietet interessante Berufsperspektiven. (Nähere Informationen bei den Lehrkräften der Bambusflötengilde.)

Altersbedingt werde ich in absehbarer Zeit Ersatz brauchen. Ein Baukurs in Augsburg ist in Vorbereitung, bei Interesse bitte melden!

Ilse Benning, Augsburg 

  In Kürze

Nachdem wir die Berliner und einmal die Hamburger Märchentage mit indianischer und amerikanischer Flötenmusik bereicherten, waren auch in der Adventszeit Bambusflötenklänge im Seniorenheim gefragt. Im Moment üben wir neben Wim Burghouwt's "Temperamenten" Bach- Choräle aus der Johannes- und Matthäuspassion, welche zu Gottesdiensten erklingen werden. An zwei Wochenenden wurden insgesamt 6 Alt- und 2 Tenorflöten gebaut und der nächste Baukurs findet am 31. März und 1. April statt. Herzliche Einladung! Allmählich scheint sich der Bambusflötenunterricht für Kinder herumzusprechen, so dass ich froh wäre bald eine weitere Lehrkraft (auch anderswo in Deutschland!) an meiner Seite zu wissen.

Ursula Rothen, Berlin 


  Internationaler Sommerkurs 2011 in Athis-Mons

130 BambusflötenspielerInnen aus 11 Ländern trafen sich in der letzten Juliwoche in einem Schulinternat südlich von Paris. Darunter waren 10 Deutsche. Die französische Bambusflötengilde hatte ein vielseitiges Programm für uns vorbereitet. In großen und kleinen Gruppen wurde musiziert, gebaut, getanzt, gesungen und Erfahrungen ausgetauscht.
Es war schön, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Menschen kennen zu lernen. Die gemeinsame Freude an der Musik mit Bambusflöten überwand alle Sprachbarrieren, und auch bei den Mahlzeiten entstanden Kontakte in englischer, französischer und deutscher Sprache. Das Tagesprogramm wurde eingerahmt durch Flöten im großen Orchester am Morgen und Chorgesang am Abend, jeweils unter der Leitung von Pierre-Yves Le Tortorec, der es mit Geschick und Engagement verstand, uns zu einem harmonischen Klangkörper zu formen.
Zur Halbzeit standen für den Nachmittag drei verschiedene Schlossbesichtigungen auf dem Programm: Versailles, Fontainebleau und Vaux-le-Vicomte. Bei schönem Wetter lernten wir Baudenkmäler der französischen Geschichte kennen und waren besonders begeistert von den schönen Schlossgärten.
Jeden Abend wurden uns Überraschungen präsentiert. Am 1. Abend begrüßte uns Louis XIV nebst Gemahlin und Hofstaat und führte durchs Abendprogramm; ebenso am letzten Abend, an dem nach Ehrungen und Dankesworten zum gemeinsamen Umtrunk eingeladen wurde. Bei französischen Weinen, Saft und Plätzchen klang der Abend aus, und wir verabschiedeten uns in Vorfreude auf das nächste internationale Treffen 2016, das von Bambusflöten Schweiz in Kooperation mit unserer Gilde organisiert wird.

Sibylle Schmitz und Elisabeth Hämer aus Wetter-Volmarstein 


Das deutsche Team Das deutsche Team - nicht ganz komplett...
hinten: Karin aus Lahntal-Caldern, Sibille aus Volmarstein, Brigitte und Gerhard aus Berlin,
vorne: Ursula aus Berlin, Dagmar aus Hannover, Christiane aus Augsburg, Elisabeth aus Volmarstein, Ilse (und Dieter, der nicht drauf ist) aus Augsburg


...und die Teilnehmer an meinem Workshop "Halberweiterte Tenorflöten bauen" - mit vereinten Kräften hat es auch mit Verständigung geklappt:


Karin aus Deutschland
Krista aus USA
Natascha aus Griechenland
Roberto aus Italien
Helen aus der Schweiz
nicht auf dem Bild:
Marie-Paul aus Frankreich


mit herzlichen Grüßen, Ilse


  Meine Eindrücke vom Bambusflötenkurs 2011 in Athis-Mons

Ich hatte mich zum ersten Mal zu einem internationalen Kurs angemeldet und fuhr sehr neugierig zusammen mit Ilse und Dieter im TGV nach Paris. Schon bei der Ankunft war ich beeindruckt von der fantastischen Organisation. Jeder Teilnehmer erhielt einen Namensanstecker mit unterlegter Nationalflagge und eine Mappe mit zwei Notenheften für Orchester und Chor. Die Zimmer hatten statt Nummern Papieransichtskarten mit aufgedrucktem Namen an der Tür.
Wir konnten und sollten uns schon vorab für einzelne Workshops anmelden aus einem Angebot von 25 Kursen und einigen Baukursen. Ich hatte damit so einige Schwierigkeiten. Am meisten reizte mich das "Spielen von Präludien und Fugen von J.S.Bach, weil ich vom Chorsingen schon einige Bach-Kandaten kennen und lieben gelernt hatte. Ich bekam aber die schriftliche Mitteilung, dass die Bachbearbeitungen nur für erweiterte Flöten spielbar seien, ich sollte mir einen Ersatz aussuchen. Ich wählte "Interpredation", obwohl ich mir darunter nichts Kongretes vorstellen konnte. Ich wollte mich überraschen lassen.
Dazu hatte ich noch für "Tänze aus aller Welt" entschieden. Da hatte ich geflötete Tanzstücke erwartet, die wir auch in unserer Gruppe zu Hause verwenden könnten. Wieder falsch gedacht! Es sollte wirklich getanzt werden. Schnell studierte ich den Stundenplan und wechselte zur "Russischen Musik" mit der jungen, hochmusikalischen Niederländerin Mirte Lohmann. Das war wirklich ein Glücksgriff! Sie hatte Lieder der russischen Liturgie und kleine Stücke russischer Komponisten in einem Heft zusammengefasst. Sehr gut gefallen hat mir, dass sie beim Spielen sehr genau auf reine Intonation achtete. Um die Akustik einer Kathedrale zu simulieren, spielten wir sogar einmal im Treppenhaus.
Aber nochmal zurück zu Bach: Ilse meinte, ich solle mich nicht so leicht abwimmeln lassen, sondern ich solle da mal hingehen und mir die Noten anschauen, es könnten ja nur einzelne Töne sein, die mit meiner Flöte nicht spielbar wären. Also gut! Die französische Leiterin fühlte sich offensichtlich überrumpelt und erklärte mir - so weit ich sie verstand - dass sie 12 Teilnehmer hätte und eine 13. nicht brauchen könne. Diese Begründung verstand ich nicht und erwiderte, ich hätte kein Problem, die 13. zu sein. Es ging ihr aber darum, dass sie aus den 12 Bambusflötern drei Quartette bilden wollte, die dann eigenständig spielen sollten. Das eine Mal durfte ich wenigsten mitspielen. am Ende der Woche erfuhr ich, dass das mit den Quartetten gar nicht funktioniert hat, na ja!
Ich beteiligte mich also an dem Interpretations-Workshop bei einem französischen Gastlehrer mit griechischem Namen, einem virtuosen Flötenspieler (und sehr begabten Schauspieler). So erklärte er z.B.: der Ton gleicht einem Pfeil und wir könnten ihn beeinflussen, wie weit er reichen soll. Um das anschaulich zu demonstrieren, sprang er mit ausgestrecktem Arm als Pfeil diagonal durch's Klassenzimmer. Diese übung gefiel ihm so gut, dass er sie gleich mehrmals wiederholte. Ein weiterer Schwerpunkt war die Verzierung der Sopranstimme in der Barockmusik mit Trillern und verschiedenen Vorschlägen. Er konnte das perfekt vorspielen, meine eigenen Versuche gerieten eher kläglich. Für mich und meine Altflöte war das nicht so interessant.
Jeder Tag begann mit der Orchesterprobe im großen Saal. Der sehr engagierte Dirigent, ein Professor aus Rennes, hatte französische Chansons für Bambusflöten bearbeitet, gespickt mit schwierigen Synkopen und chromatischen Läufen, die anfangs zielich schräg klangen. Monsieur LeTortorec probte mit pädagogischem Geschick und vollem Körpereinsatz und wurde nicht müde, schwierige Stellen so lange vorzu singen ( mit volltönendem Bariton), bis wir sie im Ohr hatten. Am Ende der Woche klang das Orchester dann richtig gut. Ein Bach-Notenheft habe ich mir gekauft, vielleicht können wir in Augsburg einmal daraus spielen!

Christiane Schiller, Augsburg 


  Flöten-Wander Wohlfühltage in der Oase Steinerskirchen - 20. bis 24. Juni


...ganz vielen Dank für die schöne, aufbauende Zeit in der "Oase". Es war eine herrliche Woche, es ist nichts zu kurz gekommen, ich habe wieder einiges gelernt, viel frische Luft geatmet und gute Erfahrungen in der Gemeinschaft erfahren und gesammelt... Gabi

Ich habe ja schon im vergangenen Jahr die Flöten-Wander-Wohlfühltage kennengelernt, und da es mit dem Wohlfühlen so gut geklappt hat, war ich auch in diesem Jahr wieder dabei.
"Oase Steinerskirchen" steht da auf dem Hinweisschild, und wenn man aus der Großstadt dort ankommt, bei herrlichsten Juniwetter, dann fühlt man sich tatsächlich wie in einer Oase - weder Bahn- noch Busanschluss, kein Shoppingcenter (nicht einmal ein Tante- Emma- Laden), selbst das Handy funktioniert nicht mehr, dafür schwelgerische Natur mit bunter Blumenpracht, schwere Ähren, wie ich sie in der märkischen Sandlandschaft noch nicht gesehen habe und Kirschbäume, die eine besondere Art kleiner Süßkirschen überall zur freien Verfügung stellten. Und in solch einer Umgebung macht das Flötespielen in geselliger Runde natürlich viel Spaß. Und doch - plötzlich entwickelt sich aus unterschiedlicher Auffassung über die Erarbeitung der vorbereiteten Übungsstücke eine Unstimmigkeit, die ich in diesem harmonischen Umfeld fast beängstigend empfand, bis - sieh doch mal aus dem Fenster - dort hatte sich ein spektakulärer Sonnenuntergang entwickelt, purpurrot leuchtete der Himmel in unseren Übungsraum. Und als nach wenigen Minuten das Ereignis abgeklungen war, war alles wieder Einklang und Harmonie, für mich war das ein besonderes Erlebnis.
Das ganze Anwesen - Kirche, Kloster, Begegnungszentrum - hat mich schon sehr beeindruckt, wohl auch, weil von diesem Ort vor mehr als tausend Jahren die christliche Missionierung des gesamten Umlandes ausgegangen sein soll, irische Mönche hatten sich hier niedergelassen und auch die erste steinerne Kirche errichtet, daher der Ortsname. Und trotz der ausgezeichneten Lage in fruchtbarer Landschaft, in der Nähe einer ergibigen Quelle, hat sich auch nicht die kleinste Ortschaft entwickelt.
Das gemeinsame Musizieren, zum Abschluß in der geschichtsträchtigen Kirche, die Spaziergänge in die Umgebung, der Besuch des Kelten-Römer-Museums in Manching - ich habe mich in den wenigen Tagen sehr wohlgefühlt und bedanke mich nochmals herzlich für die Einladung.

Gerne denke ich an die schönen Tage mit Euch zurück.
Die einsame Bahnfahrt, vor der mir gegraut hat, habe ich gut überstanden.
Ihr habt mich Fremdling so nett in Eure Runde aufgenommen ! Wohlfühlen pur!!
Nach 10 Jahren Tenor-Flöte wieder Alt zu spielen, war eine echte Herausforderung für mich, hat aber Spaß gemacht.

Die Wanderungen mit Dieter durch die wunderbar friedliche Landschaft, Getreidefelder in allen Farben und Reifegraden.....
Und Kirschen, Kirschen, Kirschen..... die süßen Früchte haben mir gut ein Kilo an "Gewichtigkeit" eingebracht !
Der Ausflug zur Keltenaustellung war toll, hoch interessant und lehrreich.
Nicht zu vergessen die wunderschöne alte Kirche und die Atmosphäre des Hauses.
Ein dickes DANKE an Ilse und Dieter und alle Mitflöter.
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr ?????
Liebe Grüße aus Graz - Sunna




  Die Bambusflöte und der Computer

Ich bin kein spezieller Computerfreak, beherrsche dieses Gerät auch nicht besonders gut, habe aber doch seine Nützlichkeit beim häuslichen Üben mit der Bambusflöte erkannt.
Da ist zunächst die Möglichkeit, mit einem Mikrophon den Vortrag aufzunehmen und ihn sich dann kritisch anzuhören. Für mich ist das Ergebnis selbst bei Stücken, die ich zu beherrschen glaube, meist sehr enttäuschend. Mitleidlos werden Tempoverstöße hörbar, man bekommt Mitleid, wenn man hört, wie wegen falscher Atemtechnik die Luft knapp wird, Überblastöne springen nicht exakt an, tönen dafür aber etwas zu laut. Beim Spiel in der Gruppe wird das ja alles etwas kompensiert.
Ich habe zusätzlich noch ein Übungsprogramm für den Computer erworben, mit dem ich die Partitur einscannen kann und dann die Möglichkeit habe, mir jede Stimme einzeln oder auch eine beliebige Kombination der Stimmen mit frei wählbarer Geschwindigkeit vorspielen zu lassen. Zwar muss man je nach Qualität der Partitur immer noch etwas korrigieren, aber dafür bietet das Programm handliche Unterstützung. Speziell für Stücke mit kompliziertem Rhythmus, wechselndem Taktmaß und längeren Pausen einzelner Stimmen ist es für mich die ideale Möglichkeit, auch allein zu üben. Das Gefühl für die richtigen Einsätze kann man ja ansonsten schlecht allein trainieren. Schließlich bietet sich noch die Möglichkeit, (besonders bei vielstimmigen Partituren, bei denen nur zwei oder drei Systeme auf eine Seite passen) ein oder zwei Stimmen separat auszudrucken, so dass das Umblättern reduziert wird. Ich habe mich schließlich damit abgefunden, dass auch für das Musizieren mit der Bambusflöte, das doch durch den Eigenbau des Instrumentes und den ausschließlichen Einsatz naturbelassener Materialien ganz auf Natürlichkeit ausgerichtet ist, die Zuhilfenahme der modernen Technik hilfreich sein kann.

Gerhard Kiesler 



Dem kann ich nur hinzufügen, dass ich als Lehrerin, das Zusammenspiel mit einem so gut vorbereiteten Schüler sehr zu schätzen weiß. "Machs na" stand in meiner Heimatstadt Bern über dem Seitenportal des Münsters... Es lohnt sich!

  Internationales

Das große Treffen in Frankreich rückt näher und damit auch die definitive Zusage unsererseits, den Internationalen Kurs 2016 in Deutschland in Zusammenarbeit mit Bambusflöten Schweiz zu organisieren. Von jetzt an ist also eure Mitarbeit sehr gefragt und ich freue mich über Tipps zu Tagungszentren, externen LehrerInnen, DirigentInnen mit Affinität zu unseren Instrumenten und natürlich auch auf eure tatkräftige Mitarbeit. Meldet euch bitte baldmöglichst bei mir, besonders wenn ihr die Möglichkeit zur übernahme eines Amtes wie Finanzen, Sekretariat, Anreisebe-schreibung, Ausflugsmöglichkeiten habt. Bei der Logistik der Organisation, beim Zusammenstellen des Kursprogramms und den übersetzungsarbeiten werden uns die SchweizerInnen bestimmt behilflich sein. Dank e-mail ist es ja leichter geworden, sich über die Ländergrenzen hinweg zu verständigen.

Ursula Rothen Kern 

Das Märchen vom Bambus

Es war einmal ein wunderschöner Garten, der lag im Westen des Landes, mitten in einem großen Königreich. Dort pflegte der Herr des Gartens in der Hitze des Tages spazieren zu gehen. Ein edler Bambusbaum war ihm der schönste und liebste von allen Bäumen, Pflanzen und Gewächsen im Garten. Jahr für Jahr wuchs dieser Bambus und wurde immer anmutiger. Er wusste wohl, dass der Herr ihn liebte und seine Freude an ihm hatte.

Eines Tages näherte sich der Herr nachdenklich seinem geliebten Bambus, und in einem Gefühl großer Verehrung neigte sich der Bambus zur Erde. Der Herr sprach zu ihm: "Lieber Bambus, ich brauche dich." Es schien, als sei der Tag aller Tage gekommen, der Tag, für den der Baum geschaffen worden war.
Der Bambus antwortete leise: "Herr, ich bin bereit. Gebrauche mich, wie du willst!"
"Bambus", die Stimme des Herrn war ernst, "um dich zu gebrauchen, muss ich dich beschneiden!"
"Mich beschneiden? Mich - den du Herr, zum schönsten in deinem Garten gemacht hast! Nein, das nicht, bitte nicht! Verwende mich doch zu deiner Freude, Herr, aber bitte beschneide mich nicht!"
"Mein geliebter Bambus", die Stimme des Herrn wurde noch ernster, "wenn ich dich nicht beschneide, kann ich dich nicht gebrauchen."
Im Garten wurde es ganz still. Der Wind hielt den Atem an. Langsam beugte sich der Bambus. Dann flüsterte er: "Herr, wenn du mich nicht gebrauchen kannst, ohne mich zu beschneiden, dann - tu mit mir, wie du willst, und beschneide mich."
"Mein geliebter Bambus, ich muss dir aber auch deine Blätter und äste abschneiden."
"Ach Herr, davor bewahre mich! Zerstöre meine Schönheit - aber lass mir doch bitte Blätter und äste!"
Der Herr antwortete: "Wenn ich sie dir nicht abschneide, kann ich dich nicht gebrauchen."
Die Sonne versteckte ihr Gesicht. Ein Schmetterling flog ängstlich davon. Und der Bambus, zitternd vor dem, was auf ihn zukam, sagte ganz leise: "Herr, schlage sie ab."
"Mein Bambus, ich muss dir noch mehr antun. Ich muss deinen Stamm teilen. Wenn ich das nicht tue, kann ich dich nicht gebrauchen."
Da neigte sich der Bambus zur Erde: "Herr, schneide und teile."

So beschnitt der Herr des Gartens den Bambus, hieb seine äste ab, streifte seine Blätter ab, teilte ihn in zwei Teile, drang bis ins Mark. Dann trug er ihn dahin, wo schon aus einer Quelle frisches, sprudelndes Wasser sprang, mitten in die trockenen Felder. Dort legte der Herr vorsichtig seinen geliebten Bambus auf den Boden. Das eine Ende des abgeschlagenen Stammes verband er mit der Quelle, das andere führte er zu der Wasserrinne im Feld. Die Quelle sang ein Willkommen, und das klare, glitzernde Wasser schoss freudig durch den zerschlagenen Körper des Bambus in den Kanal und floss auf die dürren Felder, die so darauf gewartet hatten. Dann wurde der Reis gepflanzt, und die Tage vergingen, die Saat ging auf, wuchs, und die Erntezeit kam.

Und so wurde der einst so herrliche Bambus zum großen Segen.
Als er noch groß und schön war, wuchs er nur für sich selbst und freute sich an der eigenen Schönheit, aber als er sich hingegeben hatte, wurde er zum Kanal, den der Herr gebrauchte, um sein Land fruchtbar zu machen.

George Dell Britt 

  Nachklang. Musik aus Bambusrohren

Haben Sie gewusst, dass aus einem Bambusrohr Flötentöne kommen, deren Tonqualität sich mit jedem anderen Holzblasinstrument messen kann? Ich selbst habe 90 Lebensjahre gebraucht, ehe ich zu dieser Erfahrung kam.
Ein Team von vier Damen und einem Herrn unter der Leitung von Frau Benning mit je einer Sopran-, Alt-, Tenor- und zwei Bassflöten faszinierte uns am 8. Februar eine Stunde lang mit seiner Kunst. Voll eleganter Reinheit schwebten die Töne durch die Luft. Die Klangfülle lässt sich mit der von anderen Holzblas-instrumenten messen. Trotzdem wird das Instrument weder im Orchester noch bei der Kammermusik eingesetzt. Fragen Sie in einem Musikladen nach: überall Fehlanzeige. Wollen Sie's dennoch haben, bleibt Ihnen nur eines: Bauen Sie es selbst! Der Grund, warum sich das Instrument nicht im Musikgeschäft durchsetzt, liegt wahrscheinlich an seinem geringen Tonumfang, nämlich etwa eineinhalb Oktaven. Wir bedanken uns herzlich bei den Mitwirkenden und wünschen Ihnen weiterhin guten Erfolg mit ihrem außergewöhnlichen Programm.

Friedrich Jacobs 

Diesen Bericht aus einer Augsburger Seniorenzeitung wollte ich euch nicht vorenthalten! Was es sonst noch zu berichten gibt:

Die FlötenWanderWohlfühltage in der Oase Steinerskirchen 20. bis 24. Juni, rücken sehr in die Nähe, wir sind eine kleine Besetzung und würden uns über spontane Nachmeldungen freuen! Dass Gerhard aus Berlin wieder dabei sein wird, ist Spitze!!

Ein Baukurs hat stattgefunden, ein nächster findet am 21./22. Mai statt und für Oktober ist wieder einer geplant. Interessenten bitte melden.

Zum Internationalen Sommerkurs in Frankreich, Athis-Mons, werden wir aus Augsburg zu dritt fahren und auch beim festlichen Eröffnungskonzert zu hören sein, natürlich mit Stücken aus der "Tafelmusik" des Barockkomponisten Johann Fischer Augsburgiensis - sehr ansprechende Stücke für Alt, Tenor und Bass. Das Heft gibt es immer noch bei mir zu kaufen!
Ich habe dort einen Baukurs für erweiterte Tenöre übernommen. Meine sechs Teilnehmer kommen aus sechserlei Nationen. Das wird sicher sehr spannend und ich freue mich darauf!

Als neue Gildenmitglieder sind zu begrüßen: Pauline van Royen-Scmidt mit Sohn Andreas!

Ilse Benning 

  Eindrücke vom Bauen einer Bambusflöte

Seit Anfang des Jahres 2010 habe ich mich für das Spiel auf einer Bambusflöte interessiert und auch Unterricht genommen. Mein Lehrer war ein Instrumentenbauer für Didgeridoos und Bambusflöten. Meine ersten Töne und kleine Melodien spielte ich auf einer G-Flöte. Ich ging damals davon aus, dass ich mir eine Flöte bauen lasse. Es gab Hinweise für mich, dass der Unterricht wohl nicht das richtige für mich war und deshalb habe ich angefangen über Bambusflöten im Internet zu recherchieren. Und so stieß ich auf die Seite der Bambusflötengilde. Was für ein Glück! Mir war schnell klar: Ich baue mir selbst eine Flöte - meine Vorstellung war eine F-Flöte.
Am letzten Juliwochenende reiste ich von Bielefeld nach Berlin, um bei Ursula Rothen Kern meine Flöte zu bauen. Ich staunte über die vielen, vielen Flöteninstrumente, die Ursula in ihrer Werkstatt vorhält und auch über die schönen Bemalungen und Schnitzereien. Aber noch mehr staunte ich, als ich die erste Flöte anblies. Was war das für ein Klang! Warm, ausgewogen, stimmig. Viel schöner als das, was ich auf der geliehenen G-Flöte an Tönen gehört hatte. Und zu meinem größten Erstaunen entschied ich mich, nach etlichem Probieren, eine Tenorflöte in C zu bauen!
Es war ein gelungener Baukurs! Und ich habe nun eine Flöte mit einem warmen schönen Klang, wie mir von Freunden bestätigt wird. Ursula hat uns vier Bauerinnen mit viel Know-how, handwerklichem Geschick und einem feinen Gehör begleitet. Jede von uns hat am Ende des Kurses eine klasse Flöte mit nach Hause genommen. Zudem ein Mappe mit Grifftabelle, Spielhinweise und Noten für kleine Stücke. Meine Flöte hat noch eine künstlerisch Aufwertung erfahren: Nach Vorlage eines japanisches Holzschnittes habe ich mit Tusche einen märchenhaften Vogel auf den Bereich unterhalb des Fensters gezeichnet. Für mich als Märchenerzählerin ist es der Vogel Phönix, der für Wandlung und ewige Erneuerung steht.
Noch wird es eine Zeit dauern, bis ich mit meinem Spielen soweit bin und es wage auf der Tenorflöte für mein Publikum zu spielen. Mein Hauptinstrument zur Begleitung meiner Märchenabende ist und bleibt meine keltische Harfe. Aber die Bambusflöte ist eine schöne klangvolle Ergänzung!

Simone Warken 

  Liepe...

...das wunderschöne, kleine Haus von Barbara Wirth in Brandenburg. Eine warme Oase in einer kalten Zeit. Der Holzofen brennt.
Wir durften 2 Tage die Ruhe und den Frieden im Einklang mit der Natur genießen. Dazwischen erklangen immer wieder die Bambusflöten. Wir haben uns richtig ins Zeug gelegt und geprobt, geprobt und geprobt. Auch wenn das Zusammenspiel von Bambusflöten und meiner Percussion anfangs nicht so harmoniert hat, haben wir uns doch zusammengerauft und ein tolles Programm für den bevorstehenden Auftritt in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Wedding einstudiert. Lateinamerikanische Musik aus Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Brasilien standen auf dem Übungsprogramm, und nach ausgiebigen, erholsamen Mahlzeiten und Spaziergängen konnten wir uns wieder vor dem lodernden Ofenfeuer zum Üben konzentrieren.

Diese schönen Stunden werde ich in Erinnerung behalten

Christian Kern 

  Märchen und Musik

Der Glücksvogel    Der Glücksvogel.mp3

Am 15. und 18. 11. 2010 haben Ursula und ich in Calau und Wriezen eine Märchenstunde mit Musik gestaltet. Die Bambusflötenklänge haben auf wundervolle Art in die Märchenwelt hineingeführt. Im indianischen Märchen vom Flötenbaum haben die Kinder in märchenhaften Bildern erfahren, wie man eine Flöte herstellt. Ich möchte den Erzählfaden dieses Märchens hier kurz beschreiben:

In alten Zeiten gab es bei den Indianern noch keine Flöten. Sie kannten nur Trommeln, nach denen sie tanzten und Schwirrhölzer, um nach einer langen Trockenzeit den Regen herbeizurufen.
Einmal war ein junger Jäger auf der Jagd. Er geriet immer tiefer in den Wald und musste übernachten. Er hörte die Laute der Nachttiere und auch in der Ferne leise noch nie gehörte schöne Melodien. Er schlief ein und im Traum hörte er wieder diese feine Melodie und ein Specht sprach zu ihm: " Wenn du das Geheimnis dieser Melodie entdecken willst, so musst du mir folgen."
Als er am nächsten Morgen erwachte, saß der Specht, der schon im Traum zu ihm gesprochen hatte, vor ihm auf einem Ast, schlug mit den Flügeln und rief: "Folge mir!"
Der Indianer folgte ihm durch den Wald, bis der Specht sich auf einem alten toten Ast einer Zeder niederließ, gegen den Ast klopfte und hämmerte. Plötzlich kam ein Wind auf und in dem Moment erklangen wieder die geheimnisvollen Töne. Da erkannte der junge Indianer, dass der Wind diese Klänge hervorzauberte, wenn er durch den hohlen Ast blies, den der Specht mit seinem Schnabel durchlöchert hatte.
In der folgenden Nacht kam der Specht wieder im Traum zum Indianer und erklärte ihm, wie er sich eine richtige Flöte bauen konnte. Der Indianer baute nach diesen Anweisungen seine Flöte und gewann mit seinem Flötenspiel das Herz einer Häuptlingstochter.
Seit dieser Zeit gilt die Flöte als Instrument der Liebe.

Brigitte Schaller 

  Wir waren wieder gut beschäftigt!

Beatrix Moos hat im September ihren 80. Geburtstag festlich begangen, natürlich wollte sie auch die Bambusflöten dabei haben. Einen Seniorennachmittag im Städtischen Hospitalstift mit Texten von Matthias Claudius, die wir musikalisch umrahmten, war der nächste Termin im September.
Das Blockflöten/Bambusflöten-Projekt (doppelchörig) hat im Oktober seinen Abschluss gefunden: Schütz: Lobe den Herren meine Seele und Viadanna: La Cremonese haben wir anlässlich des 155. Jubiläums der Evangelischen Diakonissenanstalt Augsburg beim Festkonzert musiziert - letztendlich doch eine erfreuliche Erfahrung nach einer ziemlich langen und mühsamen Probenphase, die uns wenig Zeit für andere Vorhaben gelassen hat. Im Dezember natürlich wieder Adventsveranstaltungen, jetzt schon traditionell in der wunderschönen Kirche St.Peter am Perlachberg
beim Gottesdienst von "Wir sind Kirche", bei der Adventsfeier der CSU-Senioren...

  "das ist ja mal was anderes, da kann man ja zuhören!"

...und - heuer zum zweiten mal - bei der Adventsandacht des Katholischen Frauenbundes.
Seit Christina Netzler nicht mehr mitspielen kann, weil ihr die Wege zu beschwerlich geworden sind, ist mein Mann in die Bresche gesprungen, er spielt zu meiner Freude jetzt regelmäßig mit!
Mein Plan, möglichst viele Teilnehmer zum Internationalen Flötenkurs nach Frankreich zu locken ist nur sehr bedingt aufgegangen. Wir werden zu viert in Athis-Mons dabei sein, immerhin. Aber auch meine Absicht, deshalb diesmal keine Flöten-Wander-Wohlfühltage abzuhalten ist durchkreuzt worden: Es wird auch 2011 die Flöten-Wander-Wohlfühltage geben.
Die Organisation hat Barbara Müller übernommen (wofür ich ihr sehr dankbar bin).
Herzlich Einladung zu dieser Veranstaltung, die voraussichtlich wieder über Fronleichnam stattfinden wird.
Für Ende Januar plane ich einen Baukurs, voraussichtlich wird ein zweiter im Februar stattfinden, genaue Daten können bei mir erfragt werden.

Ihr seht: das Neue Jahr ist voll im Gang! Ich wünsche uns und euch viele gute gemeinsame Erfahrungen mit unseren so ganz besonderen Flöten


Ein Nachruf

Meine langjährige Kollegin und enge Freundin Ingeborg Hink ist im Oktober nach Gott sei Dank nicht allzu langer Krankheit, kurz nach ihrem 75. Geburtstag verstorben. Sie war eine wichtige Stütze der österreichischen Bambusflötengilde, manche von uns werden sie kennen gelernt haben. Ich vermisse sie sehr.

Ilse Benning 




Eindrücke vom Bauen einer Bambusflöte (pdf) von Märchenerzählerin Simone Warken



  Berlin: Ein schöner Sommer in der Großstadt

Nachdem immer mehr viele junge Gäste die Hauptstadt bevölkern, gibt es auch vom Berliner Bambusflötennachwuchs einiges zu berichten:

In 2 Gruppen besuchten ca. 40 Kita-Kinder die Bambusflötenwerkstatt an der Brunnenstraße. Mit Begeisterung bauten die kleinen HandwerkerInnen ihre eigenen Bambusrasseln und für den Kindergarten 5 Guiros, die beim Musizieren in der Einrichtung intensiv genutzt werden.

Die 26 Kinder der 4a einer Pankower Grundschule stellten vor der versammelten Elternschaft 3-stimmig mit dem Lied "hot cross buns" ihre Altflöten vor. Obwohl mir der Kurs viel Freude bereitete, gibt es für die nächsten Projekte einige Verbesserungsvorschläge zu beachten: - Ohne Zeitdruck arbeiten - Wenn möglich mehrere WerkstatthelferInnen (Eltern, Lehrer, Erzieher) einsetzen: für ca. 4 -5 Kinder eine BetreuerIn - Mindestens 5 Minuten tägliches gemeinsames Flötenspielen in der Schule

Unser Trio "Sonccoyman" (Bambusflöten, Gitarre/Charango/Percussion) spielte am Sommerfest in der Zionskirche, am Märchentag in der Sophienkirche und als überraschungsgast am Abschiedsfest einer deutsch-chilenischen Familie, die nach Valparaiso in Chile umziehen.

In einem Baukurs entstanden eine Alt-, Bassflöte und 2 Tenorflöten. Die Märchenerzählerinnen aus Bielefeld und Berlin möchten in Zukunft bei Auftritten ihre Bambusflöten einsetzen.

Am 19. 9. wurde aus der Zionskirche der Gottesdienst vom ZDF live übertragen, der jetzt im Internet abrufbar ist. Als Begleitmusik zur Predigt erklang die Bassbambusflöte.

Ein Musiklehrer der Waldorfschule Hannover hat sich bei einem Praktikum in den Niederlanden von der Bambusflötenpädagogik überzeugen lassen und will diese möglichst bald an seiner Schule einführen. Hier in Berlin wird in den Herbstferien ein 2-tägiger Baukurs angeboten!

Information und sofortige Anmeldung unter 030 46 06 85 16 oder bamburk@gmx.de

Ursula Rothen Kern 

 

  Aussichten

Da wir in Zusammenarbeit mit "Bambusflöten Schweiz" für die Organisation des Internationalen Bambusflötenkurses 2016 in Deutschland angefragt wurden, habe ich mit dem aus Wales stammenden Berliner Organisten Nigel Hurley (*1969) Kontakt aufgenommen. Vor kurzer Zeit brachte er mir dann eine bis zu 6-stimmige, 7-seitige Komposition "A prayer for Pipes", die in der Zionskirche mit Bambusflöte und Orgelbegleitung beeindruckend klang. Bald werden wir mit der schweizerischen Editions- und Musikkomission Kontakt aufnehmen.

An den 21. Berliner Märchentagen 2010 "Vom Rio Grande bis Feuerland" wird immer wieder lateinamerikanische Bambusflötenmusik zu hören sein.

Aufgrund von Anfragen der Humboldt- und Technischen Universität werden wir uns bei der Universität der Künste (UdK Berlin) nach einer Kooperation bezüglich unserer Ausbildung erkundigen.

Neue Ideen und Mitarbeit sind jederzeit willkommen.

Ursula Rothen Kern 

 


Internationales

Bausymposium vom 12.-16. April in Halsway Manor

Nach längerer Pause fand wieder einmal ein internationales Bausymposium statt. Die Briten hatten die Organisation übernommen und einen wunderbaren alten Herrensitz in der Nähe von Taunton gemietet. In der Vorbereitungsphase hatten sie nach Themen gefragt. Ergebnis: halberweiterte Flöten und Tonqualität. Vor Ort kam noch dazu: Möglichkeiten, Klappen zu bauen.
Als Teilnehmerinnen waren Charlotte aus den USA, Annie und Nicole aus Frankreich, Anna und Regina aus der Schweiz, Ursula und ich aus Deutschland und Mary und Angela aus Großbritanien anwesend. Mary war selten in der Werkstatt, da sie sich mit der Organisation der Tagung beschäftigte. Aus den Niederlanden kam leider niemand.
Angela betreute Tom Beets, einen hervorragenden Blockflötenspieler, der mit dem weltweit bekannten Flandres Recorder Quartet die für Bambusflöten komponierte Williams-Suite auf den originalen Instrumenten aufführen will. Er machte sich mit Bambusflöten vertraut und baute mit großer Begeisterung eine erweiterte Tenorflöte.
Anna aus der Schweiz hatte zwei Tenorflöten mit extremen Durchmessern gebaut, um damit Erfahrungen zu sammeln. Die Tenorflöte aus einem Bassrohr war gelungen, diejenige aus einem Altrohr war problematisch. Außerdem hatte sie Sopraninoflöten mit einem runden Fenster erprobt, welche - für Kinder und große Gruppen - einfacher herzustellen sind.
Die Idee wurde mit großem Interesse aufgegriffen, einige bauten diese Instrumente nach und dabei entstand auch meine Sopranflöte.
Da ich weder mit halberweiterten Flöten, mit der Tonqualität noch mit dem Klappenbau Probleme habe, musste ich mir andere Aufgaben suchen. Also stürzte ich mich mit Annas Erlaubnis auf die überschlanke Tenorflöte. Der Ton war sehr leise und unbefriedigend, die überblastöne waren hoffnungslos zu tief, obwohl Anna die Löcher schon an verschiedenen Stellen platziert und sogar Regulierungsstäbchen eingebaut hatte. Die Aufgabe, die Flöte zu korrigieren, reizte mich sehr und ich war mit meiner Methode erfolgreich: das unterste Loch kam auf vier untere Innendurchmesser, in diesem Fall war das sehr weit unten und es wurde ein entsprechend großes Loch, welches jedoch die Tonqualität verbesserte. Das dritte Loch kam auf das dritte Achtel = saubere Mollterz. Nun war aber das erste Loch so weit entfernt, dass ich eine Klappe machen musste - ich hatte Trommelleder und das übrige Material mitgebracht. Den optimalen Platz für das zweite Loch suchte ich nicht mehr, da das Rohr an dieser Stelle schon zu sehr durchlöchert war und eine gründliche Sanierung benötigt hätte.
Als dann meine "Rundfensterflöte" fertig war, baute ich eine Indianerflöte mit Aussenkanal als Modell. Es waren zwar keine optimalen Rohre dafür da, aber wie es funktionierte, konnte ausprobiert werden. Besonders die Schweizerinnen, welche vorwiegend mit Kindergruppen arbeiten, waren davon sehr begeistert. Sie werden es beim nächsten Bautreff in der Schweiz vorstellen.
Die Idee, Vergleichsflöten zu bauen, um die beste Methode für den besten Ton zu finden, wurde nicht weiter verfolgt.
Annie (F) und Tom Beets bauten sich je eine erweiterte Alt- und Tenorflöte ohne Ajustement, jedoch mit Hilfe des oberen Knotens an idealer Stelle. Anna (CH) wollte einen Tenor nach meiner Methode bauen, hatte aber ein völlig ungeeignetes Rohr (Knoten in der Mitte) Ergebnis: unbefriedigend. Charlotte sammelte hauptsächlich Maße von Instrumenten und machte dazu Aufzeichnungen.

Für ein zukünftiges Symposium soll an erweiterten Flöten ohne Einsatzstücke gearbeitet und geforscht werden - für mich ein spannendes Thema.

Ilse Benning 

 

5-Länder-Gesprächsrunde in Halsway

Noch selten habe ich eine so kreative Sitzung erlebt wie im Bibliotheksraum des Englischen Zentrums für traditionelle Tanzmusik und Volkslieder. Alles schien diesmal zu stimmen: das schöne Frühlingswetter, die Atmosphäre unter uns, im Landgut und in der lieblichen Umgebung.
Nicht einmal die Aschewolke aus Island konnte unseren Blick für neue Ideen trüben.
Da sich alle Gilden Sorgen um die Zukunft machen, möchten wir die Zusammenarbeit verbessern, um bald folgende Vorschläge umzusetzen (Auch eure Beiträge und Wünsche sind jederzeit willkommen!):
Länderübergreifende Kurse in Freizeitzentren
Aktivferien mit Bambusflöten unter Themen wie
- Musik und Tourismus
- Musik und Sprachenlernen
- Musik und französische Küche

Kurse an Seniorenuniversitäten

Gegenseitige Hilfe bei der Ausbildung von Lehrkräften

Mit einem gemeinsamen Internetauftritt in 3 Sprachen, in welchem Termine aus den verschiedenen Ländern veröffentlicht werden, sollen neue Menschen angesprochen werden.

Ein gemeinsames Video soll unsere Arbeit in all ihren Facetten darstellen und auch als "Clips" auf You Tube aufgeschaltet werden. (In Halsway haben wir bereits damit begonnen, ein "storyboard" zu erstellen als Arbeitsunterlage für die Internationale Föderation.)
Nächstes Jahr sollen am Internationalen Kurs vom 23.-31. Juli 2011 in Athis-Mont bei Paris die ersten Aufnahmen gemacht werden.
Weitere Kurse in Halsway Manor: 14.-16. Oktober 2011 Herbstspieltage
Für Spontane gibt es noch 3 Plätze im Sommerkurs vom 11.-16.August in Duchingham, GB.

Ursula Rothen Kern 

 

Bericht des neuen "Botschafters der Bambusflöte" oder Bambusflöten bald auf Welttournée ? mit www.flanders-recorder-quartet.be

Seit Jahren träume ich von einer "historischen" Aufführung meines Lieblingsstückes, der "Suite for pipes", die Ralph Vaughan Williams 1939 für "pipes" geschrieben hatte, ein seltsam altes Synonym für Blockflöten, so habe ich immer gedacht. Aber nein, die Wahrheit brachte mich zu einem Symposium in Somerset, GB, wo ich 4 wunderbare Tage verbrachte. War es die atemberaubende Umgebung von grünen Hügeln und Schafen? Könnte sein, aber nein. War es das Feierabendbier? Weder noch.
Es waren die weichen Klänge der Bambusflöten, die mir am meisten gefielen. Ein einfaches Instrument, jedoch bemerkenswert in seiner urtümlichen Gestalt (mmm), welches in so vielen Farben, Schattierungen und Feinheiten erklingen kann. Es war aber nicht nur der Klang, der mich beeindruckte. Es war vor allem die handwerkliche Geschicklichkeit der Kursteilnehmer, die mich faszinierte.
Mit der gleichen Hingabe und Achtung vor dem Material wie professionelle Blasinstrumentenbauer hielten sie Ausschau nach neuen Horizonten, die es beim Bambus zu entdecken gibt. Eine Suche nach Nuancen, besserer Ansprache, kräftigeren Grundtönen, die Kunst der Artikulation und des Spiels im obersten Register der Flöte... eindrucksvoll!

Ein paar Tage und einige Aschewolken später als geplant, kam ich aus Großbritannien nach Hause. Und ich halte in meinen Händen das "Prunkstück" eines erweiterten Tenors aus einem - wie mir gesagt wurde - chinesischen Bambusrohr mit dem Namen Phyllostachys nigra 'boryana'.
Ich kann es kaum erwarten, eine weitere Flöte zu bauen... aber wo gibt es Werkzeug und guten Bambus? Ich werde mich wohl selbst organisieren müssen, um einziger aktiver Bambusflötenbauer in Belgien zu werden.

Tom Beets, Leuven, Belgien 

 

  Kempten / Berlin: Zu Besuch aus Berlin bei den Flöten-Wander-Wohlfühltagen in Bayern

In jedem Jahr kamen die freundlichen Einladungen zu den Flöten-Wander-Wohlfühltagen sowie die Berichterstattung darüber zu uns nach Berlin, in diesem Jahr konnte ich die Einladung wahrnehmen und machte mich auf die Reise nach Kempten.
Ein erster Rundgang durch das Bildungshaus St. Raphael - ich war schon am Vormittag angereist - vermittelt den Eindruck, dass die Anlage recht ideal ausgewählt ist: ein ruhiges Haus, komfortabel eingerichtet, ein herrlicher kleiner Park (bei entsprechendem Wetter hätte man hier sicher auch gut musizieren können).
Nach der Begrüßung in gemütlicher Kaffeerunde dann das erste "Zusammenspiel", ich hatte etwas Mühe, ich musste mich kurzfristig auf Alt-Flöte umstellen, da wir in Berlin Sopran und Tenor auf C-Flöten spielen. Aber es klappte bald ganz prima, zumal wir sehr viel Zeit beim Musizieren verbringen konnten, das Wetter hielt uns dazu an, das Flöten und Wohlfühlen in den Vordergrund zu stellen. Für das Wandern nutzten wir die zwei Regenpausen zu einem fröhlichen Frühlingsspaziergang und zu einem Stadtbummel mit exklusiver Führung aus.
Zum Abschluss durften wir dann den Sonntagsgottesdienst in der kleinen Kapelle des Stiftes mitgestalten.
Ich habe mich an den 5 Tagen sehr wohl gefühlt, die weite Reise aus Berlin hat sich gelohnt.
Besonders möchte ich mich noch bei Ilse Benning bedanken für Ihren Einsatz trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit, ich hoffe, sie hat sich nicht übernommen und inzwischen wieder gut erholt.

Gerhard Kiesler 

 

  Wetter-Volmarstein : Bericht vom Mitgliedertreffen am 9.4. 2010

Am Wochenende nach Ostern kamen die Mitglieder der deutschen Bambusflötengilde in das Erholungsgebiet südlich der Ruhr nach Wetter-Volmarstein. Leider waren außer dem Vorstand lediglich 3 weitere Mitglieder der Einladung gefolgt, so dass wir nur in kleiner Runde waren. Daher fand die Mitgliederversammlung in der Wohnung der Schriftführerin statt.
Der Vorstand war bereits einen Tag vorher angereist. Alle formalen Dinge konnten zügig abgewickelt werden, und es blieb noch genügend Zeit zum gemeinsamen Musizieren und Reparieren von Flöten.
Bei der Mitgliederversammlung wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Ilse Benning und Elisabeth Hämer wieder gewählt als Kassenführerin bzw. Schriftführerin.
Zur Kassenprüferin wurde Barbara Wirth gewählt.
Die nächste Mitgliederversammlung soll vom 13.-15.4. 2012 in Weimar stattfinden.

Um unser Vorhaben, am Sonntag den Gottesdienst der ev. Kirchengemeinde mitzugestalten, verwirklichen zu können, probten wir die verschiedensten Werke und wählten dann schließlich aus, was geeignet erschien: "Der Winter ist vergangen" und "Gebet" aus dem Melkendorfer Flötenbüchlein, "Canonetto" von B. Fernley und "Erst nachtn ...".
Am Samstagvormittag wurde intensiv geprobt. Danach ging es ins Dorfcafé und anschließend zur Kirchenführung. Die Küsterin der Gemeinde konnte die mehr als 900 Jahre alte Baugeschichte und die Einrichtung der Kirche ansprechend darstellen und leitete uns an zu eigenen Entdeckungsreisen. Nach dem Kaffeetrinken führte uns ein Ausflug ins Muttental, der "Wiege des heimischen Bergbaus". Wir besichtigten einen Stollen und erfuhren vieles über die Entstehung der Kohle, über den Abbau in verschiedenen Jahrhunderten, über Geräte und über das Leben der Bergleute. Die anschließende Wanderung auf dem bergbaugeschichtlichen Lehrpfad führte an historischen oder wieder hergerichteten Stolleneingängen, Geräten, Maschinen, einem Bethaus und anderen Stationen vorbei. Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass sich von diesem idyllischen Tal aus der Bergbau weiterentwickelte und dann in den letzten beiden Jahrhunderten die Region nördlich der Ruhr zu einem der größten Industriegebiete Europas veränderte. Inzwischen hat im Ruhrgebiet ein großer Strukturwandel stattgefunden, und es gibt nur noch 4 Zechen.

Am Sonntagmorgen konnten wir unsere geübten Stücke im Gottesdienst einbringen und hörten, dass unsere Musik großen Anklang fand.
Zum Schluss hieß es dann: Auf Wiedersehen in Athis-Mons beim Internationalen Kurs 2011 oder beim Mitgliedertreffen in Weimar 2012.

Elisabeth Hämer 

 


Aus dem Gildenbrief Nr. 27, Februar 2010

 

Es war wieder ein Quartal mit reichlich Terminen!

Am 14. November hat die österreichische Bambusflötengilde ihr 50-Jähriges Jubiläum gefeiert, und ich habe mich kurzfristig entschlossen, in Wien dabei zu sein. Es war ein sehr liebevoll gestaltetes Fest in einem Schulfestsaal mit vielen Ausstellungstischen, Fotos, Uraufführung eines Auftragswerkes, Ehrungen und einem wundervollen kalten Buffett. Es hat mir gut getan, mit meiner Ursprunggilde zu feiern, und der unvorhergesehene Empfang war mehr als herzlich. Die Deutsche Gilde war somit vertreten. Von vielen anderen Gilden waren Grußbotschaften eingetroffen. Annemarie Reichard aus der Schweiz, die die Bambusflöte nach österreich importiert hat, konnte leider nicht dabei sein, mit 82 Jahren war ihr die Reise doch zu mühsam.

Unser Auftritt am 24.11. im städtischen Seniorenheim"Hospitalstift"mit Gedichten von Wilhelm Busch und Sätzen aus den Tanzfolgen 1 und 3 von Michael Praetorius fand unerwartet sehr viel Aufmerksamkeit. Eine neu eingestellte Referentin für die Städtischen Senioren- und Pflegeheime wurde von unserer Veranstaltung informiert und schickte die Presse. Das (erfreuliche) Ergebnis ist schon seit einiger Zeitauf unserer Homepage www.bambusfloetengil.de zu finden!

Am 30.11. war dann das erste adventliche Programm gefragt beim Adventsgottesdienst von "Wir sind Kirche" traditionell in St.Peter am Perlach, der heuer ganz besonders gut besucht war. Weil der "Stammtenor" der Dienstagsgruppe krankheitsbedingt ausgefallen war, musste ein "Leihtenor" von der Mittwochgruppe einspringen... aber es ist gut über die Bühne gegangen.

Schon am 11.12. haben wir mit demselben Programm (französiche Weihnachtslieder) den Adventsgottesdienst des Katholischen Frauenbundes mitgestaltet - wir sind für 2010 dafür schon wieder engagiert! (Um Irmgards Nerven zu schonen, hat mein Mann - ausnahmsweise - den Tenor verstärkt.)

Am 13.12. hatte Katharina von der Mittwochsgruppe in der Christengemeinde, der sie angehört ein "Weihnachtliches Konzert" nach dem Gottedienst angekündigt. Mit Texten und viel weihnachtlicher Musik aus vielerlei Ländern haben wir den Zuhörern "heuer die schönste Weihnachtsfeier" geboten - für die Spielerinnen ein sehr motivierendes Erlebnis. Am Abend des selben Tages war dann meine dritte Gruppe, das Trio, im Einsatz. Wir durften beim Adventskonzert des Deuringer Singkreises mitwirken - neben mehreren Chören und Vokalensembles.

Und - last not least - hat am 18.12. wieder das Trio die Weihnachtsfeier des Lionsclubs Augsburg Raetia mit einer kurzen musikalischen Einlage festlich gestaltet. Meine Bedenken, vor einem doch sehr anspruchsvollen Publikum zu musizieren, waren unnötig. Wir haben Bewunderung und echte Begeisterung ausgelöst. Dieser Sound war etwas Neues.

Gut, dass jetz im Neuen Jahr etwas Ruhe einkehren kann - nur etwas. Zum Weltgebetstag sollen wir heuer nicht mit den Flöten, sondern mit Percussionsinstrumenten musizieren -mal sehen, wie das wird.

Dafür läuft seit Oktober ein Projekt mit eine Blockflötengruppe. Wir werden doppelchörig musizieren, Chor I die Blockflöten, Chor II die Bambusflöten. Die anfängliche Skepsis bei den Blockflöterinnen war schnell überwunden, es geht wunderbar!

Und eine Blockflötenspielerin hat sich gleich zu einem Baukurs angemeldet. Der hat am 9./10. Januar im Gemeindesaal der Barfüssergemeinde stattgefunden - viele von euch kennen ihn. Sechs TeilnehmerInnen haben zwei Bässe, einen Tenor, zwei Altflöten und einen Sopran gebaut. Das neue Quartett will sich 14täglich treffen...

Vielleicht haben wir dann auch Zuwachs bei den Flöten- Wander- Wellnesstagen, die in diesem Jahr wieder vom 12. -16. Mai in Kempten stattfinden. Wir freuen uns über neue Teilnehmer, die Lust auf sehr viel Musizieren, etwas Wandern und allgemeines Wohlfühlen haben!!!

Ilse Benning


"Aus heiterem Himmel sieht uns die Schöpfung zu"
    Lustiges und Listiges aus den Schöpfungsmythen der Völker

Unter diesem Motto gestalteten wir die 20. Berliner Märchentage am 14.11.2009 in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Wedding. Mitglieder des Projekts "Märchen für Jung und Alt" wurden vom Berliner Bambusflötenensemble unter Leitung von Ursula Rothen musikalisch begleitet. Mir oblag die Aufgabe mit verschiedenen Percussionsinstrumenten das Ensemble zu unterstützen. Es war nicht immer einfach synchron mit den Bambusflöten zu spielen, weil jeder Musiker seine eigene Vorstellung von Takt - Zeit - Raum hat. Das Entscheidende ist immer das aufeinander Hören und der Blickkontakt, was erst eine homogene Musiksprache ausmacht. Mich hat es auf jeden Fall sehr gefreut die Begeisterung der Zuhörer aufzunehmen und freue mich schon auf die nächsten Märchentage.

Christian Kern


Altflötenbau in einer vierten Klasse

Nach den Herbstferien begann unsere Bambusflötenwerkstatt mit 26 Kindern in Wilhelmsruh - im Rahmen des Musikunterrichts, der aber etwas erweitert wird. Wir treffen uns jeweils mit der Hälfte der Kinder im 14tägigen Rhythmus und haben dann ca. 70 Minuten Zeit. Es wird gefeilt, gebohrt, gesägt und gespielt - manchmal sehr konzentriert und effektiv, manchmal mit Tischtennispausen und frischer Luft. Zum Glück gibt es tatkräftige Unterstützung - Ursula hilft mit ihrem enormen Fachwissen, aber auch Werkzeug und Aufmunterung bringt sie mit und trägt so zum Gelingen bei: Die Rohre sind gut aufbereitet, die Fenster und Kanäle nachgearbeitet, die Korken passen! Das war die Arbeit der ersten zwei Monate...

Wir haben jetzt mit der ersten Gruppe den ersten Ton auf den Instrumenten gespielt! Die Kinder sind begeistert, sie sagen, dass es so schön, so warm klingt. Sie wollen unbedingt bald weiterbauen, jetzt kommen aber erst einmal Winterferien.
Wir sagen auch Danke an Mike in Hamburg, der uns ein Extra-Paket mit Altflötenrohren schickte!
Ich hoffe Euch bald von unserem ersten Spielen berichten zu können! Viele liebe Grüße aus Berlin sendet

Frieda Hartmann

 

 


Donnerstag, 3.12.2009 in der Augsburger Allgemeinen Zeitung / Augsburg vor Ort

 

 


Aus dem Gildenbrief Nr. 26, Oktober 2009


Neues aus Berlin

Wir werden im Rahmen des Quartiermanagements Brunnenviertel-Ackerstraße aus Mitteln des Programms Soziale Stadt von EU, Bund und Land Berlin gefördert und werden auf dem Abenteuerspielplatz Humboldthain im Wedding am 2. und 23. Oktober ab 14 Uhr Kuckucksflöten bauen.


Nach den Herbstferien werden 2 Gruppen mit je 14 Kindern einer Schulklasse in Pankow im Musikunterricht mit Frieda Hartmann und meiner Unterstützung ihre ersten Altflöten bauen. Wir dürfen auf das zukünftige Klassenorchester gespannt sein!


Im Rahmen der 20. Berliner Märchentage "Weltgeschichten- von Schöpfern und Geschöpfen" werden Bambusflöten an folgenden Veranstaltungen zu hören sein:

7.11. 16.00 Uhr Orangerie im Schlosspark Oranienburg, Brandenburg
"Märchen in der Orangerie"
anlässlich der 20. Berliner Märchentage zu Gast in Brandenburg werden Märchen von Schöpfern und Geschöpfen aus dem Märchenprojekt "Märchen für Jung und Alt" mit einem musikalischen Rahmenprogramm (u.a. mit Bambusflöten) präsentiert. Eine Benefizveranstaltung für die Behinderten-Selbsthilfegruppe in Oranienburg.
(Eintritt 6.-, ermäßigt 3.-)

8.11. 11.00 Uhr Alte Schulscheune Diensdorf, Brandenburg
"Wie die Sonne an den Himmel kam"
Aus lauter ärger wirft ein Ureinwohner Australiens einen Gegenstand in den Himmel: Der entzündet sich zu einem Feuer, das weit leuchtet. Dem Schöpfer gefällt es. Was wird er mit dem Feuer machen? Es erzählen Brigitte Schaller und Klaus-Dieter Osterburg aus dem Märchenprojekt "Märchen für Jung und Alt". Sie werden begleitet von Ursula Rothen Kern auf der Bambusflöte.
(Eintritt frei)

8.11. 17.00 Uhr Alte Schulscheune Diensdorf, Brandenburg
"Wie die Narzisse entstand"
Der Knabe Narziss wird von allen geliebt. Das ärgert Medusa, die einen hässlichen Sohn hat. Siwe schickt einen Fluch über Narziss. Was wird mit Narziss geschehen? Es erzählen Brigitte Schaller und Klaus-Dieter Osterburg aus dem Märchenprojekt "Märchen für Jung und Alt". Sie werden begleitet von Ursula Rothen Kern auf der Bambusflöte.
(Eintritt frei)

14.11. 18.00 Uhr Bibliothek am Luisenbad, Berlin-Wedding
"Aus heiterem Himmel sieht uns die Schöpfung zu"
Mit Worten und Melodien wird Lustiges und Listiges aus den Schöpfungsmythen der Völker erzählt. Mitglieder des Projekts "Märchen für Jung und Alt" werden begleitet von MusikerInnen auf selbstgebauten Bambusflöten.
(Eintritt frei, um Spenden wird gebeten, Voranmeldung empfohlen, Tel. 901845610)

18.11. 18.30 Uhr Bröhan-Museum, Berlin-Charlottenburg
"Die Brokatweberin"
Die Weberin arbeitet Tag und Nacht, um das schönste Bild ihres Lebens zu weben. "Ach könnte ich in dieser schönen Landschaft leben, die ich hier im Bild sehe!", wünscht sich die Weberin. Dieses und andere Märchen erzählen Heike Grützmacher und Uwe Günzel, begleitet auf der Bambusflöte von Ursula Rothen Kern.
(Eintritt 6.-, ermäßigt 4.-)

Ursula Rothen Kern

 

 

Kempten war prima!

Wir waren 15 flötenbegeisterte Damen, dabei zwei aus der Schweiz und eine aus Österreich. Im großzügigen Haus St.Raphael am Rand der Innenstadt haben wir uns pudelwohl gefühlt. Ein großer, heller Raum zum Musizieren, schöne Zimmer, ein großer Park, gutes Essen, Aufzüge in alle Etagen (auch zum gemütlichen Bierstüberl im Keller!) - besser hätte es nicht sein können. So viel zum Thema Wohlfühlen.

Das Wandern ist auch nicht zu kurz gekommen. Ein Abendausflug zum Kräutergarten in der alten Burg, eine Nachmittagswanderung zum Eschacher Weiher mit Bademöglichkeit für unerschrockene Wasserratten und die individuellen Morgen- und Abendwanderungen durch den gleich hinter dem Haus liegenden Buchenwald - auch das war vom Feinsten!

Das Hauptthema Flöten wurde natürlich auch erfüllt mit mindestens sechs intensiven Übungsstunden täglich. Zusätzlich konnten schwierigere Stellen mit Annemarie Wild im Nebenzimmer erarbeitet werden, während die Fortgeschrittenen sich im Blattspiel übten... Dass Annemarie uns mit der Gitarre begleiten konnte, war ein zusätzlicher Gewinn.

Am Sonntag durften wir auf Wunsch der Hausschwestern die Messe in der Hauskapelle mit gestalten. Von der Empore aus musizierten wir zum Einzug, nach der Lesung, zur Gabenbereitung und zur Kommunion. Und weil die Gottesdienstbesucher unsere Flöten gerne noch länger hören wollten, gaben wir im Anschluss an die Messe noch ein kleines "Konzert" im Foyer.

Fazit: die nächsten Flöten-Wander-Wohlfühltage 2010 sollen wieder in Kempten stattfinden. Gebuchter Termin: 12.bis 16. Mai 2010 (über Christi Himmelfahrt) Wer Lust bekommen haben sollte, das nächste mal dabei zu sein, ist schon jetzt herzlich dazu eingeladen!

weitere Photos

Ilse Benning

 

 


1. Bambus-Tag in Weimar

Am Samstag, den 12. September 2009, fand unser 1. Bambus-Tag in Weimar statt. Die Bambusflötengruppe Weimar lud dazu ein. Wir empfingen unsere leider nicht so zahlreichen Gäste mit selbstgebackenem Kuchen und reichten Bambus-Tee und Bambus-Kaffee dazu. Der Coudraysaal der Musikschule "O. Gerster" wurde von uns mit Bambuspflanzen geschmückt, Bambusstangen und viele noch im Bau sich befindende Flöten bildeten das Bühnenbild. Wir eröffneten unser Konzert mit einer Pavane, Galliarde und Tourdion. Wir, das sind Angela Schmidt und Marie Wienroeder an der Sopranflöte, Ingeborg Arndt und Peter Bleisch, Alt, Gabi Döller Tenor und am Bass Anneliese Scholz. Außerdem nutzten wir die bereits eingeübten drei Elemente: Erde, Wasser und Luft, welche wir dieses Mal ganz allein spielten - es gelang! Die Legende und das Märchen wurden gelesen.......... ein fast einstündiges Programm. Im Anschluss waren alle Gäste eingeladen, die selbst kreierten Salate und Reisrollen zu probieren. Neugierig hörten sich die Gäste auch einen kleinen Vortrag über das Bauen an und staunten, dass es auch Bambus-Pflaster und Kleidung gibt. Mit einem Schluck Sekt beendeten wir das gesellige Beisammensein und freuen uns schon auf das nächste Jahr! Vielleicht dann mit Gästen aus der Bambusflötengilde. Liebe Grüße

Anneliese Scholz

 

 

Bambus trifft Bambus in Schloss Dyck

Wenn ich das Wort "Bambus" höre, denke ich zuerst an die Rohre, aus denen unsere Instrumente gebaut sind, und an den weichen Klang der Flöten. Andere denken bei "Bambus" an die große Vielfalt der Pflanzenart. Am letzten Samstag im August begegneten sich Bambusfreunde der Musik und der Pflanzen im Park des niederrheinischen Schlosses Dyck. Und das kam so:

Im vorigen Jahr erfuhr ich, dass es nicht weit von meinem Wohnort entfernt einen Bambusgarten gibt. Im Herbst besuchte ich den Bambusfreund, und er nahm sich viel Zeit, um mir sein großes Gelände mit den vielen verschiedenen Bambusarten zu zeigen und zu erklären. Ich hatte nicht geahnt, dass es in Europa so viele Arten mit so unterschiedlichen Wuchsformen und Wachstumsbedingungen gibt. Der Hobbygärtner erzählte mir auch von der EBS (European Bamboo Society) und der deutschen Sektion, die im August 2009 ihr 20-jähriges Jubiläum feiern würde. Und dann kam auch schon die Einladung: "Können Sie bei unserem Fest Musik auf Ihren Bambusflöten machen?" Das war eine reizvolle Aufgabe!

Nach verschiedenen Telefongesprächen kam es schließlich zu Verabredungen, und dann trafen sich 8 BambusflötenspielerInnen in Düsseldorf zu einem Probenvormittag und fuhren am Mittag nach Schloss Dyck zum Jubiläumsfest der EBS. In einem großen Zelt bauten wir unsere Utensilien auf, und bald erklang 3-5-stimmige Bambusflötenmusik auf dem Ausstellungsgelände. Immer mehr BesucherInnen ließen sich locken von Melodien aus Mozarts Zauberflöte, von Chorälen, Volksliedern und anderen Musikstücken. Eine Konzertatmosphäre herrschte zwar nicht im Zelt, aber viele interessierte Leute kamen herein, freuten sich an unserer Musik und spendeten reichlich Applaus. Anschließend sahen wir uns im Veranstaltungsgelände um. Dort gab es zahlreiche Verkaufsangebote: Bambuspflanzen, Bambusinformationen, Handwerkliches aus Bambus und vieles anderes mehr. Bei angenehmem Spätsommerwetter schlenderten wir durch den Park, sahen den Bereich "Gartenkunst" und erreichten dann den Bambusgarten mit mehr als 50 Bambusarten vom Bodendeckerbambus bis zum Riesenbambus, unterschiedliche Halme, bzw. Rohre und Blattzeichnungen . Das sanfte Rauschen der Blätter wirkte fast verzaubernd und vermittelte Urlaubsstimmung. So erlebten wir einen schönen Tag mit Bambusfreunden der einen und der anderen Art.

Elisabeth Hämer

5. Flöten-Wander-Wohlfühltage: 10.06.-14.06.2009
im Bildungshaus St. Raphael in Kempten (www.bildungshaus-st-raphael.de)

Nachdem wir uns 1x im Tessin und 3x in Wessobrunn getroffen haben soll es heuer Kempten sein. Das moderne Bildungshaus St. Raphael bietet uns Ein- und Zweibettzimmer mit Nasszellen und die nötigen Seminarräume an. Es sind wieder intensive Übungszeiten im Plenum oder Kleingruppen am Vormittag und abends vorgesehen, die Nachmittage können zum Wandern oder Stadtbummeln genutzt werden - in und um Kempten gibt es einiges zu sehen!

Teilnehmen kann, wer mindestens eine Bambusflöte besitzt und einfache Stücke vom Blatt spielen kann.

Kosten: Vollpension pro Tag 41 Euro im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 5,00 Euro pro Tag

Kursbeitrag: 50 Euro (für Gildenmitglieder 45 Euro)
Kursleitung : Ilse Benning mit Annemarie Wild
Mindestteilnehmerzahl: 10

 

 


Aus dem Gildenbrief Nr. 25, Mai 2009

>> Bericht zum Bauhaus anläßlich des Weimarer Treffens im Mai, von Ursula Rothen

 

 

Bericht aus dem Süden

Wie üblich: öffentliches Musizieren am 03.03. im Städtischen Hospitalstift zu Texten von Erich Kästner am 06.03. beim Weltgebetstag der Frauen am 27.03. beim Missionsnachmittag in Maria Stern zu Texten von und über Elly Heuss-Knapp am 03.04. bei einem Trauergottesdienst im Diakonissenhaus Am 16.06. soll das Programm vom 03.03. im Sparkassen-Altenheim wiederholt werden. Dazwischen mehr oder minder regelmäßige übungsstunden mit den drei verschiedenen Spielgruppen.

Dagmar Ravenschlag (Vorstandsmitglied) hat mich für eine Woche in Augsburg besucht, um meine etwas andere Flötenbauweise zu erlernen. Sie hat Sopranflöten in Serie gebaut und schon einige Sicherheit gewonnen. Zurzeit ist sie durch eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter stark eingebremst, aber irgendwann wird sie eine Prüfung ablegen und mit Kindern ihrer Gemeinde in Hannover zu bauen beginnen.

über unsere Homepage ist ein Blockflötenlehrer aus dem Raum Stuttgart auf uns aufmerksam geworden. Er hat mit mir Kontakt aufgenommen und war an einem Samstag bei mir in Augsburg. Er ist mit einem "klingenden Rohr" sehr zufrieden und motiviert heimgefahren. Mal sehen, was daraus wird.

Für die Flötentage in Kempten vom 10.-14.Juni (über Fronleichnam) haben sich 12 Teilnehmerinnen angemeldet, genug, dass wir auch im Doppelquartett musizieren können! Annemarie Wild bringt wieder ihre Gitarre mit, für ein abwechslungsreiches Programm wird also gesorgt sein. Ich bin gerade heftig damit beschäftigt, geeignete Literatur zusammen zu tragen!! Wer Lust hat bekommen hat, auch dabei zu sein, kann sich auch noch kurzfristig bei mir anmelden.

Ganz herzliche Grüße aus Augsburg
Ilse Benning


Gemeinde musiziert am 13.

Eine Initiative des neuen Kantors der Sophiengemeinde Jonas Sandmeier, die von nun an jeden 13. des Monats stattfindet, fand auch beim Erwachsenenensemble Anklang: und so spielten wir im Mai zum Thema Händel aus der Feuerwerksmusik La Paix und ließen gemeinsam mit Geigen, Cello, Kontrabass, Gambe, Akkordeon, Cembalo und Chor ein geistliches Werk des Barockkünstlers erklingen. Die Kombination von so unterschiedlichen Instrumenten ist immer wieder reizvoll.

Ursula Rothen Kern


Treffen mit den Weimarer Flöten

Zum alljährlichen Fest der Weimarer Musikschule sind alle Gruppen der Musikschule eingeladen, ihr Können zu präsentieren. Die kleine Bambusflötengruppe von Anneliese Scholz wird auch dabei sein, um den Gästen einen Eindruck vom schönen Klang der Bambusflöte zu geben. Um mit den zarten Tönen die große Weimarhalle füllen zu können, besorgt Anneliese klangkräftige Unterstützung aus Augsburg und Berlin.

Die Weimarer, Augsburger und Berliner kennen sich schon vom Treffen in Berlin im vergan-genen Jahr, als wir in der Zionskirche anlässlich des Jubiläums der Bambusflötengilde in Deutschland ein gemeinsames Konzert gegeben haben. Gerne nehmen einige der Berliner Gruppe von Ursula Rothen und auch Maria Dankesreiter aus Augsburg die Einladung für ein musikalisches Wochenende in Weimar an.

Mit dem Wochenendticket gondeln wir Berliner also am Samstagmorgen durch die Lande und freuen uns an den gelben Rapsfeldern vor blauem Sommerhimmel. Ursula - ursprünglich aus der Schweiz kommend - genießt besonders die hügeliger werdende Landschaft.

Die Weimarer empfangen uns mit Kaffee und Kuchen in dem schönen alten Gebäude der Musikschule, wo wir dann auch unsere Stücke gemeinsam proben. Sopran, Alt, Tenor und Bass können glücklicherweise alle mindestens doppelt besetzt werden und alle haben wir vorher geübt, so dass das gemeinsame Spiel auch schon bald ganz passabel klingt. Am Abend lockt die Weimarer Lange Nacht der Museen mit vielen interessanten Angeboten.

Das Musikschulfest am Sonntagnachmittag findet in der imposanten Weimarhalle statt. Wir Berliner sind beeindruckt von der großen Zahl an Schülern, die ihr Können zeigen. Ein langes Programm über mehr als zwei Stunden lockt immer wieder zum Applaus. Da beeindruckt die Suzuki-Geigengruppe, in der alle ohne Noten und nur nach Gehör spielen oder die Bigband mit ihrem Zusammenspiel. Man spürt die Begeisterung der Musiker und wie sehr sich die Zuhörer - offenbar vorwiegend Familienangehörige und viele, auch kleine Kinder - über die dargebotenen Leistungen freuen.

Auch wir ernten Applaus mit unserer im Vergleich zu den anderen Gruppen eher kurzen Darbietung (Erde, Wasser und Luft aus den vier Elementen von Wim Burghout und Luisinga aus Lomdaväla von Curdin Janett).

Zum Abschluss spielen alle Teilnehmer das James-Bond-Medley, arrangiert von Tim Jäkel nach der Musik von Montey Norman, John Barry und Marvin Hamlisch. Wir sind so viele, dass wir kaum alle Platz auf der eigentlich riesigen Bühne finden. Es ist toll, da mitten dabei zu sein!

Glücklich über dieses gelungene Wochenende und das Wiedersehen mit den Weimarern zuckeln wir dann wieder nach Berlin zurück.

Barbara Wirth

Ich kann meine Begeisterung und Freude über diese so schönen Stunden, ob Proben oder Auftritte auf der großen Bühne in Weimar nicht in Worte fassen. Es muss selbst erlebt werden.

Maria Dankesreiter

 

 

Musizieren im Hospitalstift am 3.3.

Zum zweiten mal waren wir in das Hospitalstift eingeladen, einem Städtischen Alters- und Pflegeheim mit angegliedertem "betreuten Wohnen", um mit den Bambusflöten einen Nachmittag zu gestalten. "Musik und Texte" sind immer ein erwünschtes Angebot, diesmal hat Marianne Rogall die Monatsgedichte von Erich Kästner vorgeschlagen, 13 launige und tiefsinnige Gedanken zu jeden Monat, ein dreizehnter dazu erfunden . Also haben wir uns 14 Stücke für Bambusflöten-Quartett ausgewählt, dazu noch eines als "Rausschmeisser", kunterbunt gemischt, Altes und Neues, eine halbe bis längstens zwei Minuten lang, zwischen den Texten gespielt. Die 24 Zuhörer/innen waren ganz bei der Sache und am Ende sehr angetan. Dass die Flöten selbst gebaut sein sollten, wie denn das geht, wo denn die Literatur zu finden ist, wie denn wir sechs Spielerinnen uns gefunden hätten - wir wurden mit Fragen überhäuft und bekamen viel Lob. Eine Besucherin hat gestanden, die Texte zwar nicht verstanden zu haben, die Ohren sind schon so schlecht, aber die Musik habe sie gut gehört, es war so eine erholsame Stunde, die weichen Töne haben gut getan, keine so schrillen Töne. Also sind auch wir zufrieden heimgegangen, die Mühe der Vorbereitung hat sich wieder einmal gelohnt - vielleicht können wir mit dem selben Programm auch noch andere Senioren beglücken.

Ilse Benning

 


 


Aus dem Gildenbrief Nr. 24, Februar 2009


De dag van de bamboefluit

Am 30. 12. 2008, auf den Tag genau 70 Jahre nach der Gründung der Niederländischen Bambusflötengilde strömten über 900 Menschen jeden Alters ins "Muziekgebouw aan't IJ" in Amsterdam. Im modernen Gebäude am Hafen unweit des Hauptbahnhofs, welches mit dem "BIMHUIS" (Jazz und improvisierte Musik) kombiniert ist, finden im Jahr ungefähr 300 Konzerte von Weltmusik bis Klassik statt.
In den weiträumigen Foyers auf drei Ebenen gab es am Jubiläumstag ein vielseitiges Angebot:
Ein offenes Podium, CD- und Notenverkaufstände ("winkel van sinkel"), einen Flötendoktor, Werk- und Basteltische, ein Antiquariat, Bildschirme, auf denen Diashows von Kursen oder die neue, sehr interessante DVD der Bambusflötenarbeit in den Niederlanden liefen, Lese-, Unterrichtsmaterialien und sogar einen Flötenausleihservice (ihr fragt euch bestimmt: wozu?).

Zu den Höhepunkten des Tages gehörten nebst den Demonstrationen von Kinder-, Meisterklassen und dem "Bambuso sonoro" von Hans van Koolwjik, das Konzertprogramm im großen Saal, eröffnet vom Beaufort-Ensemble unter der Leitung von Gonny Arentz.
Im weiteren wurden ebenfalls vorwiegend niederländische Kompositionen gespielt: In einem Orchester mit vielen Kindern "Kikkerkonig Kwekkelaer" von Chrystal Cochius, den Yubpen (Young Urban Bamboopipeplayers) Stücke, die auf der CD "Wolken, Wind, Water" zu hören sind, mit "Lage Fluiten" unter der Leitung von Truus Siddré und vom Jugendoktett "Wimboe" mit dem Dirigenten und Komponisten Wim Burghout den Bambusflöten-Evergreen "The four elements".

Um halb drei war es dann soweit: Mitspielkonzert! Und der Saal füllte sich mit BambusflötenspielerInnen, FreundInnen und Gästen. Mit Rineke Marwitz am Flügel stimmten alle in Kanons, mehrstimmigen afrikanischen Gesang und andere Lieder ein. Kleine Ensembles - vorwiegend ProfimusikerInnen - spielten dazwischen kurzweilige Musik auch in Kombination mit anderen Instrumenten.


Nach zwei Ansprachen - ach wie charmant klingt niederländisch für Deutschsprechende - war es wiederum Wim Burghout, der mit dem Plenum - aha, jetzt kamen die Leihflöten zum Zuge - einen vierstimmigen vielleicht 16 Takte langen Teil der Festkomposition einübte und zusammen mit "Wimboe" zur Uraufführung brachte.

Das Schlussbouquet stand unter dem Motto: kein Tag ohne Pfeifkonzert.
Hans van Koolwejik dirigierte das "Luftballon-mit-kleinen-und-grossen-Pfeifen-dran-Orchester", und Helium gefüllte Ballons stiegen hohe und tiefe Töne blasend bis an die Foyerdecke und glitten sanft wieder hinunter.
Wer den Künstler aus dem Internationalen Kurs in Mechelen 2001 kennt, kann sich die humorvolle Performance bestimmt vorstellen...
Good piping!

Ursula Rothen Kern

 

 

Neues und altes aus Augsburg

Zu neunt sind wir nach Berlin gefahren - und begeistert wieder heimgekommen! Das von Ursula liebevoll geplante Fest war wirklich ein Erlebnis! Herzlichen Dank an die Berliner Gastgeber/innen und Mitgestalter/innen. Mit Gruppenticket für die Hinfahrt und "Schönes Wochenende" für die Heimreise sind auch die Fahrtkosten im Rahmen geblieben. Wir freuen uns auf ein nächstes Treffen in Wetter - oder in Weimar? - 2010.
Wer Lust bekommen hat auf das musizieren in einer größeren Gruppe ist herzlichst eingeladen zu den jetzt schon traditionellen bayrischen "Flöten-Wander-Wohlfühltagen" zu kommen!

Ein paar mal hatten wir wieder Gelegenheit, öffentlich zu musizieren:
Beim Gottesdienst zum oekumenischen Frauenkongress in Augsburg
Bei der Adventsfeier von "Wir sind Kirche" in St.Peter am Perlach
Bei der Weihnachtsfeier des Besuchsdienstes am Klinikum

Am 3. März werden wir wieder im Altenheim "Hospitalstift" mit Musik und Texten einen Nachmittag gestalten; die Probenphase für den Weltgebetstag der Frauen am 6. März beginnt und als Idee und Versuch wollen wir unsere Probennachmittage in einem Altenheim durchführen in der Annahme, dass das etwas Abwechslung in den Seniorenalltag bringen könnte. Mal sehen.

Ein Baukurs ist in Vorbereitung - Februar?, März? Wer interessiert ist, sollte sich bei mir melden.

Leider können einige treue Mitglieder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv dabei sein, sie fehlen uns sehr!

Mit herzlichen Grüßen aus Augsburg
Ilse Benning

 

 

 ...das waren die 19. Berliner Märchentage "TellStories" - Märchen und Geschichten aus der viersprachigen Schweiz

Im Rahmen der 19. Berliner Märchentage "TELLstories" erzählte Klaus-Dieter Osterburg die Sage vom Quellenmann aus Bivio (rätoromanische Schweiz). Dazu erklangen die gleichnamige Komposition von Curdin Janett für selbstgebaute Bambusflöten (Leitung: Ursula Rothen Kern) und Harmonium (Thomas Noll).


>> alle Aktivitäten der Bambusflötengilde zu den Märchentagen



 
     

 

 

Jubiläum "10 Jahre Bambusflötengilde in Deutschland e.V."

Am ersten Oktoberwochenende trafen sich 38 BambusflötenspielerInnen in Berlin, um dort das 10-jährige Bestehen der Gilde zu feiern. Aus allen Richtungen Deutschlands waren sie angereist, und sogar Gäste aus Schottland, den Niederlanden und der Schweiz waren der Einladung gefolgt. So gab es fröhliches Wiedersehen und neues Kennenlernen und natürlich das gemeinsame Musizieren. Einige erlebten es zum ersten Mal, wie schön die Bambusflöten in einer großen Gruppe klingen und waren begeistert.

 

Nach drei intensiven Proben konnten wir am Samstagabend in der Zionskirche ein Jubiläumskonzert aufführen. Es begann mit einem 10-stimmigen Canonetto, für die wir uns auf der rund umlaufenden Empore verteilten, so dass der Kirchenraum von allen Seiten mit Flötenklang erfüllt wurde - ein herrlicher Raumklang in diesem großartigen Klangraum. Das professionell vorgetragene chinesische Märchen von der Entstehung der Musik (Sprecherin: Dorothee Grieshammer) wurde eingerahmt und kommentiert durch zahlreiche Darbietungen der Bambusflöten, mal von allen, mal von einer Gruppe, mal als Solo. Durch das engagierte Dirigieren von Ursula Rothen Kern, aber auch durch die hohe Motivation aller wurde das Konzert für Zuhörende und Mitwirkende zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Ein reichhaltiges Büffet einschließlich kunstvoll zubereiteter Jubiläumstorte krönten den festlichen Abend. Es kam zu manchen Begegnungen, und besonders interessant war es, als sich uns eine Frau vorstellte, die vor mehr als 60 Jahren in Güstrow bei Charlotte Schulze eine Bambusflöte gebaut hatte und noch heute fast täglich darauf spielt.

Am Abend zuvor wurde unser Zusammensein eröffnet durch mehrere Darbietungen der Weimarer Bambusflötengruppe, die als jüngste Gruppe besondere Anerkennung verdient; denn durch den Einsatz von Anneliese Scholz können seit 2 Jahren auch in Weimar Bambusflöten gebaut und gespielt werden.

Ein Rückblick auf den Beginn der Gildengründung und auf die langjährige Bambusflötenarbeit zuvor in Augsburg, Düsseldorf und Güstrow durfte nicht fehlen, ebenso wenig wie die "Ost-Erweiterung" in den letzten Jahren, besonders rund um Berlin und Weimar. An dem Lied von den Bambusflöten-Babys hatten alle viel Freude.

Am Sonntagmorgen wirkten wir mit in einem sehr lebendigen Erntedankgottesdienst der Zionskirchgemeinde. Im Mittelpunkt stand das Thema "Danken und Teilen", das auch schon beim Jubiläumskonzert am Abend zuvor anklang und zu unseren Erfahrungen passte:

Bambus
gewachsen
geerntet
gestaltet
zum Klingen gebracht.
Der Atem singt Dank,
dem Schöpfer,
dem Meister, der Meisterin.


Wie schön, das gemeinsame Musizieren und den Klang miteinander teilen zu können und andere daran teilhaben zu lassen!

Ein besonderer Dank gilt Ursula, die das Wochenende lange vorbereitet hatte und zusammen mit ihrem Mann Christian und vielen Helferinnen und Helfern dafür sorgte, dass alle Gäste gut untergebracht und versorgt waren und sich rundum wohl fühlen konnten! Für Sonntagmittag hatte sie sogar noch einen philosophischen Vortrag mit Instrumentenvorführung von Dr. Eichler für uns organisiert. Wir wurden in viele Kulturen und Epochen entführt und setzten uns mit physikalischen Problemen der Tonentwicklung auf Blasinstrumenten auseinander.

Anschließend hieß es dann "Auf Wiedersehen" bis zum nächsten großen Treffen in Volmarstein.

Elisabeth Hämer


>> Grußwort von Werner Schmitt, Direktor der Musikschule Konservatorium Bern

Grußworte von Bambusflöten Schweiz, flûtes de bambou association suisse, flauti di bambù associatione svizzera

 

Impressionen zum Festkonzert in der Zionskirche Berlin

Es war, als würden die einzelnen Töne den Flöten entfliehen wollen, um sich voller Ungeduld in der Höhe der Kirchenkuppel zu treffen.
Dort vereinten sie sich!
Große und kleine, bunt schillernde Seifenblasen.
Die dunkle Tiefe der Bässe; dezent hielten sie sich im Hintergrund, doch laut genug um zu sagen:
Ich bin da
Tenor und Alt vereinten sich, schwollen an und verteilten die eigenartige Sanftheit unserer Bambusflöten im weiten Raum.
Und schließlich, keck und verspielt, der Sopran:
Oftmals kletterte er über alle Töne hinauf ins Kirchenschiff um dort vorwitzig auf uns herabzuklingen.
Alle kamen sie zusammen und tanzten einen Reigen der Zuneigung, der Freude am Spiel und der Gemeinschaft, um dann zusammen in der Unendlichkeit der Weite des Raumes zu verschwinden!

Katharina-Maria Bernkopf-Thoden

 

 

Eine interessante Webseite

Karin Coach, eine Eutonielehrerin aus Hamburg, erkundigte sich neulich bei uns nach Charlotte Blensdorf - Mac Jannet (siehe Gildenbrief Nr.17), die über die Rhythmik- und Bambusflötenarbeit mit der Begründerin der Eutonie Gerda Alexander verbunden war. Über diese interessante Persönlichkeit schreibt Ulla Weber auf der dänischen Website www.eutoni.dk im Vorwort:

"Gerda Alexander wurde 1908 in Wuppertal geboren, und starb dort 1994. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie allerdings in Kopenhagen. Am 15. Februar 2008 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Gerda Alexander entwickelte ihre eigene Entspannungsmethode, die sie ab 1959 "Eutonie" nannte, bei der es darum geht den Körper in einen Zustand "wohl ausgeglichener Spannung" zu bringen (eu: griechisch = gut, harmonisch, tonus: latein= Spannung) Ihre Methode entwickelte Gerda Alexander im Kontakt mit Strömungen ihrer Zeit. Dazu gehörten internationale Kreise der Musik, des Theaters und der rhythmischen Erziehung, sowie der Pädagogik, Körperbildung und Therapie. Immer wieder inspirierte sie andere und ließ sich von anderen inspirieren. Ihre Grundausbildung erhielt Gerda Alexander in Deutschland. Während ihres ganzen Lebens stand sie in Verbindung mit Persönlichkeiten, die ähnliche Ziele wie sie verfolgten. Sie veranstaltete Kurse in verschiedenen Ländern, besuchte internationale Kongresse und hielt Vorträge. Die Basis ihrer Arbeit war seit 1929 in Kopenhagen, wo sie von 1940-1987 an ihrer eigenen Schule EutonielehrerInnen ausbildete."

Ein Besuch der Website lohnt sich schon der schönen Bilder wegen u.a. Fotos der Arbeit mit Bambusflöten in den 30er-50er des 20. Jahrhunderts. Wir treffen dort auch auf bekannte Namen wie Henriette Goldenbaum, Karl Heinz Taubert... Neugierig geworden? -
Hier die Website von Ulla Weber


Spaß beim Verzieren der ersten Bambusflöte

 

 

Ingrid Gnettner berichtet von den Flöten - Wander - Wohlfühltagen in Wessobrunn >> hier lesen


Impressionen vom Kuckucksflötenbauen mit einer Schulklasse aus Berlin-Pankow

  

 


Aus dem Gildenbrief Nr. 22, Februar 2008


Rückblick 2007 und Ausblick 2008

Bei uns läuft es wie gehabt, drei Musiziergruppen, die sich 14-tägig treffen, öffentliches Musizieren bei verschiedenen Gelegenheiten, und: seit langer Zeit hat wieder einmal ein Baukurs stattgefunden. Es gibt einen neuen Alt, zwei neue Tenöre und einen neuen Bass in Augsburg. Wie bei mir meistens, sind es Erwachsene, die gebaut haben, zwei von ihnen spielten vorher noch nicht Flöte und haben viel zu üben, aber es wird. 2008 wird es wohl wieder einen Baukurs geben. Auch die nächsten Flöten-Wander-Wohlfühltage sind schon geplant. Dafür haben wir uns vom 21.-25. Mai noch einmal im Gästehaus Meierhof in Wessobrunn angemeldet. Es ist ein sehr geeigneter und schöner Platz, und die Preise sind ausgesprochen günstig: Vollpension pro Tag: 31.-€ im Doppelzimmer, 34.-€ im Einzelzimmer Kursbeitrag: 40.-€ (für Gildenmitglieder 36€)
über neue MitspielerInnen von nah und fern würden wir uns sehr freuen!!!
Für das 10-jährige Gildenjubiläum mache ich eifrig Werbung und denke, dass ich nicht alleine nach Berlin kommen werde. Ich hoffe, dort viele alte und neue Gildenfreunde zu treffen! Mit ganz herzlichen Grüßen

Ilse Benning


 3. Advent in der Zionskirchgemeinde

Jetzt spielt unsere kleine Gruppe von fünf Erwachsenen schon eine ganze Weile mit bis zu vier verschiedenen Flötenstimmen zusammen. Eines Mittwochs im Spätherbst schlägt uns Ursula vor, ein Stück einzuüben, das wir dann im Advent mit dem Kirchenchor zusammen vortragen könnten. Die Komposition von Michael Praetorius "Nun kommt der Heiden Heiland" ist ein achtstimmiges Werk für zwei Chöre. Wir sollen mit unseren Bambusflöten den Part des ersten Chors übernehmen. Das üben mit meiner Altflöte zuhause gestaltet sich ziemlich dröge. Die kurzen Sequenzen klingen nicht besonders, sie sind wenig eingängig, die Vorzeichen sind immer wieder Fallstricke und der Rhythmus prägt sich mir überhaupt nicht ein. Bei den Treffen mit meinen Flötenspieler-freunden üben wir mit Ursula das gemeinsame Spiel, wobei etwa die Hälfte der Zeit mit leisem Zählen ausgefüllt ist - das sind die Passagen, in denen der Chor 2 zu hören sein wird. Das klingt in meinen Ohren nicht besonders. Aber dank Ursula halten wir durch. Dann endlich, nach einigen Wochen ist es so weit: wir bekommen Verstärkung von weiteren Flötisten, üben noch einmal gemeinsam und treffen dann mit dem Chor der Zionskirche zusammen. Zum ersten Mal spielen und hören wir das Stück in seiner Gesamtheit, wobei sich Chor und Flöten immer wieder abwechseln. Und plötzlich klingt es! Da sind keine leeren Pausen mehr, vielmehr fliegen die Melodien zwischen den Sängern und Flötisten hin und her und manchmal singen/flöten wir auch alle zusammen. Es wir dynamisch und voll! Nach einigen Durchgängen haben wir schon ein wenig Gespür dafür entwickelt, wann wir einsetzen sollen, aber die Chorleiterin Julia Hedtfeld gibt uns ohnehin ein deutliches Zeichen. Beschwingt und mit Vorfreude auf den kommenden Sonntag gehen wir nach Hause. Und am Sonntag klappt alles ganz prima, jedenfalls höre ich keinen Fehler und wir bringen das Stück zu einem guten Ende. Nach dem Gottesdienst erhalten wir mehrmals Lob von den Gottes-dienstbesuchern. Das schönste Lob aber kommt von Julia: Sie äußert den Wunsch, ein solch gemeinsames Musizieren mal wieder zu veranstalten. Da freue ich mich schon drauf!

Barbara Wirth

P.S. Zum 10-jährige Jubiläum der Gilde vom 3.-5. Oktober in Berlin haben sich bereits über 20 Gäste aus Augsburg, Hannover, Weimar, Wetter, und Bern angemeldet! (Ihr auch??) Der wunderschöne Klangraum der Zionskirche ist reserviert für den Festakt mit Märchen und Musik. Zwei zeitgenössische Komponisten wurden angefragt, für diesen Anlass jeweils ein Stück zu schreiben. Wir dürfen gespannt sein!


Messe Erfurt

Am 27. April 2008 stellt Anneliese Scholz mit ihren SchülerInnen aus Weimar im Rahmen des "Kinder-Kult", ein Freizeit- und Medienevent für Familien und Schulen an einem Stand das Angebot "Bambusflöten Bau und Spiel" vor. Zwischen 14 und 16 Uhr präsentieren sie sich auf der Bühne der Messe Erfurt. Wir wünschen einen erfolgreichen Auftritt!


Einsam- Gemeinsam

Wie schön! Ich bin ganz begeistert, denn ich habe eine Entdeckung gemacht, die ich allen bekannt geben möchte, die auch in ihrer Stadt keine Spielgruppe haben. Meine Entdeckung heißt ECOUTE & JOUE. Das ist eine CD, die 18 abwechslungsreiche Bambusflötenstücke enthält, die alle erst einmal mit allen Stimmen vorgestellt werden. Ab Nummer 19 folgen die gleichen Stücke, aber jeweils eine Stimme ist ausgelassen worden. Auf diese Weise kann man selber Solo mitspielen. Meistens ist es die Sopranstimme, die ausgelassen wurde, aber auch alle anderen Stimmen sind dran. Insgesamt hat die CD 46 Tracks. Damit man gut reinkommt. Gibt es jeweils ein kleines Vorspiel. Zur CD gibt es das exakt passende Notenheft. Herausgegeben wurde das ganze von der "Guilde Française des Flûtes de Bambou - 117 rue Charles Tillon - 93300 Aubervilliers Tel. 0033 1 48 33 22 35"

"Bambusflötenspieler kommen rum" - ein Bericht von der Summerschool der britischen Gilde, Dunblane 2007 >>

Dagmar Ravenschlag


"Weihnachten in Volmarstein"

Im Herbst 2007 wurde in Volmarstein eine CD mit dem Titel "Weihnachten in Volmarstein" produziert. Alle Chöre und Musikgruppen des Ortes wurden um Beiträge gebeten. Wir suchten für die Aufnahme das Lied "Heiligste Nacht" (Melodie nach M. Haydn, vierstimmig von G.W. Teschner) aus. Es dauerte lange, bis die Aufnahme so gut war, dass wir zufrieden sein konnten. In der Adventszeit wurde die CD dann zugunsten des Gemeindehaus-Neubaus verkauft, und wir freuten uns, immer wieder zu hören, dass viele Leute den Beitrag unserer Bambusflötengruppe als besonders gelungen empfanden.

Hier eine Kostprobe: "Heiligste Nacht"

Elisabeth Hämer


Aus dem Gildenbrief Nr. 21, Oktober 2007


Kinder und Erwachsene spielen auf ihren Bambusflöten!

Am 17.07.2007 trafen sich Schüler, Eltern, und Liebhaber der Bambusflöte in Berlin-Mitte zum gemeinsamen Musizieren. Das Spielen fand wieder in den Unterrichtsräumen von Ursula Rothen Kern an der Brunnenstrasse 35 statt. 8 Kinder, 8 Erwachsene und 1 Jugendlicher gaben ihr Können zum Besten. Gespielt wurde unter anderem der Kanon: Horch, es singt der Glockenton oder der Tripelkanon von Betty Fernley, oder der Tuusigfüessler und vieles andere mehr... Einige Stücke wurden von mir perkussiv begleitet (mit Besen und kleiner Trommel, Triangel oder anderen Perkussionsinstrumenten) z.B.: Stay awake, Chim chim cher-ee, Jolly holiday, Yellow Submarine, Popcorn... Die Stimmung war hervorragend, alle fühlten sich wohl, außerdem wurden die Beiträge von mir digital aufgenommen, um später daraus ein Feedback herzuleiten. Im Anschluss gab es auch etwas fürs leibliche Wohl... z.B. Popcorn
Christian Kern

 


 10 Jahre Bambusflötengilde in Deutschland  e.V. - Wir feiern!!!

Vom 3.-5. Oktober 2008 findet das 10-jährige Jubiläum der Bambusflötengilde in Deutschland e.V. in Berlin statt. Wir werden zusammen musizieren, ein Konzert im Kathedralraum der Zionskirche organisieren (4. Oktober, 19.00 Uhr ist schon reserviert), Berlin erkunden.... Um abschätzen zu können, ob unsere privaten Unterkünfte ausreichen, bitte ich um rechtzeitige Anmeldung (bis Ende 2007). Eine Verlängerung des Aufenthaltes ist möglich.2 Aktuelle Infos erhaltet ihr laufend an dieser Stelle. Fragen, Ideen oder Anregungen können im Kontaktformular eingetragen werden: damit wird gleichzeitig der Vorstand informiert


Internationales

Unser neues Gildenmitglied Karin Posthumus, durch Übersiedelung aus den Niederlanden zu uns gestoßen, fährt seit einigen Jahren regelmäßig nach Ägypten, um dort in einer privaten Schule Bambusflöten zu bauen. Die Schule gehört zu einer Initiative, die nach anthroposophischen Richtlinien Pionierarbeit leistet. Wenn wir Glück haben hat Karin Zeit, im nächsten Jahr zu unserem 10-Jährigen nach Berlin zu kommen; dann könnte sie ausführlicher über dieses spannende Projekt erzählen.

Die Schweizerische Bambusflötengilde freut sich, euch zum internationalen Kurs für BambusflötenlehrerInnen unter dem Hauptthema "Renaissance" in Bienenberg bei Basel herzlich willkommen zu heißen. Auch angehende Lehrkräfte können am Kurs teilnehmen.

Termin: Samstag, 26. Juli - Sonntag, 3. August 2008
Kosten: Unterkunft mit Vollpension CHF 615.- bis 980.-
Kurskosten: CHF 290.- (inklusive Ausflug)

Anmeldung (und Anzahlung von CHF 200.-) bitte bis spätestens 15. Dezember 2007 an Elisabeth Meyer, Lindenrain 9, CH-3038 Kirchlindach. Infos und Anmeldeformulare sind erhältlich bei www.bambusfloete.ch oder bei Ursula Rothen.


Flöte Marke Eigenbau

Immer wieder eilen sie zum Stimmgerät. Blasen einen Ton. Prüfen die Tonhöhe, um eventuell noch kleine bauliche Korrekturen vornehmen zu können. Spannende Kursstunden liegen bereits hinter den fünf Teilnehmern des Kurses "Bambusflöten bauen und spielen", der an der Musikschule "Ottmar Gerster" erstmal angeboten wurde. "Ein völlig neues Konzept", sagt Kursleiterin Anneliese Scholz, das in der Schweiz bereits Furore machte, wo Bambusflöten-ensembles nach fernöstlichem Vorbild entstanden.
Das Besondere ist die Ganzheitlichkeit des Kurskonzeptes, unterstreicht Anneliese Scholz, seit 1988 Flötenlehrerin an der Musikschule "Ottmar Gerster". Jeder Teilnehmer baut sein Instrument selbst, um es nach Fertigstellung gemeinsam mit den andern zu spielen. Am Anfang steht nur ein Stück Bambus und viel Enthusiasmus. Nicht nur Freude an Musik sollte mitbringen, wer sich anmeldet, sondern auch handwerkliches Geschick. Mit einer langen Feile werden zunächst die "Knoten" im (Schall-)Rohr abgeraspelt, um einen gleichmäßigen Durchmesser zu erzielen. Danach das Mundstück gefertigt, das Fenster gefeilt. Anneliese Scholz greift zu einigen Flöten und weist auf die Mundstücke: "Exzellent gelungen", attestiert sie ihren wissbegierigen erwachsenen SchülerInnen exaktes Arbeiten. Eigens vom Hausmeister angefertigte Werkbänkchen geben den Flöten beim Werken sichere Auflage. Zuletzt werden die Grifflöcher gebohrt. Eins nach dem anderen. Mit Stimmproben wird kontrolliert, ob präzise gearbeitet wurde. "Für die Grifffläche gibt es Erfahrungswerte", verweist Frau Scholz auf vorliegende Statistikblätter.
Spezielles Kennzeichen der Bambusflöten ist ihr warmer und sehr weicher Klang. Anneliese Scholz hat bereits zahlreiche Bambusflöten selbst gebaut, in den unterschiedlichsten Stimmlagen- Sopran natürlich, aber auch Alt, Tenor und Bass. Und auch die Schutzhüllen dafür selbst gestrickt oder gehäkelt. Für Anneliese Scholz soll der Kurs Start für weitere sein, sie möchte den Bambusflötenbau an der Musikschule etablieren. Das Besondere des Kurses ist Argument genug: Die Kursanten, gleich welchen Alters, werden umfassend gefordert, betont Anneliese Scholz den sozialen Aspekt (in der Gruppe), die handwerkliche Tätigkeit (selber bauen), Musiktheorie (Töne abstimmen), Instrumentalunterricht (das Spielen erlernen), künstlerische Tätigkeit (Verzieren des Instruments) und Handarbeit (Etui anfertigen) sowie Kulturgeschichte.
Ab dem neuen Schuljahr soll Bambusflötenbau auch für Kinder angeboten werden. Dass dieses Kursangebot neue Möglichkeiten öffnet, zum Beispiel auch gemeinsam mit der Familie, mit dem Freundeskreis Flöten zu bauen und zu spielen, ist für Anneliese Scholz ein wertvoller zusätzlicher Gewinn. Aus den gemeinsamen Instrumentenbaustunden sollten beständige Ensembles wachsen, die dann auch bei den Musikschulkonzerten auftreten.

Info: Musikschule "Ottmar Gerster" , Tel. (03643) 90 39 11 oder 50 59 45
Christiane Weber in TLZ Zeitung für Weimar, 30.5.07

Zur aktuellen Information: An der Musikschule Weimar bauen 5 Erwachsene und 1 Kind ihre erste oder zweite Flöte. Wir freuen uns schon auf das zukünftige Thüringer-Bambusflöten-orchester!


Impressionen von den Flöten-Wander-Wohlfühltage in Wessobrunn, Juni 2007

Zum Ende des Sommers eine kleine Auswahl an "musikalischen" Pflanzen. Vielleicht kennt ihr ja noch einige mehr?
pfeifenblume trommelstock geigenblatt küchenschelle trompetenbaum glockenblume hornklee harfenstrauch taubnessel blasenbaum zittergras flötenkraut hornkraut geigenfeige trompetennarzisse maiglöckchen goldtromp wachsglocke rasselblume blasenstrauch pfeifengras . . .


Aus dem Gildenbrief Nr. 20, Juni 2007


Flöten-Wander-Wohlfühltage in Wessobrunn, Juni 2007


Mitgliederversammlung am 10./11. März in Augsburg

Zum zweiten Märzwochenende trudelten wir aus drei Himmelsrichtungen nach und nach in der architektonisch reizvollen Stadt Augsburg ein. Das Wetter spielte mit, und so konnten wir schon vor dem Treffen und auch hinterher die Stadt mit ihrem reichen kulturellen Angebot erobern. Zum Beispiel traf sich eine Gruppe am Samstag Vormittag im Leopold-Mozart-Haus, das erst kürzlich modernisiert worden war. über Kopfhörer bekamen wir Erklärungen, und beim Wechsel von einem Raum zum anderen wurde Musik eingespielt. Mich interessierte besonders die Violinschule, für deren Erstellung Leopold Mozart hervorragend geeignet war, weil er virtuos spielen konnte, ein guter Lehrer und "gelehrter Musicus" war und auch "die Feder in der Gewalt" hatte. Die berühmte Violinschule wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Wenn ich an unser Mitgliedertreffen selbst denke, fallen mir zuerst die vielen erwartungsfrohen Augen ein, die uns begrüßten, als wir nach anstrengender Vorstandssitzung zu der Versammlung stießen und es nun endlich losgehen konnte. Die nächste Erinnerung, das sind Gespräche, die begannen mit "Ach wir kennen uns doch....." oder "Wir kennen uns noch nicht. Woher ...." Dann war da der Kuchen, mehrere Sorten, einfach köstlich! Nach dieser Stärkung gingen die Tagungsordnungspunkte (Rückblick, kleine Satzungsänderungen, Ausblick, Wahlen) reibungslos über die Bühne. Und die Versammlung ging fröhlich zum musikalischen Teil über. Ein schmackhaftes Abendessen beschloss den Tag. Am nächsten Vormittag hatten wir noch einmal reichlich Zeit, uns am gemeinsamen Musizieren zu erfreuen. Ein ursprünglich geplantes Vorspielen im Gottesdienst war aus Gründen, die nicht von uns zu vertreten waren, nicht zustande gekommen. So konnten wir uns entspannt dem Spiel hingeben.

Erstaunlich, wie viele große Söhne der Stadt komponiert haben! Nicht nur Leopold Mozart stand auf unserem Programm, sondern auch der Erzieher der Fugger-Söhne Adam Gumpelzhaimer und J.Fischer Augsburgiensis, der eine Zeitlang das Amt des Stadtpfeifers innehatte. Die dreistimmigen Sätze des letzteren gefielen uns besonders gut. Hier kam der wohltuende Klang der tieferen Stimmen abwechslungsreich zum Ausdruck. Umgekehrt klang es auch sehr hübsch, als wir dem neunstimmigen Kanon von Betty Fernley, den einige im internationalen Bambusflötenkurs 2006 in Colchester kennengelernt hatten, als zehnte Stimme ein Sopranino hinzufügten.

Alles in allem, es war ein gelungenes Treffen. Wie schade, dass einige, die kommen wollten, verhindert waren! Ein besonderer Gruß an Euch. Vielleicht fahrt Ihr so mal hin. Augsburg ist eine Reise wert, und bestimmt werdet Ihr genauso liebevoll aufgenommen wie wir.

Ich freue mich schon auf unsere nächste Mitgliederversammlung im kommenden Jahr vom 3. bis 5. Oktober 2008 in Berlin. Dort werden wir auch das 10 jähriges Jubiläum der Bambusflötengilde in Deutschland e. V. feiern. Ideen dafür gibt es schon. Aber mehr wird noch nicht verraten. Na, bis spätestens dann!
Dagmar Ravenschlag



Aus dem Gildenbrief Nr. 19, Februar 2007

Berlin

Es war einmal... So fangen alle Märchen an, doch dieses reicht bis in unsere Zeit und ist gerade hier in Berlin gegenwärtig. Das Märchen war wieder einmal unterwegs zu den Menschen. Schon viele kleine und große Zuhörer hat es verzaubert. Da traf es eines Tages zusammen mit der Bambusflöte und ihrer Klangsprache, die keine Worte braucht. Und seit der Zeit gehen diese beiden hier in Berlin und Brandenburg gemeinsam zu den Menschen, halten miteinander Zwiesprache und verführen so die Zuhörer in eine märchen-hafte Klangwelt.
Brigitte Schaller

P.S. 8.-25. November 2007 18. Berliner Märchentage "Von Löwenherzen und Räubertöchtern" Schwedische Märchen und Geschichten (mit Musik) zum 100. Geburtstag von Astrid Lindgren.

Wir machen uns schon Gedanken zum 10-jährigen Jubiläum der Gilde: Wie wärs mit einem Treffen am 3. - 5. Oktober 2008 in Berlin?


Eschwege

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung zur Bambusflötenlehrerin bietet Marita Perels einen Bambusflötenbau und -spielkurs an:
Ort: Ev. Familienbildungsstätte ESW, An den Anlagen 14a, 37269 Eschwege
Zeit: Montag 16.07.07 bis Freitag 20.07.07 5 x 4 Std. 15.00 - 19.00 Uhr


Weimar

Die Bambusflötenfamilie bekommt "Nachwuchs" ! Wenn ihr diesen Brief in den Händen haltet, werden unter der Leitung von Anneliese Scholz an der Musikschule die Grundtöne fünf neuer Bambusflöten erklingen. Vielleicht können wir im nächsten Gildenbrief über die Erfahrungen in diesem fortlaufenden Kurs berichten.


Aus dem Gildenbrief Nr. 18, Oktober 2006

Colchester - Internationaler Sommerkurs 2006

Suchen - Fragen - Suchen - das waren die ersten Stunden in Colchester-University am 25.7.06., aber dann wussten wir Bescheid (wenigstens meistens), und es begann für uns ein abwechslungsreiches, arbeitsintensives, anregungsreiches und fröhliches Abenteuer. Jede von uns hatte vorher unterschiedliche Kurse ausgewählt, und so waren wir den ganzen Tag über beschäftigt mit den verschiedensten Aktivitäten: Wir lernten neue Musik im gro&ßen Orchester und im kleinen Quartett kennen; Flöten wurden gebaut, und kleinen Holzfiguren (Limberjack) wurde das Tanzen beigebracht. Wir musizierten mit Gitarren-, Banjimer- und Gesangsbegleitung mit kleinen gymnastischen Unterbrechungen. Wir vier Volmarsteinerinnen freuten uns, wenn wir uns zwischendurch immer wieder trafen und einander von unseren Erlebnissen erzählen konnten.

Allerdings war die Verständigung mit Menschen aus 11 Nationen nicht immer einfach, doch die Offenheit und Unkompliziertheit aller "Pipers" machte es leicht, dass aus der anfänglichen Fremdheit ein herzliches Miteinander wurde.

Gespannt waren wir auf die Abende, die jeweils von verschiedenen Ländern gestaltet wurden. Wir erfuhren Besonderheiten über das jeweilige Land, hörten Musik von dort, sahen Bilder, tanzten, sangen, waren Zuschauer von humoristischen Darbietungen und durften landes-typische Spezialitäten probieren. Im Anschluss wurde meist noch lange getanzt und gesungen, bis sich schließlich einer nach dem andern müde in den "Turm" zum Schlafen zurückzog.

An einem freien Nachmittag hatten wir Zeit, Colchester mit seinem alten Schloss und den kleinen Innenstadtstraßen zu erkunden. An einem anderen Nachmittag wurden vier Fahrten angeboten, um die weitere Umgebung kennenzulernen: Fahrt ans Meer, Cambridge, Grafschaften Essex und Suffolk sowie Wanderung durch das Colne-Tal.

Sehr erfreut und dankbar waren wir für die abwechslungsreiche, schmackhafte und bekömmliche Verpflegung. Warum hat die englische Küche bloß so einen schlechten Ruf?
Mit vielen neuen Eindrücken und reichlich Notenmaterial machten wir uns auf die Heimfahrt. Wir sind gespannt, wen wir in fünf Jahren in Frankreich wiedertreffen werden!


Elisabeth Hämer, Jutta Krüner, Sibylle Schmitz, Lieselotte Schneider aus Volmarstein

 

Berlin - Kaffeeklatsch mit Weltmusik

Am 9. September 06 lud die Zionsgemeinde in Berlin - Mitte zum diesjährigen Sommerfest ein. Traditionell tummeln sich vor und in der "Kirche auf dem Berge" viele Familien, freiwillige Helfer aus der Gemeinde und Gäste.

Das bunte Treiben bekam seinen besonderen Farbtupfer durch fröhliche Klänge von Bambusflöten, Gitarre und Percussionsinstrumente. Zu Kaffee und Kuchen spielte unser Berliner Trio "Sonccoyman" Musik aus Lateinamerika.

Zu unserem Repertoire gehören traditionelle Tänze und Lieder aus den Anden, aber auch spanische Kinderlieder, Barock und Jazz. Einige Lieder haben einen getragenen Charakter, man spürt die Weite der Gebirgszüge, die Klarheit der Luft und die Sehnsucht der Menschen, so auch das Lied "Sonccoyman", übersetzt aus der Inkasprache Quechua "ich liebe", nach dem sich unsere Gruppe benannt hat. Häufig leiten die Andenmelodien in einen sehr schnellen zweiten Teil über, genannt Huayno oder Fuga, welcher zwar große Fingerfertigkeit erfordert, aber dafür mitreißend klingt.
In unseren Arrangements orientieren wir uns an der Originalbesetzung: mit 2 Bambusflöten und Gitarre oder Charango spielen wir die Stimmen, die sonst Quenas, Violine, Mandoline und Gitarre übernehmen.

David Sandoval, selbst gebürtiger Peruaner, spielte für die anwesenden Gäste die Gitarrenstimme sehr souverän, besonders mit packendem, mitreißendem Rhythmus.

Die Bambusflöten, gespielt von Ursula Rothen und Frieda Hartmann, konnten sich über dem Zionskirchplatz gut behaupten, denn ihr leiser Klang trägt draußen gut. Natürlich wurden die Bambusflöten und Percussionsinstrumente von vielen bestaunt und ausprobieert, z.B. die "Pferdehufklappern" aus 2 Bambusenden oder das "Krokodil" (Mini-Guiro aus Bambus). Ein besonderer Dank gilt Charo, einer peruanischen Freundin, die uns mit Tarcaspiel unterstützte. (Tarcas sind große Flöten aus Holzblöcken, sehr beliebt zum Karneval).  

Und so hoffen wir, daß wir auch nächstes Mal große und kleine Fans begeistern können!


Frieda Hartmann

 

Die Bambusflöte

Eine Bambusflöte unterscheidet sich durch ihr Baumaterial und ihrem Klang von anderen Flöten. Es gibt verschiedene Bambusflöten. Manche sind größer, aber dafür auch tiefer und manche sind kleiner und höher in ihrem Ton. Man kann, wenn man eine Bambusflöte haben will, nicht einfach in einen Laden gehen und sagen: "Ich möchte eine Bambusflöte kaufen!", sondern man muss zu einem oder einer Bambusflötenlehrer/in gehen.
Bei dem Bau der Bambusflöte feilt, bohrt und sägt man viel an der eigenen Flöte.
Zum Schluss spielt man natürlich auf ihr. Zehn Minuten täglich zu üben wäre optimal. Wenn man allerdings auf einem Konzert ein kleines Stück vorspielen möchte, sollte man schon ein bisschen mehr üben !
Ich habe bisher (in 2 Unterrichtsjahren) 2 Bambusflöten gebaut: eine Altflöte und eine Tenorflöte. Jetzt möchte ich meine Tenorflöte mit einer Gravur oder einer Malerei verzieren.


Sophie, 11 Jahre

 

Wessobrunn

Ein kleines verschlafenes Dorf in Bayern, inmitten im malerischen Pfaffenwinkel im Voralpenland. Ungefähre Größe dieses Ortes: eine Hauptstraße, zwei Gasthäuser, eine Metzgerei, eine Bäckerei, eine Schmiede und ein Beauty Studio. Nicht zu vergessen: das Kloster der Missions-Benediktinerinnen!!
Dieses Kloster wurde von 14 Flötistinnen aus der Gegend des südlichen Wendekreises (sprich: Augsburg und Umgebung) im sommerlichen Juno in Besitz genommen. Auf dem Programm standen: flöten - wandern - musizieren - ausruhen - üben - viel und gut essen - neue Stücke einstudieren - ratschen - alte Stücke wiederholen - lachen - Noten lernen - schlafen - und spielen, spielen, spielen...
Die Teilnehmerinnen trudelten am ersten Tag zu verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Richtungen ein. Nach der ersten Orientierungsphase in dem riesigen Kloster, dem Koffer auspacken und dem Mittagessen griffen die ersten Flötistinnen schon mal zu ihren Instrumenten.
Wir hatten das zum Kloster gehörende "Gästehaus" fast komplett alleine zur Verfügung und so stand uns u.a. ein sonnig helles "Musikzimmer" zur Verfügung in dem wir alles stehen und liegen lassen konnten und unsere Instrumente jederzeit griffbereit hatten.
Wir waren nach langer Zeit mal wieder in voller Besetzung: vier Soprane, vier Altflöten, vier Tenöre, zwei Bässe! Da einige Spielerinnen mehrere Flöten beherrschen, konnten wir je nach Stück oder Klangvolumen die Lieder passend besetzen!
Am ersten Abend stand das Fußballspiel Deutschland gegen Polen auf dem Programm. Das von 14 Frauen nur zwei "fußballkundig" waren und einige der Damen zum erstenmal im Leben ein Spiel sahen, könnt ihr euch vorstellen, wie viele seltsame und erheiternde Fragen zu den Regeln gestellt wurden. So ging der erste Abend mit einem Sieg von Deutschland, viel Gelächter, einem gemeinsam gesungenen Abendlied und der Erwartung weiterer harmonischer Stunden zu Ende! Am nächsten Tag wiederholten wir unsere allen bekannten und alte Volkslieder und jede für sich stellte fest, wo ihre Mängel und Stärken liegen und woran sie üben mussten. In dieser großen Besetzung konnten wir uns den Luxus von doppelchörigen Stücken leisten, worin wir in den folgenden Tagen unser Können festigen wollten.
Das ganze machte mir persönlich großen Spaß, bis dann Ilse in freudiger Erwartung und Vorfreude auf den vollendeten Klang uns Blätter vorlegte, bei denen ich im ersten Moment des Studierens der Noten gewillt war, eine offene Meuterei anzuzetteln: Eine Vertonung des Wessobrunner Gebets !!
Ja sag mal, fast vor jeder Note ein Vorzeichen im ständigen Wechsel!! Das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit spielen zu tun, das gleicht mehr einem bayrischen "Fingerhakeln". Aber nein! Spaß beiseite... Das Wessobrunner Gebet, über 1200 Jahre alt und kulturgeschichtlich bedeutend in einem modernen Chorsatz von Leopold Katt, klingt aufs erste entsprechend. Doch beim zweiten, dritten, vierten mal spielen stellten wir fest, dass es wunderschön wohlklingend und durchaus spielbar ist. Wenn wir es denn dann mal richtig gut spielen können, wird es durchaus ein Stück werden, das in Kirchen und großen, weiten Räumen durchaus das Zeug zum "Gänsehaut-Faktor" hat. Wohl denn, machen wir uns an die Arbeit!!
Den Abend ließen wir ausklingen bei einem Gläschen Wein und dem Singen von Volksliedern, die alle irgendeinen Bezug zum Thema "Wasser" hatten. Der nächste Tag war ausgefüllt mit Spielen und einem Ausflug in den nahe gelegenen, uralten, geheimnisvoll- mystischen, einzigen in Mitteleuropa noch bestehenden Eibenwald.
Zur Erklärung: Eiben werden gigantisch groß, hunderte von Jahren alt und sind die einzigen Nadelbäume die so giftig sind, dass man damit Vieh und Leute töten kann, bei unkundiger Handhabung. Da das Holz extrem biegbar ist, war und ist es begehrter Rohstoff für Armbrust, Pfeil und Bogen. Inwieweit das gerade im Mittelalter wichtig war, kann man sich denken.
Am nächsten Tag fanden wir uns gleich nach dem Frühstück wieder in unserem Musikzimmer ein. Das viele üben machte sich doch langsam deutlich bemerkbar, was uns alle zu noch mehr Eifer anspornte, denn ein flüssiges, harmonisches miteinander Spielen ist doch etwas anderes, als in den Noten hilflos herumzustochern. Wir mussten zwar bei einigen Stücken erst überzeugt werden, dass wir das könnten, wenn wenige von uns sich etwas nicht auf Anhieb zutrauten. Doch durch die Ruhe und die Geduld und den oft bildhaften Erklärungen von Ilse verstanden wir langsam, worauf es ankam und konnten es auch umsetzen. Was ein bemerkenswertes Resultat zu Tage förderte, wenn man bedenkt, dass wir von völligen Anfängern bis zu Alleskönnern besetzt waren.
Beim Mittagessen wurde uns dann von Schwester Viktoria offenbart, dass Schwestern des Klosters heimlich gelauscht hatten und bei ihnen der Wunsch geweckt worden war, am nächsten Tag nach dem Gottesdienst ein klitzekleines Konzertchen aus unserem Repertoir zu bekommen. Nach der uns herzlich entgegengebrachten Gastfreundschaft der letzten Tage wollten wir ihr diesen Wunsch nicht abschlagen und stimmten zu. Nach der Mittagsruhe und einem kleinen Spaziergang machten wir uns ans Werk. Wir spielten alles durch, was wir alt und neu einstudiert hatten und trafen unsere Auswahl. Heraus kam doch eine beträchtliche Sammlung, die wir bis zum Abendessen ausgiebig übten. Nach dem Abendessen nahmen wir uns noch einmal das Wessobrunner Gebet vor, dessen sich allmählich entwickelnder Wohlklang uns immer mehr in Staunen versetzte. Auch vor wohlklingende Lieder hat Gott den Fleiß gesetzt!
Der nächste Tag brachte uns nach einem nächtlichen Gewitter wieder einen sonnigen Tag, den wir wieder mit üben - ruhen - spazieren - essen und ratschen verbrachten, natürlich erst, nachdem wir unser "Konzert" für die Schwestern noch einmal gemeinsam gefestigt hatten. Am Abend war es dann so weit. Die Schwestern hatten ihre Laudatio zu Ende gebracht und baten uns in ihre Kapelle. Erwartungsvolle Gesichter sahen uns entgegen, Stühle waren für uns bereitgestellt.
Wir spielten und waren selbst überrascht, wie gut es in dieser Kapelle klang, wie gut wir doch in der kurzen Zeit, die wir zusammen spielten, harmonisierten und dass wir es doch tatsächlich schafften, die Schwestern, die sich in ihrer Kirche doch sonst nur flüsternd und auf Zehenspitzen bewegen, uns applaudierten!! Das war für mich persönlich der schönste Dank und Abschluss der Tage.
Übrigens: wir haben uns bereits für nächstes Jahr angemeldet, Mittwoch bis Sonntag über Fronleichnam - 6. bis 10. Juni 2007 - wer interessiert ist, ist schon jetzt herzlich eingeladen!


Katharina-Maria Thoden-Bernkopf


Aus dem Gildenbrief Nr. 17, Juni 2006

Bericht: Bambusflötenmusik in der Bibliothekswerkstatt, Berlin - Sommer 2006

Augsburg
Vergnügte Musik beim Kneippverein, besinnliche Musik beim Weltgebetstag der Frauen, Texte und Musik auf Bambusflöten im Seniorenheim der Diakonissenanstalt, dazwischen regelmäßige Übungsstunden mit den drei Musiziergruppen, das ist der Bambusflöten-Alltag in Augsburg.

Ein "Highlight" ist im Kommen: Flöten-Wander-Wohlfühltage vom 14. bis 18. Juni im Gästehaus Kloster Wessobrunn, mit bis jetzt 13 angemeldeten Teilnehmerinnen ! Mindestens vier Stunden musizieren täglich, bei schlechtem Wetter und Bedarf noch mehr, als Chor und auch in Kleingruppen: Duo/Trio/ Quartett. Dazu Ausflüge in die Umgebung - der Ammersee liegt in erreichbarer Nähe - und relaxen.

An einem intensiven Bauwochenende im April sind vier Tenöre und zwei Bässe entstanden, und: zwei neue Gildenmitglieder sind zu begrüßen! Sabine Brachmann hat uns einen Bericht verfasst:

An zwei wunderschönen Frühlingstagen, dem 22. und 23. April, trafen sich sechs begeisterte und lernwillige Flötenbauschüler zusammen mit Ilse Benning im evangelischen Gemeindezentrum bei den Barfüßern. Der Kurs sollte um neun Uhr früh beginnen. Nachdem manches Orientierungsproblem der ortsfremden Bambusneulinge überwunden war, konnte es losgehen. Zuerst gab uns Ilse Benning eine kleine Einführung über die Bambuspflanze. Sie erzählte, dass das Bambusflöten Bauen und Spielen ursprünglich aus England kam, und dass nach der ersten Gründung in Großbritannien im Jahr 1932 durch Margaret James, Bambusflötengilden in weiten Teilen Europas, den USA und sogar Japan, entstanden.
Nun war der Augenblick gekommen, wo sich jeder ein "unfertiges Rohr" aussuchen durfte. Es sollten vier Tenor- und zwei Bassflöten entstehen.Zuerst war der Schock groß, als es hieß, wir müssen mit riesigen, spitzen Rundraspeln die Wülste im Innern des Bambus zerstoßen und so gut wie möglich entfernen. Beruhigenderweise haben alle Rohre den Eingriff unbeschadet überstanden. Aber dieser erste Schritt zur fertigen Bambusflöte, war schon mächtig anstrengend, besonders für die Kleineren (Theresa ist 11) unter uns. Wir haben uns jedoch immer gegenseitig geholfen und außerdem gab es ja zum Mittag und am Nachmittag große, leckere Stärkung. Danke an Mama Zellner!
Mit neuer Kraft ging es nun zur nächsten Etappe. Wir zeichneten das Labium an und feilten es aus. Anschließend musste der Kork zugeschnitten und eingepasst werden. Nun war die Freude groß, denn der erste Ton unserer Flöten war geboren. Wir übten fleißig das richtige Anblasen, was gar nicht immer so leicht war. Langsam ging der Tag auch schon seinem Ende zu und wir verabredeten uns für morgen, gleiche Zeit, gleicher Ort.
Am Sonntag sollte die Flöte langsam zum Leben erweckt werden. Aber erst einmal musste unsere Lehrerin uns die geheimnisvollen Formeln zur Berechnung der Flötenlochabstände verraten. Nach diesen ermittelten wir dann, ganz individuell, je nach Länge und Durchmesser des Bambusrohrs die richtigen Maße. Nun war derjenige im Vorteil, der über ein ausgezeichnetes musikalisches Gehör verfügte. Die Löcher mussten in die richtige Größe gefeilt werden, denn jede kleine Veränderung des Durchmessers beeinflusste auch den Ton. Einige unter uns, die ihrem Gehör weniger vertrauten, stimmten "heimlich" mit dem Stimmgerät. Am Ende des Tages hatte jeder seine "richtigen Töne". Endlich, nun war es soweit, wir hielten unsere fertigen Bambusflöten in den Händen. Wir waren alle mächtig stolz. Nach zwei kurzweiligen, arbeitsintensiven Tagen, hatten wir es geschafft!!! Frau Benning hat uns gleich mit passenden Noten versorgt. Wir übten, unter viel Gelächter, unsere Stimmen und die am Anfang etwas schwierige Anblastechnik.
Wenn die neuen Flöten in Ruhe eingespielt sind, gibt es im Mai ein "Nachstimmtreffen" in Barbara Zellners Wochenendhaus. Nun hat das Bambusflötenfieber auch Augsburg fest in seinem Griff. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!
Sabine Brachmann


Kurznachrichten aus Augsburg

Für den 3.01.2007 hatte ich zu einem nachweihnachtlichen Musizieren in den Barfüßergemeindesaal eingeladen. Es gibt so wunderschöne Weihnachtsmusik für fünf oder sechs Stimmen, die wollte ich einmal in einer größeren Gruppe probieren.
Es hat geklappt. Obwohl für manche der Termin nicht gepasst hat oder sonstige Verhinderungen vorlagen, sind wir zu neunt zusammengekommen: 2 Bassspielerinnen, eine Tenorspielerin und eine Altspielerin aus der Mittwochsgruppe, eine Altspielerin aus der Quartettgruppe, eine Sopranspielerin, die nicht regelmäßig zum Musizieren kommen kann, und mein Mann, der zwischen Sopran und Tenor wechselte. So konnten wir fünfstimmige Stücke von Michael Altenburg, Melchior Franck, Johann Eccard und Sätze zu volkstümlichen Weisen von Peter Moser und Walter Unger erarbeiten.
Durch den "Gruppenmix" war eine kleine Einstimmphase nötig, aber je länger je mehr erreichten wir den bekanntermaßen "himmlischen" Bambusflötensound, so dass der neu im Haus wohnende Pfarrer fand, wir sollten doch einmal bei ihm im Gottesdienst spielen...
Ob das nach der Mitgliederversammlung am 9./10./11. März wieder möglich sein wird?
Ilse Benning


 

Berlin
Für zwei Tage war ich in Berlin in der Rolle als Prüfungskommission. Anneliese Scholz ist von Ursula Rothen Kern zur Bambusflötenlehrerin ausgebildet worden. Die "Musikalische Prüfung" und "Flötenspiel" hatte sie schon im letzten Jahr abgelegt. Zwei Prüfungsteile standen noch aus: "Flötenbau" und "Musizieren mit Gruppen". In vier Stunden musste Anneliese selbständig in Klausur eine Flöte bauen, anschließend waren fehlerhafte Flöten zu korrigieren und bautechnische Fragen zu beantworten. Kein Problem für Anneliese, die durch Ursula bestens vorbereitet war. Zur Musizierprüfung hatte Ursula ihre Schüler/innen gebeten, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Nicht alle hatten Zeit, zu kommen, aber es konnten doch alle vier Stimmen mindestens doppelt besetzt werden. Mit großem pädagogischem Geschick studierte Anneliese Wim Bourghouts "Air" aus den "Vier Elementen" ein. Für sie, als erfahrene Musiklehrerin, war das der einfachere Teil der Prüfung. Mit Saft, Kaffee und Kuchen wurde dann die frischgebackene Lehrerin für Bambusflöten Bau und Spiel gefeiert. Wir freuen uns sehr, dass die Bambusflöte jetzt auch in Weimar vertreten ist! Herzlichen Glückwunsch an Anneliese Scholz!
Die Gelegenheit, Berliner Gildenmitglieder zu treffen habe ich genutzt, zu unserer Mitgliederversammlung 2007 nach Augsburg einzuladen - die ersten Interessenten sind schon gefunden.
Den Rest des Tages haben Ursula und ich zusammen mit unserer Webmasterin die Gilden-Homepage noch einmal gründlich überarbeitet - herzlichen Dank an Jaecki, die bereitwillig auf unsere unterschiedlichsten Wünsche eingegangen ist.
Danke auch an unsere Präsidentin Ursula, auf der ja z.Zt. die Hauptlast der Vereinsarbeit liegt.
Ilse Benning

 

Vielfalt der Musik
Wöchentlich einmal treffen wir uns unter der Leitung von Ursula Rothen Kern zum Musizieren. Anfang April regte sie an, dass wir uns doch einmal die Musikinstrumentenausstellung von Dr. Bernd H-J Eichler ansehen sollten. Gesagt - getan ! Ein gemeinsamer Termin wurde vereinbart, und wir erlebten 2 leider viel zu kurze Stunden in der Ausstellung. Herr Dr. Eichler hat seine private Sammlung bereits 1970 begonnen und konnte uns so einen umfangreichen Fundus präsentieren. Wir sahen und bestaunten Musikinstrumente aus den verschiedensten Musikkulturen. Von Maultrommeln, die ihren Ursprung bekanntlich schon in der Steinzeit hatten, bis hin zu modernen Harmonika- und Orgelinstrumenten. Die Auswahl von selbstgebauten Instrumenten veranlasste uns, Dr. Eichler die Bambusflöten nicht nur optisch, sondern selbstverständlich auch klanglich vorzustellen. Damit war sein Interesse für unsere Musikinstrumente geweckt. Er versprach, dass er die Bambusflötenwerkstatt an der Brunnenstraße einmal aufsucht (was er am nächsten Bauwochenende auch tat), um sich mit dem Bau und der Spielweise unserer Flöten näher vertraut zu machen. Somit haben nicht nur wir ein nachhaltiges Erlebnis gehabt, sondern gleichzeitig sicher einen neuen Liebhaber für unsere Instrumente gewonnen.
Renate Meier
Mehr Informationen zum Anliegen der Ausstellung und deren Initiator unter www.bhje.de.

 

Mein Praktikum
vom 9.-20. Januar 2006 bei Ursula Rothen Kern war sehr interessant. Ich konnte viel lernen z.B. wie Bambusflöten gebaut werden und wie man sie spielt. Auch die Flötenstunden mit verschiedenen Schülern waren lehrreich. Ich persönlich kann so ein Praktikum nur empfehlen.
Janine Mevius

 

Aus der Hausarbeit "Chance und Neubeginn" von Anneliese Scholz (2006)
Was war es, das mich so faszinierte? Als studierte Flötistin mit Pädagogenabschluss und Lehrer für musikalische Früherziehung, Musikgarten und Blockflöte, decke ich ein großes Feld im Musikschulbereich ab, und die Bambusflöte vereint diese Fächer in sich.
Die große Diskussion um Pisa - Studien, kompetenzübergreifendes Seminarfach, Ganztagsschulen hatte längst begonnen und hier "liegt es rum" - die sogenannte ganzheitliche Erziehung. Leider in Deutschland noch nicht bekannt. Aus diesem Grund sehe ich für die Musikschulen, Lehrkräfte und Schüler eine Chance im Beginn, dieses Instrument auch bei uns bekannt zu machen - ein Neubeginn für die Bambusflöte in Deutschland. Ganzheitlichkeit. In den Schulen wurde extra das Seminarfach eingeführt, um den Schüler aufmerksam zu machen, dass ein Thema verschiedene Fächer miteinander verknüpfen kann. Bambusflötenbauen hat diese Ganzheitlichkeit: in Gemeinschaft wird gebaut und somit soziales Verhalten gefordert und trainiert. Das Bauen selbst verbindet die Fächer:

Außerdem gibt es jedem Kind gleiche Chancen, denn nicht der Geldbeutel der Eltern entscheidet über die Qualität des Instruments, sondern die Hingabe und Genauigkeit und sein eigenes Können beim Bau. Das Kind selbst bestimmt die Qualität - es übernimmt Verantwortung.

Aus der Broschüre "Kinder machen Bambusflöten" von Charlotte Blensdorf (1932)
Kein Dogma - nur ein Weg. Das Selbstanfertigen der Instrumente entspricht dem Wesen des Kindes. Es steht im Einklang mit dessen Art, sich Wesen und Wissen zu erobern. Eine Pforte zur Musik für alle Kinder ist somit gefunden. Und auf den rechten Beginn kommt es an, wohin auch immer der Weg nachher führen mag: zum rechten Hören und Schätzen - oder zum Ausführen großer Kunst durch das Mittel vollendeter Meisterinstrumente. Im Kinde baut sich eine zukünftige, der Musik wieder offene Welt. Hier ist ein Stein zum Bau des Fundaments - nun kommt's auf die Baumeister an.
Klangideal. Der Ton der aus naturgewachsenem Bambus selbst hergestellten Flöten gibt dem Kinde ein Klangideal, welches es lehrt, Qualität des Tones vor Quantität zu setzen. Der Klang des einzelnen Instruments ist zwar nicht laut, aber er trägt. Beim Spielen im Freien fällt das besonders auf. Es muss auf akustischen Gesetzen innerhalb des gewachsenen Rohres beruhen, warum die Bambusflöte eine der des Menschen ähnliche Stimme hat. Sie hat z.B. bedeutend klarere Töne als die Blockflöte und klingt kaum jemals so näselnd, wie diese es oft tut. Man kann sich von der lieblichen Kraft von 50 gleichzeitig gespielten Flöten keinen Begriff machen, wenn man es nicht einmal gehört hat. Die Menge zerstört nicht die Weichheit des Tones, sondern gibt im Gegenteil den Eindruck intensiver Harmonie.
Finden und erfinden. Man erwarte nicht zuviel Erfolge auf einmal. Gibt die erste Flöte dem Kinde doch schon das Erlebnis des selbstgeschaffenen Tones, die Lust am weichen Klangcharakter, Anspruchslosigkeit und Selbstverständlichkeit des Musizierens und den Anreiz zum Selbstfinden und Erfinden. Ich habe Kinder, die niemals für die Klavier- und Geigenstunden übten, eine halbe Stunde an einem Baum lehnen sehen, wo sie mit unermüdlicher Geduld ihre Lieblingslieder heraussuchten. Und es war hübsch zu beobachten wie sie die Flöte neben dem Füllfederhalter auf der Brust oder in der Hosentasche trugen und beim Hinübergehen von einem zum anderen Gebäude der Schule eben ein bisschen bliesen.
Natürliche Gehörbildung. Die Stube schwirrt vom Grundton und den Tönen seiner näheren Umgebung. Nur gut, dass der Klang so weich ist; das Gewirr läßt sich ohne Schaden aushalten. Langsam folgt jedes Kind mit dem Ohr, wie sein Ton an die richtige Stelle gleitet. Immer wieder muss er zur Kontrolle angeblasen werden.
Nur wenige Groschen hat eine Bambusflöte gekostet. Und doch ist sie mehr wert für das Kind als ein teures Instrument, das fremde Hände angefertigt haben! Am eigenen Erlebnis entfaltet sich der Sinn für Qualität auch desjenigen Instrumentes, welchem sich späterhin das Kind vielleicht einmal zuwenden wird. Und so dient die primitive Flöte der Erziehung zum Verständnis guter Arbeit von Fachleuten: durch eigene Erfahrung zu verständnisvollem Tun und miterlebenden Genießen.

Zum Erwachsenenunterricht steht in derselben Publikation:
Handwerksgeist - Ausgleich für Erwachsene. Das Gelingen des Instruments hängt nämlich weniger von der Musikalität oder der Geschicklichkeit des Anfertigers ab als vielmehr von seiner Fähigkeit, sich in eine Sache zu vertiefen. In der Praxis sieht man öfter handwerklich Ausgebildete weniger gute Flöten machen als Leute, die außer der rechten Liebe zum Ding nichts weiter an Voraussetzungen mitbringen. Wie oft hört man beim Verteilen des Handwerkszeugs an Erwachsene. "Ich kann das nicht, ich bin zu ungeschickt!" Glücklicherweise korrigiert sich diese überzeugung von der eigenen Minderwertigkeit beim Fortgang der Arbeit bei den allermeisten von selbst. An dem Eifer und der Freude, welche die handwerkliche Betätigung bei Pädagogen aller Art auszulösen pflegt, erkennt man, dass in solchem Tun eine natürliche Medizin gegen zuviel Theorie, Einseitigkeit und deshalb Mangel an Innerem Gleichgewicht liegt.
Lehrerausbildung. Die Praxis der Idee, alle Arten Kinder zu interessieren durch die Vereinigung von Handwerk und Musik, steht noch in ihren Anfängen. (auch heute! Siehe weiter unten) Sie ist auf die wohlwollende Mitarbeit aller verständnisvollen Pädagogen angewiesen und wird sich gewiss noch sehr entwickeln und berichtigen lassen. Doch hat sie auch in ihrem jetzigen Stadium schon manches zu geben. Die Handfertigkeitslehrer und die Musiker an Lehrakademien und sozial-pädagogischen Seminarien sollten sich damit vertraut machen, einmal: um die Ausbildungsschüler selbst von der "Unmusikalität" zu heilen, zweitens: um ihnen ein verwendbares Instrument in die spätere Arbeit mitzugeben, und drittens: um ihnen einen erprobt leicht gangbaren Weg zum Musizieren mit den anvertrauten Kindern zu geben.

 

Im Bulletin der Schweizerischen Bambusflötengilde schrieb Danielle Foglia aus Genf im Juni 2000:

Erinnerung an Madame Charlotte Blendsdorf MacJannet
Charlotte Blendsdorf MacJannet hat uns am 27.November 1999 für immer verlassen. Sie war es, die Trudi Biedermann (Pionierin der Bambusflötengilde in der Schweiz) auf Margaret James aufmerksam machte und sie veranlasste, in England mit ihr Kontakt aufzunehmen: So entstand Trudis erste Flöte. Mit Charlotte MacJannet geht uns also eine Persönlichkeit verloren, die von Anbeginn engstens mit unserer Bambusflöte vertraut war.
Kürzlich wurde ich von der MacJannet-Stiftung ins "Prieure; de Talloires" (am See von Annecy / France) eingeladen, um dort einer Gedenkfeier für Charlotte MacJannet beizuwohnen. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, dass das Ehepaar MacJannet, weil selbst kinderlos, diese Stiftung ins Leben gerufen hatte, damit ihr Gedankengut sie überleben möge. Es war den MacJannets ein Anliegen, den Jugendlichen, die sie im Prieure aufnahmen, den Sinn für Schönheit, Freundschaft, körperliche und geistige Harmonie auf ihren Lebensweg mitzugeben.Hinzu kam eine geistige Aufgeschlossenheit im interkulturellen Austausch mit ärzten, Literaten und Musikern, die im Prieure zu Gast waren, u.a. Jonesco, Gerda Alexander (Gründerin der Eutonie). Bei Hitlers Machtergreifung im Jahre 1933 gab Charlotte MacJannet kurz entschlossen ihren deutschen Pass der Deutschen Gesandtschaft in Paris zurück, um sich von jenem Zeitpunkt an als Weltenbürgerin zu betrachten. Ich erinnere mich, Charlotte MacJannet zweimal anläßlich von Gildewochenenden in Bern begegnet zu sein. Sie verhielt sich zurückhaltend unter uns, was sie nicht daran hinderte, reges Interesse an unseren Projekten zur Entwicklung der Bambusflöte zu bekunden und ihrer Freundschaft mit Trudi Biedermann Ausdruck zu geben: Zwei Rhythmikerinnen waren sich begegnet, die ihr ganzes Leben dafür einsetzten, ihre pädagogischen wie musikalischen Ideen und Werte weiterzugeben.

Übersetzung: Eva Sommer


Aus dem Gildenbrief Nr. 16, Februar 2006

Augsburg
Beinahe wäre es uns zu viel geworden mit den Auftritten in Altersheimen und bei den Weihnachtsfeiern verschiedener Organisationen, aber letztlich hat es doch Spaß gemacht. Und das Üben fällt auch leichter, wenn ein Ziel vor Augen steht. Die nächsten Ziele sind schon in Sichtweite: 17.02. Missionsveranstaltung in Maria Stern - inzwischen schon Tradition, 18.02. Mitgliederversammlung des Kneippvereins und der Weltgebetstag am 1. Freitag im März - Bambusflötenmusik ist gefragt. In diesem Jahr sind wie 2005 wieder "Flöten-Wellness-Wandertage" geplant. Der Termin liegt schon fest: 14. bis 18. Juni. Über das Ziel müssen wir uns noch einig werden. Diesmal wird es wohl in der näheren Umgebung liegen. Wer Lust hat, mitzukommen, kann sich aber schon melden! Unser Mitglied Barbara Zellner hat ihre Bambusflöte zu einem Musizierwochenende mitgenommen und auf Anhieb gleich sieben Interessenten für einen Baukurs gefunden. Ort und Termin müssen noch gefunden werden, dann kann es losgehen. Wir freuen uns auf Zuwachs!
Ilse Benning

 

Bambusflöte und Märchen
Zu den Berliner Märchentagen, die jedes Jahr in Berlin für 2 Wochen stattfinden, haben Ursula Rothen und ich eine Zusammenarbeit erprobt, die viel Anklang fand. Die Märchentage 2005 waren Hans Christian Andersen zu seinem 200. Geburtstag gewidmet, und ich hatte mir "Däumelinchen" ausgesucht. Das kleine Däumelinchen und die verschiedenen Tiere wurden während des Erzählens von Ursula in klanglichen Themen vorgestellt, und nach dem Märchenerzählen haben die Kinder nach den Klängen die Tiere erraten, was ihnen sehr gut gelang. Dabei hat Ursula die Schüler mit den verschiedenen Arten der Bambusflöten bekannt gemacht, von dem Bauen unserer Instrumente erzählt und vielleicht den einen oder anderen angeregt, es selbst zu versuchen. Für uns war es ein gelungener Einstieg, das Märchenerzählen mit der Bambusflöte zu verbinden.
Brigitte Schaller

 

"Menschen ohne Musik sind wie Bäume ohne Blätter"
Zum Spiel auf der Bambusflöte sind wir eigentlich rein zufällig gekommen. Mit meiner Schulklasse hatte ich einen Projekttag, an dem die Kinder unter Anleitung von Ursula Rothen eine Kuckucksflöte herstellten. Alle waren mit viel Begeisterung bei der Sache und als Abschluss spielte uns Frau Rothen noch ein Stück auf der Tenor-Bambusflöte vor. Ich war von dem Klang dieses mir bisher unbekannten Instruments so begeistert, dass ich zu Hause meinem Mann davon vorschwärmte. Wir sind eine musikinteressierte Familie, die ein wenig Hausmusik macht. So war es nicht schwer, auch bei ihm Neugierde auf dieses besondere Instrument zu wecken.
An einem Wochenende feilten, sägten, schliffen und bohrten wir mit viel Eifer und es entstanden unter der hilfreichen Betreuung von Ursula Rothen unsere ersten Bass - und Tenorflöten. Wir probierten sie aus, hatten viel Freude am Klang dieser Instrumente, kamen aber nicht so recht voran in der Ausschöpfung der vielfältigen musikalischen Möglichkeiten der Flöten.
Aus diesem Grunde entschlossen wir uns regelmäßig einmal wöchentlich bei Frau Rothen Unterricht zu nehmen. Wir sind eine kleine Gruppe mit Spaß am Musizieren. Ein bisschen stolz sind wir, wenn unsere Lehrerin sagt: "Das klingt aber schön". Und wenn wir uns an etwas schwierigere Stücke heranwagen, sind wir für die hilfreichen Übungshinweise und ihre schier grenzenlose Geduld dankbar. Zweimal hatten wir auch bereits einen kleinen Auftritt, der uns viel Lampenfieber einbrachte, es klappte auch schon recht gut. Dabei wurde uns nachhaltig bewusst, dass diese Art von Musik nicht nur uns sondern auch unseren Zuhörern gefiel. Wir empfinden den besonderen Klang der Bambusflöten einerseits als beruhigend und wohltuend für unsere Seele, gleichzeitig auch fröhlich und zuversichtlich.
Inzwischen haben wir mal wieder ein Wochenende gewerkelt und uns noch Altflöten, eine Sopranflöte und eine Sopranino gefertigt. Auch wenn wir keine großen Musiker sind, denken wir, dass die Freude am Musizieren und das Hören und Fühlen des besonderen Klanges der Bambusflöten unser Leben bereichert hat.
Also im Sinne von Christian Morgenstern: "Menschen ohne Musik sind wie Bäume ohne Blätter"
Welf & Renate Meier

 

Reise in die Hauptstadt geplant?
Für unternehmungslustige oder an Weiterbildung interessierte Gildemitglieder besteht die Möglichkeit einen Berlinaufenthalt zu buchen. Meine Wohn- und Arbeitsorte befinden sich in der Nähe des alten Zentrums (Alexanderplatz, Dom, Synagoge, Hackesche Märkte, Museumsinsel).
Hier kann man auch in Bambusflötenliteratur stöbern, Unterricht hospitieren, Werkstatt besuchen und im Klangraum Zionskirche musizieren.
Herzlich willkommen!
Ursula Rothen

 

Düsseldorf
Musizierwochenende vom 6.-8.1.2006

16 BambusflötenspielerInnen aus der näheren und weiteren Umgebung (darunter 5 Volmarsteinerinnen) und sogar ein Teilnehmer aus England hatten sich für das Wochenende auf den Weg gemacht und freuten sich auf das Wiedersehen, Kennenlernen und gemeinsame Musizieren. Viel Freude machten uns u.a. die neuen Kompositionen von Anneke Swaak mit den Titeln Vogelzug, Morgenlicht, Frühlingskribbeln, Schwanengesang und Nebel. Der Samstagvormittag war sehr aufregend - allerdings nur für Marita Perels aus Eschwege; denn für sie stand der letzte Teil ihrer Prüfung zur Bambusflötenlehrerin bevor. Nachdem Marita die bautechnische Prüfung im April 2004 absolviert, ihre schriftliche Hausarbeit vorgelegt und die spieltechnische Prüfung bestanden hatte, fehlte jetzt nur noch die praktische Prüfung in der Gruppenleitung. Am Samstagvormittag bekam die Kandidatin die Aufgabe, einen "Schieber-Tanz" mit der gesamten Gruppe einzuüben, was ihr problemlos gelang. Nach der Probe und einem Prüfungsgespräch konnten wir Marita als neue "Bambusflötenlehrerin" beglückwünschen. Die neuen Noten, das gemeinsame Musizieren und der Austausch waren für uns alle eine Bereicherung, und so freuen wir uns schon darauf, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt "Musizierwochenende zum Jahresbeginn in Düsseldorf".
Elisabeth Hämer

 

Großefehn/Leer
Das ostfriesische Ensemble, welches monatlich mindestens einen Auftritt vorwiegend in Gottesdiensten hat, wird in nächster Zeit um eine Teilnehmerin und weitere Bambusflöten, die noch gebaut werden sollen, erweitert.
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg !

 

Tübingen
Am 2. Adventwochenende 2005 fand hier wieder ein kleiner Baukurs statt. Drei neue Instrumente bereichern jetzt die Probenarbeit und öffentlichen Auftritte des Tübinger Bambusflötenensembles unter Leitung der Kirchenmusikerin Renate von Streit. Im Konzert "Kinder musizieren für Kinder", an dem auch die Bambusflöten beteiligt waren, kamen in einem vollen Saal 355,00 Euro zusammen, die an eine Einrichtung in São Paulo zugunsten brasilianischer Kinder aus dortigen Elendsvierteln überwiesen wurden.

 

Vereinsarbeit
Am 3. Septemberwochenende tagte nach einem Jahr wieder der Vorstand der Bambusflötengilde in Deutschland e.V., diesmal in den großzügen und schönen Unterrichtsräumen von Ursula Rothen in Berlin-Mitte. Es galt eine umfangreiche Tagesordnung zu besprechen.
Besondere Schwerpunkte waren nebst den Planungen für den Internationalen Kurs in England und dem Gildenbrief Fragen zur Regionalisierung der Gildenarbeit und der Internetauftritt. Am Samstagnachmittag wurde die Vorstandssitzung unterbrochen für einen besonderen Gast: Bernhard Schimpf aus Berlin war eingeladen, um uns sein Elastophon vorzustellen. Dieses selbsterfundene Blasinstrument mit unbeschreiblichen Klangeigenschaften (teils einem Saxophon, einer Trompete oder einer Klarinette ähnlich) erregte unser Interesse. Wir waren vom Spektrum der verschiedenen Klangfarben und der Dynamik fasziniert. Herr Schimpf erklärte uns die Technik und schraubte sogar sein Instrument auseinander, so dass wir das Innenleben (gitarrenähnlich) sehen konnten und voller Bewunderung seiner Vorführung lauschten. Einige von uns - es waren auch noch weitere ZuhörerInnen anwesend - träumten schon vom Erwerb eines ca. 1000.- Euro teuren Elastophon.

Seit erstem Januar ist Ilse Benning für die Gildenfinanzen zuständig. Das neue Gildenkonto heißt:

Bambusflötengilde in Deutschland e.V.
Bankhaus Hafner
BLZ 72030227
Konto 45077005

Alle, die uns keine Einzugsermächtigung erteilt haben bitten wir, den Jahresbeitrag im März auf dieses neue Konto zu überweisen.

Nicht vergessen:
die nächste Vorstands- und Mitgliederversammlung findet am 10./11. März 2007 in Augsburg statt.
Elisabeth Hämer, Ursula Rothen


 


Termine 2017
Samstag, 23.9.
17.00 Uhr
Bambusturm an der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin
Herzliche Einladung zum Konzert "Bambus klingt".
Das Bambusflötenensemble Berlin spielt Musik aus Südostasien und Originalkompositionen für selbstgebaute Bambusflöten
24.-28.05.2017
Berlin: Kirchentag
Anmeldungen werden bis spätestens 27.2. 2017 entgegengenommen:
Ursula Rothen, Brunnenstr. 35, 10115 Berlin, Tel / Fax 030 46 06 85 16, e-Mail: bamburk@gmx.de

24.5. Abend der Begegnung
ab 19 Uhr: Hier ist der Kuckuck los! Info und Mitmachstand an der Französischen Str. (in der Nähe der gleichnamigen U- Bahn Station)
19.30-19.55 consortium in vinea ( Bambusflöten, Gamben, Gesang) auf der Bühne Ebertstr./ Französische Str.
25. 2. 2017
10.00- 18.00 Uhr
Bambusflöten Bau- und Spielkurs für Jugendliche und Erwachsene in Berlin-Mitte. Es gibt noch freie Plätze!
Anmeldungen werden bis spätestens 27.1. 2017 entgegengenommen.
Termine 2016
10. 12. 2016
16 Uhr
Golgatha-Kirche Berlin-Mitte:
Lateinamerikanische Weihnachtsmusik mit Bambusflöten, Charango, Gitarre, Quatro und Perkussion und Chor- und Instrumentalmusik im Rahmen des Benefizkonzertes für SOS- Kinderdörfer. Herzlich Willkommen!
4. Dezember 2016
16 Uhr
Zionskirche, Zionskirchplatz, Berlin-Mitte:
Adventliches a-cappella-Konzert mit Flöten-Umrahmung "Angeli Celestes" - Werke von Bach, Holst, Vaughan Williams u.a. (Eintritt frei, aber warm anziehen)
02.10.2016
10 Uhr
Erntedankgottesdienst in der Zionskirche
Musik: Bambusflöten und andere Instrumente von nah und fern
01.10.-03.10. 2016Berlin: Verlängertes Wochenende und Mitgliederversammlung 2016 am 1. Oktober um 14.00 Uhr, Brunnenstr. 35, Berlin-Mitte, U 8 Bernauerstraße
Anmeldung bis spätestens 15.9. an Ursula Rothen
Sonntag, 19. Juni 2016
16 Uhr
Zionskirche, Berlin-Mitte:
"Wasser, Wind und Wellen" Das Vokalquartett "Cantus in Vinea" (Julia Schneiderheinze, Johanna Lüpfert,Christoph Müller und Martin Klemenz) singt "naturgewaltige" Werke aus Renaissance, Poesie-Vertonungen und Disney-Filmen, umrahmt von Bambusflöten-Klängen
31.07.-7.08. 2016Immensee: Internationaler Kurs
Infos unter www.bambusfloete.ch und Voranmeldung unter immensee2016@bambusfloete.ch
19.Juli
15.00 Uhr
Berlin-Mitte, Brunnenstr. 35, Gartenhaus
Herzliche Einladung zur Musizierstunde: Kinder und Erwachsene spielen auf ihren selbstgebauten Bambusflöten!
7. Februar 2016
11.00 Uhr
Sophienkirche, Berlin-Mitte
Semesterschlussgottesdienst der Theologischen Fakultät mit Bambusflötenmusik
Info auf der Webseite der Theologischen Fakultät
Termine 2015
13. November 2015
18.00 Uhr
Bibliothek am Luisenbad, Travemünderstr.2, 13357 Berlin:
Märchen und Musik im Puttensaal der Bibliothek
12. September 2015
14.00-19.00 Uhr
Bibliothek am Luisenbad, Travemünderstr.2, 13357 Berlin
Bambusflötemusik im Rahmen des Musikprojektes "Kiezklang" und "Tag des offenen Denkmals"

14.30-15.30 Uhr Hier ist der Kuckuck los! Kuckucksflötenwerkstatt für Klein und Groß ab 6 Jahren im Foyer der Bibliothek am Luisenbad (Anmeldung erwünscht)
16.00 Uhr Variationen über den Kuckuck (Mitmachmusik) und Ballo francese mit dem Berliner Kinder/Erwachsenen - Bambusflötenensemble
16.30 Uhr Märchen und Musik (bilingual español- Deutsch)
17.00 Uhr Lesung und Musik mit dem Bambusflötentrio Berlin - Frieda Hartmann, Martina Letz, Ursula Rothen
18.00 Uhr Sonccoyman (Lateinamerikanische Musik) - Frieda Hartmann/Martina Letz/Ursula Rothen: Bambusflöten, Perkussion; David Sandoval: Gitarre, Charango, Perkussion

Mehr Infos unter www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/aktuelles/veranstaltungen/
28. Juni 2015
15.30 Uhr
Rostock: Ökumenische Andacht mit dem Bambusflötentrio Berlin-Güstrow
im Weidendom, IGA-Park Rostock www.weidendom.de
15. Juli 2015
15.00 Uhr
Musizierstunde an der Brunnenstr. 35, 10115 Berlin
Kinder und Erwachsene spielen auf ihren selbstgebauten Instrumenten
3.-7. Juni 2015Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld:
11. Flöten-Wander-Wohlfühltage
Termine 2014
25. Berliner MärchentageONCE UPON A TIME - Märchen und Geschichten aus dem Vereinigten Königreich
Mo, 10.11. 10.00 UhrStadtteilbibliothek Kladow, Sakrower Landstr. 2, 14089 Berlin

"DIE STERNE AM HIMMEL" - Für Kinder von 3-5 Jahren

Was ein kleines Mädchen anstellt, um die Sterne vom Himmel zu holen, und wie drei kleine Schweinchen Häuser bauen und den Wolf bezwingen, davon erzählt Brigitte Schaller.
45 min, Eintritt: frei, Voranmeldung erforderlich (Tel. 030 - 81 61 58 89)
Fr, 14.11. 18.00 UhrBibliothek am Luisenbad, Travemünder Str. 2, 13357 Berlin

"MÄRCHEN UND MUSIK" - Für Menschen von 3-99

Klaudio erzählt das Märchen vom Faulen Hans und Brigitte Schaller unter anderem vom Mädchen, das die Sterne vom Himmel holen wollte. Dazu erklingt Musik aus Großbritannien gespielt vom Bambusflötenensemble unter der Leitung von Ursula Rothen Kern.
60 min, Eintritt: frei, Spenden erbeten, Voranmeldung erwünscht (Tel. 030- 901 84 56 10)
18.-22. Juni 2014Reimlingen bei Nördlingen: Flöten-Wander-Wohlfühl-Musiziertage
12./13. Juli 2014Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene
(Anmeldung siehe Angebote)
9. Juli
15.00 Uhr
Berlin-Mitte, Brunnenstr. 35, Gartenhaus
Herzliche Einladung zur Musizierstunde:
Kinder und Erwachsene spielen auf ihren selbstgebauten Bambusflöten!
25. Mai 2014
17.00 Uhr
Zionskirche Berlin-Mitte:
Zwischenmusik mit Bambusflöten zum Konzert "Mit Lieb bin ich umfangen" des Vokalensembles "Canto in vinea"
11. Mai 2014
18.00 Uhr
Berlin: St Marien am Alexanderplatz
Improvisationen zum Studentengottesdienst mit Hang und Bambusflöte
weitere Infos
Termine 2013
Fr, 22. 11.
18.00 Uhr
Berliner Märchentage: Puttensaal Travemünder Str. 2, 13357 Berlin-Mitte
Märchen und Musik: Der Glücksvogel
Ab 5 Jahren, 60 min, Eintritt frei, Kollekte, Voranmeldung unter Tel. 901 86 56 10
Mi, 20.11.
10.00 Uhr
Berliner Märchentage:
Stadtbibliothek Luckau, Nonnengasse 1, 15926 Luckau
Lieder und Märchen aus Frankreich singt und erzählt Brigitte Schaller und wird begleitet von Ursula Rothen-Kern auf der Bambusflöte.
6-9 Jahre, 60 min Eintritt frei, Voranmeldung erforderlich unter Tel. 03544 - 557 07 95
7.,14., 21. 11.
16.00 Uhr
Berliner Märchentage: Puttensaal Travemünder Str. 2, 13357 Berlin-Mitte
Unanana und der riesige Elefant
Mi, 13.11.
10.00 Uhr
Berliner Märchentage:
Johannes-Bobrowski-Bibliothek Peter-Hille-Str. 1, Berlin-Treptow-Köpenick
Le petit poucet erzählt Brigitte Schaller in französischer und deutscher Sprache für Schulkinder, die Französisch in der Schule lernen.
8-12 Jahre, 45 min Eintritt frei, Voranmeldung erforderlich unter Tel. 030 - 645 53 91
5.-6. Oktober
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Anmeldung siehe Angebote)
31. August-
1. September
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Anmeldung siehe Angebote)
17.-18. August
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Anmeldung siehe Angebote)
19. Juni
15.00 Uhr
Berlin-Mitte, Brunnenstr. 35, Gartenhaus
Herzliche Einladung zur Musizierstunde:
Kinder und Erwachsene spielen auf ihren selbstgebauten Bambusflöten!
29.05-02.06.

FLÖTEN-WANDER-WOHLFÜHL-TAGE
25.-26. Mai
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Anmeldung siehe Angebote)
28.04.
18.00 Uhr
3. Universitätsgottesdienst Kantate, St. Marienkirche, Berlin-Mitte
9.-10. März
10.00-18.00 Uhr
Bambusflötenbaukurs, Brunnenstr. 35, Berlin
(Anmeldung siehe Angebote)
16.-17. Februar
10.00-18.00 Uhr
Bambusflötenbaukurs, Brunnenstr. 35, Berlin
(Anmeldung siehe Angebote)
16. Februar

Bambusflötenbaukurs in Augsburg
Anmeldung und Informationen bei Ilse Benning, Tel.: 0821/512271
Termine 2012
23.11.
18.00 Uhr
Sternenmusik-Sterntaler im Puttensaal der Bibliothek am Luisenbad, Berlin
Das Bambusflötenensemble unter der Leitung von Ursula Rothen Kern erzählt mit seinen Klängen aus der Zeit als das Wünschen noch geholfen hat und wird begleitet von der Märchenerzählerin Brigitte Schaller. 60 Minuten; Eintritt frei, Voranmeldung erwünscht (Tel 030 901 86 56 10
3.-4. November
10.00-18.00 Uhr
Bambusflötenbaukurs, Brunnenstr. 35, Berlin
(Anmeldung siehe Angebote)
15.10.
Augsburg:
Viktor-Franklforum im Haus St.Ulrich
21.09.
Augsburg:
Missionsnachmittag in Maria Stern
20.09.
Augsburg:
Musik und Texte im Seniorenkreis von Evang. Heiligkreuz
18./19.08.
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Es gibt noch freie Plätze!)
(Anmeldung siehe Angebote)
24. April
Augsburg: Texte und Musik im Hospitalstift
13.-15. April
Musiziertage und Mitgliederversammlung in Weimar
31.3.-1.4.Wochenendbaukurs in Augsburg
(Ort wird noch bekanntgegeben)
31.3.-1.4.
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Anmeldung siehe Angebote)
30. März
Augsburg: Toten-Gedenkgottesdienst im Diakonissenhaus
28. März
Augsburg, Volkshochschule: Vortrag des Frankelforums
23. März
Augsburg: Auftritt in Maria-Stern (Freundeskreis Brasilienmission)
28.-29. Januar
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte
(Anmeldung siehe Angebote)